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Mi, 07:15 Uhr
05.11.2003

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

Neustadt (nnz). Die Bereitschaft, anderen Menschen in Not beizustehen, aktiv Hilfe zu leisten, ist ein Gebot, das heutzutage viel diskutiert und hoch gelobt wird. Die Realität sieht zumeist viel nüchterner aus. Nicht aber in Neustadt. Da wurde jetzt sogar Geburtstag gefeiert.


Feuerwehrnachwuchs Um so besser und lobenswerter, wenn sich schon junge Menschen die Nächstenhilfe zum Auftrag machen. Wie beispielsweise in der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr des zur Gemeinde Neustadt gehörenden Ortsteils Osterode. Zudem blicken die Jugendlichen auf sieben spannende und lehrreiche Jahre zurück. Offizieller Gründungstermin als Jugendfeuerwehr Osterode war am 1. Oktober 1996, als sich ein Mädchen und sechs Jungen zusammenfanden, um den Nachwuchs für die kleine Ortsteilfeuerwehr aufzustellen. Vom Bürgermeister wurde der Kamerad Christoph Burkert zum Jugendwart ernannt. So stellte sich die Gruppe dem Ziel, zu gegebener Zeit gut gerüstet in den aktiven Dienst an der Seite der erfahrenen Wehrleute überzutreten.

In regelmäßigen Ausbildungen konnten die jungen Leute an die Theorie und den praktischen Umgang mit den Gerätschaften herangeführt werden. Auch die Brandlehre und einfachen Einsatzgrundsätze waren Bestandteile der Lehrstunden. Schon 1997 waren neun junge Menschen Mitglied der Jugendfeuerwehr Osterode. Natürlich ging es nicht nur um die trockene Schulung, sondern um das spielerische, spannende und interessante Kennenlernen der Tätigkeit als Feuerwehrmann oder –frau.

So gab es Videoabende mit spektakulären Einsatzberichten, Zeltlager auf der Burgruine „Hohnstein“ und mehrere Exkursionen zu den Profis der Brandbekämpfung. Ein Ausflug führte uns in die neue Rettungsleitstelle des Landkreises Nordhausen, wo die Jungkameraden die Alarmierung des Rettungshubschraubers „Christoph 37“ miterleben konnten. Auch die Berufsfeuerwehr Nordhausen oder das Feuerwehrmuseum in Ellrich blieben von den Besuchen der Kids nicht verschont.

In der Zwischenzeit sind bereits vier der einstigen Jugendfeuerwehrleute aktiv „im Geschäft“, wovon eine Kameradin selbst zur Chefin der Jugendfeuerwehr in Osterode aufstieg. Seit nunmehr zwei Jahren führt Manja Bernsdorf die Jugendlichen durch die Vorbereitungen auf das Ehrenamt. Die 22jährige betreut derzeit drei Mädchen und acht Jungen, von denen drei zur Freiwilligen Feuerwehr Harzungen gehören. Neben den alljährlichen Aktionen wie Müllsammlung und Verteilung der gelben Wertstoffsäcke an die Haushalte nahmen die Jungkameraden an der Sicherstellung des Harzfestes 2002 in Neustadt teil, wo sie den Erwachsenen aktive Hilfe waren.

Seit diesem Jahr nimmt die Jugendfeuerwehr Osterode aktiv an den Wettkämpfen und Pokalläufen im Brandschutzverband der VG „Hohnstein“ teil. Hierauf ist man in der kleinen Ortschaft sehr stolz. Großen Anteil daran hat nicht zuletzt auch Wehrleiter Mike Domhardt, der die Gruppe in Ausbildung, Übung und Praxis immer unterstützt.
Autor: nnz

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