Fr, 09:01 Uhr
06.04.2012
Wie finde ich den richtigen Arzt?
Viele Menschen verlassen sich bei der Arztwahl auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Auch Beurteilungen im Internet können eine gute Hilfe sein. Doch wie finde ich den Doktor, der wirklich zu mir passt...
Emma B. ist für ihre Ausbildung nach Erfurt gezogen und braucht einen neuen Hausarzt. In ihrem Heimatort in Nordthüringen war sie von Kindesbeinen an beim Arzt der Familie und fühlte sich dort gut aufgehoben. Auf ihrer Suche stößt die 19-Jährige im Internet auf zahlreiche Arztbewertungsportale und fragt sich, was sie von diesen Angeboten halten soll.
Tino Pfabe von der Erfurter Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) erklärt: Online-Bewertungen können einen guten Überblick vermitteln und geben eine erste Orientierung – wenn sie seriös gemacht sind.
Zunächst bieten viele Portale eine Suchfunktion an. Damit lassen sich Ärzte in der Nähe finden, ihre Sprechzeiten und zusätzlichen Qualifikationen. Interessant sind zudem die eigentlichen Arzt- und Praxisbewertungen. Pfabe: Hier ist entscheidend, dass das Portal eine Reihe wichtiger Qualitätskriterien erfüllt. Angefangen bei gesetzlichen Vorgaben wie einem Impressum bis hin zum Schutz gegen Mehrfachbeurteilungen. Ganz zentral ist auch, dass für ein umfassendes Bild möglichst viele Einschätzungen zur jeweiligen Praxis vorliegen.
Hat man sich einen Arzt ausgesucht, empfiehlt sich nach dem Besuch eine eigene Bewertung. Und hierbei sollten Patienten sich nicht nur auf ihr Bauchgefühl verlassen, erklärt der Erfurter UPD-Berater. Dazu kann man sich bewusst einige Fragen stellen. Zum Beispiel: Ist der Arzt auf mich und meine Beschwerden eingegangen? Hat er mir die Diagnose und Behandlung verständlich erklärt? Ist die Praxis gut organisiert?
Ziel dieser Fragen ist eine klare Beurteilung. Das hilft am Ende nicht nur bei der abschließenden Entscheidung für oder gegen einen Arzt, so Pfabe. Die Klarheit ist auch gut für eigene Empfehlungen an Freunde und Bekannte – oder für Bewertungen, die man selber vielleicht im Internet vornimmt. Je mehr Einträge es dort in seriösen Portalen gibt, desto besser ist dies für einen verlässlichen Überblick.
UPD-Tipp: Ein wachsendes Bewertungsportal ist zum Beispiel die Weisse Liste (www.weisse-liste.de/arzt). Sie wird getragen von der Bertelsmann Stiftung und den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Weitere Partner sind die drei größten Krankenkassen AOK, BARMER GEK und TK. Manipulierende Mehrfachbewertungen sind bei der Weissen Liste weitgehend ausgeschlossen: Wer mitmachen möchte, muss sich mit seiner Krankenversicherungsnummer registrieren. Die Beurteilung ist anonym und bislang Versicherten der drei Kassen vorbehalten. Die Bewertungen einsehen können aber alle Nutzer.
Autor: nnzEmma B. ist für ihre Ausbildung nach Erfurt gezogen und braucht einen neuen Hausarzt. In ihrem Heimatort in Nordthüringen war sie von Kindesbeinen an beim Arzt der Familie und fühlte sich dort gut aufgehoben. Auf ihrer Suche stößt die 19-Jährige im Internet auf zahlreiche Arztbewertungsportale und fragt sich, was sie von diesen Angeboten halten soll.
Tino Pfabe von der Erfurter Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) erklärt: Online-Bewertungen können einen guten Überblick vermitteln und geben eine erste Orientierung – wenn sie seriös gemacht sind.
Zunächst bieten viele Portale eine Suchfunktion an. Damit lassen sich Ärzte in der Nähe finden, ihre Sprechzeiten und zusätzlichen Qualifikationen. Interessant sind zudem die eigentlichen Arzt- und Praxisbewertungen. Pfabe: Hier ist entscheidend, dass das Portal eine Reihe wichtiger Qualitätskriterien erfüllt. Angefangen bei gesetzlichen Vorgaben wie einem Impressum bis hin zum Schutz gegen Mehrfachbeurteilungen. Ganz zentral ist auch, dass für ein umfassendes Bild möglichst viele Einschätzungen zur jeweiligen Praxis vorliegen.
Hat man sich einen Arzt ausgesucht, empfiehlt sich nach dem Besuch eine eigene Bewertung. Und hierbei sollten Patienten sich nicht nur auf ihr Bauchgefühl verlassen, erklärt der Erfurter UPD-Berater. Dazu kann man sich bewusst einige Fragen stellen. Zum Beispiel: Ist der Arzt auf mich und meine Beschwerden eingegangen? Hat er mir die Diagnose und Behandlung verständlich erklärt? Ist die Praxis gut organisiert?
Ziel dieser Fragen ist eine klare Beurteilung. Das hilft am Ende nicht nur bei der abschließenden Entscheidung für oder gegen einen Arzt, so Pfabe. Die Klarheit ist auch gut für eigene Empfehlungen an Freunde und Bekannte – oder für Bewertungen, die man selber vielleicht im Internet vornimmt. Je mehr Einträge es dort in seriösen Portalen gibt, desto besser ist dies für einen verlässlichen Überblick.
UPD-Tipp: Ein wachsendes Bewertungsportal ist zum Beispiel die Weisse Liste (www.weisse-liste.de/arzt). Sie wird getragen von der Bertelsmann Stiftung und den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Weitere Partner sind die drei größten Krankenkassen AOK, BARMER GEK und TK. Manipulierende Mehrfachbewertungen sind bei der Weissen Liste weitgehend ausgeschlossen: Wer mitmachen möchte, muss sich mit seiner Krankenversicherungsnummer registrieren. Die Beurteilung ist anonym und bislang Versicherten der drei Kassen vorbehalten. Die Bewertungen einsehen können aber alle Nutzer.

