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Di, 14:50 Uhr
10.04.2012

Schönste Lärche suchen!

Am 20. Oktober 2011 wurde die Lärche (Larix decidua) von dem Kuratorium „Baum des Jahres“ zum „Baum des Jahres 2012“ ausgerufen. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sucht den Ort, wo Thüringens schönste Lärche steht. Hier nnz/kn mit den Einzelheiten...


Mit der Europäischen Lärche steht im Jahr 2012 eine besonders filigrane Baumart im Mittelpunkt. Sie ist ursprünglich ein Baum der Alpen und Karpaten und kommt bis in Höhenlagen von über 2000 m vor. In Deutschland ist die Europäische Lärche inzwischen in den Mittelgebirgen und auch in der Ebene verbreitet. Die Europäische Lärche ist ein sommergrüner Baum, der ein Alter von maximal 600 Jahren, Wuchshöhen von 54 Meter und Stammdurchmesser von 1,5 bis zu 2 m erreicht. Die Baumkrone ist unregelmäßig pyramidal bis schlank-kegelförmig. Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie ihre Nadeln im Herbst ab und zeigt vorher eine eindrucksvolle, goldgelbe Herbstfärbung. Die Lärche gehört zu den bekannten Pionierbaumarten, die Rohböden und Kahlflächen als erste besiedeln.

Für das Jahr 2012 ruft der Landesverband Thüringen seine Mitglieder und alle Freunde des Waldes dazu auf die schönste Lärche in Wald, Feld und Flur zu suchen.

Wo steht Thüringens schönste Lärche?

Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben) Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben)

Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge mit Standortbeschreibung, Foto (auch digital) bis 30.06.2012 an folgende Adresse

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Thüringen e.V.
Landesgeschäftsstelle
Lindenhof 3
99998 Weinbergen / OT Seebach
oder an die E-Mail-Adresse: info@sdw-thueringen.de ein.

Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben) Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben)

Die Auswertung erfolgt im Monat August 2012.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e.V., wird im Jahr 2012 die aussagekräftigsten Einsendungen mit Sachpreisen prämieren.

Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben) Schönste Lärche suchen! (Foto: Forstamt Oldisleben)

Damit Sie wissen, wie so eine Lärche aussieht, hat kn einige Bilder aus dem Archiv ausgegraben, die vom Forstamt in Oldisleben geschossen wurden.
Autor: khh

Kommentare
Bodo Schwarzberg
11.04.2012, 01.06 Uhr
Lärche als "Baum des Jahres" ist unverständlich
So einfach kann ich diese Wahl nicht nachvollziehen. Der "Deutsche Wald" wurde mit der Lärche außerhalb der Alpen verfälscht. Ich denke (weiß es nicht genau, da kein Forstmann), dass diese Baumart vor allem auf Grund ihrer Wüchsigkeit gerade nach dem Krieg zur Aufforstung naturschutzrelevanter Offenbiotope eingesetzt wurde. Die künstlich eingebrachte montane Art verselbständigte sich teilweise als Pionierbaumart und wird heute an einigen Stellen, so in ehemaligen Gipssteinbrüchen zum Problem, etwa wenn sie einen Standort des Glazialrelikts Alpen-Gänsekresse durch ihre Nadeln und Beschattung bedroht.

Viele Halbtrocken- und Trockenrasen fielen ihr z.B. im Alten Stolberg durch exzessive Aufforstungsprogramme zum Opfer, was z.B. am Stempedaer Marktweg und an den Hittelochsköpfen gut zu sehen ist.
Zudem hat sie sicher auch zu einem gewissen Teil zur Verdrängung der viel langsamer wachsenden Buche, Hainbuche und Stiel- sowie Traubeneiche beigetragen. Ein Lärchenforst ist zudem kaum artenreicher als ein Fichten- oder Kiefernacker.
Ihre Berechtigung hat die Lärche zweifellos in den Alpen, wo sie als Lawinenschutz fungiert und eben, oft vergesellschaftet mit Zirbelkiefern zu Hause ist.

Wer in Thüringen zur Suche nach der schönsten Lärche auffruft, unterstützt eine naturfremde, naturschutzfeindliche Forstwirtschaft.

Zitat Flora Thüringen (2006) von Zündorf, Korsch und Westhus: "In Thür nur forstlich kultiviert...kann bisher nicht von einer Einbürgerung gesprochen werden." - Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sollte sich auf den Schutz der regional typischen Waldbäume konzentrieren.

Für mich gibt es "keine schönste Lärche" in Thüringen, sondern alle Lärchen sind hier überflüssig, ja naturschutzfachlich und botanisch schädlich wie ein Kropf. Schon beim Vorhandensein von ein ganz klein wenig Naturverständnis sollte man einem solchen Aufruf nicht folgen.
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