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Di, 16:54 Uhr
08.05.2012

Alles rechtens?

Kreiswahlleiterin Jutta Krauth (SPD) begrüßte die Gäste, die Ausschussmitglieder und die Person, um die es eigentlich heute Nachmittag ging - die Gewinnerin der Landratswahl. Doch war am Sonntag auch wirklich alles rechtens...

Gratulation, Frau Keller! (Foto: J. Piper) Gratulation, Frau Keller! (Foto: J. Piper)

Auch Birgit Keller, die neue Fast-Landrätin des Landkreises Nordhausen, war zu der Sitzung erschienen. Letztlich musste heute gesetzlich festgestellt werden, ob die Wahl gültig ist oder nicht. Jutta Krauth selbst bedankte sich zuerst bei den vielen Wahlhelfern in den Wahllokalen und stellte noch einmal alle Grundsätze einer Wahl und der Arbeit des Wahlausschusses fest. Insgesamt habe es keine Beanstandungen gegeben, auch seien die vielen Zahlen und Daten elektronisch auf Plausibilität geprüft worden.

Auch eine nochmalige Durchsicht der Stichproben ergab am Nachmittag keine Beanstandungen. Und damit steht fest: 74.627 Bürger des Landkreises waren am 6. Mai wahlberechtigt, 27.557 nahmen ihr Wahlrecht wahr, das macht 36,9 Prozent Wahlbeteiligung. 752 ungültige Stimmen wurden registriert.

Auf Egon Primas (CDU) entfielen 11.939 Stimmen, das waren 44,5 Prozent. Für Birgit Keller (LINKE) votierten 14.866 Wahlberechtigte, macht 55,5 Prozent. Damit ist Birgit Keller offiziell die Nachfolgerin von Joachim Claus. Klar, dass sie die Wahl angenommen hat.
Autor: nnz

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Kommentare
Bauherr
08.05.2012, 21:36 Uhr
Gratulation
ich gratuliere zur wahl, zum 1 Kreissekretär der SED hat es damals nicht gereicht, sie war ja auch zu jung, aber der sprung ins Landratsamt als Cheffin ,alle Achtung, geht doch, nichts ist unmöglich
pumpnC
09.05.2012, 02:10 Uhr
Ja
Es ist schon traugig, wieviele Bürger von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht haben. Politkverdrossenheit und Designation in allen Ehren, aber gehört es nicht zu DEN demokratischen Errungenschaften, für die man 89 auf die Straßen gegangen ist?

Viele verwechseln Kommunalpolitik nachwievor mit Bundespolitik und ich glaube das hat sich auch bei diesen Wahlen herrauskristalisiert. Wenn die Oberen in Berlin viele für den Bürger nicht nachvollziehbare Entscheidungen treffen, so sind doch Kommunalpolitiker viel näher an den Bürgern ihrer Region und versuchen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln das beste herrauszuholen.

Der einizge Unterschied liegt vielleicht darin, dass es der eine ambitionierter seinen Job verrichtet als eventuell der andere. Man darf halt nicht vergessen, dass viele unpopuläre Entscheidungen auf die unserer Bundesregierung zurückzuführen sind.
Wolfi65
09.05.2012, 07:30 Uhr
Demokratische Errungenschaften
Um diese braucht man sich keine Sorgen machen, denn sie werden schon längst nach und nach auch ohne die Linke, demontiert.
Der Innenminister der BRD denkt schon seit langen über die Möglichkeit nach, die Bundeswehr bei Unruhen(Demonstrationen usw.) im "eigenen" Land einzusetzen.
Nicht nur die Rechten, sondern auch die Linken sind seit vielen Jahren unter staatlicher Beobachtung und Überwachung.
Die Freie Meinungsäußerung ist auch nur noch ein Wort auf dem Papier.

Wer der Meinung ist, sich in der Öffentlichkeit straffrei gegen den Staat äußern zu können, der sollte sich einmal den Paragraphen 90a STGB anschauen.

Frau Keller kann es eigentlich gar nicht mehr schlimmer machen, wie es jetzt schon ist.
Janko
09.05.2012, 08:15 Uhr
ich werde...
...etwas wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich es in meinem leben nicht mehr erleben werde, dass DDR- und FDJ-vergleiche herangezgen werden, wann immer irgend wo irgend etwas politisches passiert.

nun muss man also frau keller unterstellen, in ihrer jugend den traum vom SED-kreissekretär gehabt zu haben. ich kann sowas 20 jahre später nicht mal mehr witzig finden. wenn man bedenkt, dass 99% aller DDR-jugendliche und -kinder selbst FDJ-ler und jung- oder thälmannpioniere waren, dann fragt man sich erst recht, ob diese immer gleichen kommentarschreiber ihre eigene vergangenheit vergessen haben.
Totaldemokrat
09.05.2012, 10:57 Uhr
Der Wille hat gesiegt!
Frau Keller - das haben Sie richtig gut gemacht. Mal den "Schwarzen" gezeigt was möglich ist wenn man nur will. Und sie haben den Erfolg gewollt! Das muss man einfach anerkennen!

Die Realisierung ihrer anstehenden Aufgaben als Landrätin sind sicher nicht einfach. Seien Sie ehrlich zur Bevölkerung, gehen Sie offen mit den Problemen des Landkreises um.

Viel Erfolg!
nietzsche
09.05.2012, 17:39 Uhr
Egal ob Schwarz oder Rot
Hier haben nicht die “Roten” den “Schwarzen” etwas gezeigt, sondern die Bevölkerung den Parteien im Landkreis. 63 Prozent wissen, es ist egal wer Landrat ist, es ändert sich nichts an ihrer persönlichen Situation. Mit nur 20 Prozent der Wahlberechtigten zu gewinnen zeigt das auch “die Linke” keine Alternative für die Bevölkerung ist. Sie gehört genau wie all die anderen Parteien zu dem System.
TeeEff
09.05.2012, 19:56 Uhr
Vielleicht...
wollen viele der Nichtwähler aber auch nur bloß ja nicht an irgendetwas Schuld sein und immer jegliche Verantwortung von sich weisen können, mit den Worten: "Ich hab nicht mitgewählt!"?

Leider ist das arg kurz gedacht und nicht zu wählen ist mindestens genauso falsch!
Aber vielleicht können sie auch mit der Verantwortung die so Bürgerrechte mit sich bringen einfach nicht umgehen und sind lieber geführte Schafe...
frank der 1.
10.05.2012, 17:03 Uhr
Wahlmüdigkeit
Es ist schon sehr interessant, wenn man mit Leuten spricht die sagen: ich habe nicht gewählt und sich mit dem gleichen Atemzug über den Wahlausgang aufregen. Dieses Fehlverhalten hatte in der Vergangenheit katastrophale Folgen. Glückwunsch Frau Keller und viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Sie können es nur besser machen
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