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Do, 09:26 Uhr
06.11.2003

Null-Euro-Alternativen

Nordhausen (nnz). Viel Sicherheit für wenig Geld – das verspricht das aktuelle Software-Angebot von Plus, das nnz gestern vorstellte. Angesichts der vielen zum Teil heftigen Virenangriffen der letzten Wochen und Monate eine lohnende Investition. Jedoch gibt es auch hier Alternativen und weitergehende Lösungen, meint nnz-Leser Dirk Daniel.


Der größte Teil der momentan aktiven Viren greifen methodisch auf Schwächen in der Programmierung bekannter und beliebter Software beim Anwender zurück. So sind die Office-Pakete mit ihren Programmen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation bis hin zum eMail-Verkehr aufgrund ihrer Programmierung besonders gefährdet. Die Software selbst bietet Angriffspunkte, aber auch Versäumnisse oder schlichte Fehlgriffe bei der Programmierung öffnen den heimischen Rechner für Angreifer von außen. Allein ein Virenschutz-Programm hilft hier nicht, vielmehr eine Kombination aus mehreren Programmen und – darauf kommt es besonders an – Disziplin beim PC-Anwender.

Virenschutz:
Für Privatanwender gibt es eine kostenlose Version der in Tests für ähnlich gut befundenen Software AntiVir aus dem Hause H+BEDV. Unter www.free-av.de kann man sich die Version AntiVir PE (für Personal Edition) herunterladen. Neben einem aktiven Schutzschirm, der sämtliche neuen Dateien überprüft gibt es natürlich auch die Möglichkeit, das komplette System oder auch nur einzelne Laufwerke zu scannen. Über ein Internet-Update kann man sich – natürlich auch kostenlos – immer die neuesten Virendefinitionen und Programmversionen herunterladen. Die Bedienung ist einfach und intuitiv und natürlich in deutsch.
Kosten: 0 Euro.

Firewall:
Eine „Brandmauer“ anzulegen empfiehlt sich auf jeden Fall, sorgt diese doch für einen kontrollierten Datenverkehr zwischen heimischen PC und den unbekannten Weiten des Internets. Der „normale“ PC-Nutzer ist schlichtweg überfordert bei der Vielzahl der sogenannten Ports, also Türen, die beim Datenaustausch genutzt werden. Die Firma Sygate stellt ihre Personal Firewall dem Privatnutzer ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Unter www.sygate.de kann man sich mittlerweile die Version 5.1 dieser Software herunterladen. Die Einstellungen sind relativ simpel und in deutsch, auf Wunsch regelt SPF den Datenverkehr oder unterbindet ihn auch komplett. Jedes Programm, welches nach außen „telefonieren“ möchte, um Daten auszutauschen, wird angezeigt. Der Nutzer kann daraufhin den Datenaustausch bestätigen oder ausschließen. Die Software ist in deutsch, eine Beschreibung gibt es auf der Webseite. Ein interessanter Nebeneffekt: Da sämtlicher Datenaustausch überwacht wird, werden auch sogenannte 0190-Dialer erkannt.
Kosten: 0 Euro.

Mailprogramm:
Ein sehr häufug genutztes Mail-Programm auf vielen Rechnern ist OutlookTM ExpressTM. Dieses ist – wie sein großer Bruder aus dem Office-Paketen aus Redmond – anfällig gegen eine Vielzahl von Viren bzw. hilft bei falscher Programmeinstellung diesen sogar noch, ihr böses Werk zu tun. Doch auch hier gibt es eine Alternative in Form des Mailprogrammes Incredimail. Die Software kann – ebenfalls in deutsch – unter www.incredimail.com geladen werden. Incredimail ist komplett in einer anderen Programmiersprache, nämlich Flash, geschrieben und bietet kaum Angriffspunkte für Viren. Dabei ist die Bedienung kinderleicht und macht aufgrund der vielen Animationen und Sounds auch noch Spaß.
Kosten: 0 Euro.


Office-Paket:
Und wenn man schon einmal dabei ist, kann man sich ja auch noch von seiner – vielleicht raubkopierten – Version eines professionellen und teuren Office-Paketes trennen und auch hier zu einer 0-Euro-Variante greifen. Das Wunder-Office findet man unter der Adresse de.openoffice.org im Internet. OpenOffice stellt eine sogenannte OpenSource-Variante des Programmes StarOffice von Sun dar, sie ist nur völlig kostenlos. Darüber hinaus ist OpenOffice schlanker und schneller als professionelle Paket und kann sogar deren Dateien lesen und schreiben. Besonders interessant sind die Exportfunktionen in die Formate PDF und Flash, die ja sehr beliebt beim Datenausch sind. Hinweis für den Download: Mit knapp 80 Megabyte ist dieser nicht gerade klein, vielleicht kann ja ein Bekannter oder Kollege mit einem DSL-Anschluß aushelfen.
Kosten: 0 Euro.

Fazit:
Viel Leistung, viel Komfort, aber auch viel Sicherheit für lau: Zumindest der Privatanwender kann ohne Kosten für Software sein System ansprechend gegen Angriffe sichern. Jedoch ersetzen diese Programme nicht Disziplin und Wachsamkeit beim Umgang mit unbekannten Computern oder Dateien. Hier muss jeder selbst bemüht sein, die Finger im richtigen Moment vom falschen Download zu lassen.
Dirk Daniel
Autor: nnz

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