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Di, 12:40 Uhr
06.03.2001

"Kirchturmdenken" in der SPD war nicht mehr hinnehmbar

Nordhausen (nnz). Eigentlich wollte er die Region noch schneller nach vorn bringen, als er 1998 in die SPD eintrat. Bis zu dieser Zeit agierte Bernd Meyer "lediglich" als Verwaltungsangestellter. Nun hoffte er, daß er seine Ziele mit Hilfe einer Partei effektiver umsetzen könne, nicht seine persönlichen, wohlgemerkt. Aus seiner jahrelangen Verwaltungstätigkeit wollte er Erfahrungen in die Parteiarbeit einfließen lassen. Was ihn seit seiner Südharzer Karriere ärgerte, das war der Zwist zwischen der Stadt und dem Landkreis Nordhausen. Doch schnell mußte Meyer feststellen, daß dieser "Kampf" auch innerhalb der Partei ausgetragen wurde. Er habe sich mit seinen Ideen und Vorstellungen nie aufdrängen wollen, doch die seien innerhalb der SPD nie angenommen worden. Man habe nicht einmal den Versuch unternommen, darüber auch nur zu diskutieren. Das Zusammenfügen von Stadt und Landkreis hätte ihm als neutralen, von außen kommenden Typ und als Zwilling, vielleicht gelegen. Nur jetzt - nach drei Jahren - konstatiert Meyer, sei das nicht gewollt gewesen. Besonders bedrückend sei der Umstand gewesen, daß nach der verlorenen Landratswahl kaum ein Genosse das Gespräch mit ihm gesucht habe. Meyer stand im Abseits, für ihn nicht mehr hinnehmbar. In der SPD wollte er keine Karriere machen, sondern in seinem Verwaltungsjob. Deshalb habe er sich damals auch für den Posten des Verwaltungschefs im Südharz beworben. Das, was Meyer in den zurückliegenden Jahren innerhalb der SPD gespürt habe, sei auch in den Kommunen des Südharzes zu merken: Kirchturmdenken. Das in seinem Verwaltungsbereich zu ändern, erfordere jetzt seine ganze Kraft. Da ist der zusätzliche Versuch der Änderung innerhalb einer Partei zu beschwerlich, weil nicht machbar.
Autor: nnz

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