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Mo, 13:21 Uhr
02.04.2012

Rekordkulisse verleiht Wacker Flügel

Diese Kulisse hat es seit langem nicht mehr gegeben. 1576 zahlende Zuschauer wollten sich gestern das mit Spannung erwartete Nordderby zwischen den Fußball-Verbandsligisten FSV Wacker 90 Nordhausen und der BSV Eintracht Sondershausen im Albert-Kuntz-Sportpark nicht entgehen lassen. Eine Nachbetrachtung von Sanra Arm...


Zumindest die Zuschauer und Fans des Gastgebers sollten dabei voll auf ihre Kosten kommen, sie sahen einen 3:1 (1:1)-Erfolg. Für den Gastgeber waren Robert Stark, Steven Ebert und Matti Langer erfolgreich. Den Ehrentreffer für die Gäste erzielte Peter Thurnbacher.

Einen verspäteten Anpfiff hat es seit langem ebenfalls nicht mehr gegeben. Die Schlangen vor den Kassen riss nicht ab, so dass die Partie mit einer zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde. Die Rekordkulisse schien dem Gastgeber regelrecht Flügel zu verleihen, er machte von Beginn an Druck. Die Forderung von Trainer Jörg Goslar an sein Team, schon frühzeitig einzunetzen, kam es in der zweiten Minute nach. Ein Freistoß von Matti Langer aus halbrechter Position landete bei Robert Stark, der zum 1:0 einköpfte. „Weitermachen“, forderte Goslar lautstark. Insbesondere bei ruhenden Bällen strahlte Wacker viel Gefahr aus, wie nur einige Minute später, als ein Freistoß von Langer nur knapp am Gehäuse vorbei rauschte. Im Gegenzug ein Konter, den Peter Thurnbacher zum 1:1 abschloss (8.).

Im Weiteren war die Partie insbesondere durch die harte Gangart des Gegners, der nur durch viele kleine Fouls Wackers Spieler in ihrer Vorwärtsbewegung stoppen konnte, geprägt. Doch die ließen sich nicht aufhalten, erarbeiteten sich gute Möglichkeiten durch Steven Ebert (15.), Marcel Goslar (23.) und Langer (24.) und Robert Stark (25.). Jörg Goslar brauchte nur wenige Worte, um seine Schützlinge immer wieder nach vorn zu treiben. „Tempo, Tempo“, verlangte er mehrfach. In vollem Tempo wurde dann Marcel Goslar in der 21. Minute im Strafraum der Eintracht von den Beinen geholt. Der Pfiff blieb aus.

Der Gastgeber ließ sich davon beirren, schnürte die Gäste in ihrer eigenen Hälfte ein. Die Angriffswellen rollten, aber Ungenauigkeiten beim Torabschluss sowie Stephan Hilpert, der starke Schlussmann der Eintracht, verhinderten bis zum Halbzeitpfiff einen weiteren Torerfolg. Auch Nordhausens Bürgermeister, Matthias Jendricke, trauerte den Chancen nach. „Eigentlich wollte ich einen anderen Spielstand sehen“, sagte er in der Pause und hoffte „auf die zweite Halbzeit“.

Seine Hoffnungen und auch die der zahlreichen Wacker-Fans wurden in der 52. Minute erfüllt. Auf der rechten Angriffsseite hatte sich Goslar durchgesetzt, leitete den Ball in den Strafraum zu „Johnny“ do Amaral, der den freistehenden Steven Ebert auf der linken Seite bediente. Ebert musste nur noch einschieben – 2:1. Über diese Führung hätte der Gastgeber möglicherweise nach Wiederanpfiff bereits jubeln können, wenn nicht Schiedsrichter Carsten Östreich (Sommeritz) nach einem klaren Foul an Langer im Strafraum auf Weiterspielen entschieden hätte.

Statt dieser Situation hinterher zu trauern, sollten sich für die Nordhäuser im weiteren Verlauf noch einige andere gute Chancen ergeben. So wie in der 58. Minute, als erneut Standardspezialist Langer zum Freistoß antrat. Mit viel Feingefühl haute er den Ball direkt zum 3:1 in die Maschen. Der Jubel kannte keine Grenzen. Der Gastgeber blieb weiterhin bei ruhenden Bällen gefährlich.

Nach einer Ecke von Langer fliegen sowohl Amaral als auch Goslar am Ball vorbei (67.). Bis dahin ist von der Eintracht nicht viel zu sehen. Das Team von Trainer Thomas Stang taute erst in der Schlussviertelstunde so richtig auf. Eine Hereingabe von Patrick Rothe über die rechte Seite konnten Torjäger Sebastian Caspar und Stephan Ludwig nicht im Gehäuse von Wacker-Keeper Jonas Heidrich unterbekommen.

In den Schlussminuten hatte Martin Menke den Anschlusstreffer auf dem Fuß, Heidrich klärte (87.). Die letzte Aktion gehörte dem Gastgeber, Amaral brachte den Ball über die rechte Seite in den Strafraum, der für Langer eingewechselte Lars Pohl rutschte am runden Leder vorbei (89.).

Auf einen Derbysieg mussten die Wacker-Fans ebenfalls lange warten, den letzten (0:1) gab es am 21. August 2009 in Sondershausen. Daher schmeckt dieser nun umso süßer. Eine Zugabe gab es nach dem Schlusspfiff noch für die Wacker-Fans, als sich die Mannschaft vor dem Block versammelte. Heidrich schnappte sich das Megafon, um mit den Fans das Uffta lautstark anzustimmen und zu singen.

Diese Partie wird wohl jedem noch lange in Erinnerung bleiben, denn es war das vorerst letzte Derby gegen die Eintracht aus Sondershausen. Wenn es nach den Fans geht, könnte dieser Umstand lange so bleiben, denn sie suchen bereits nach einem neuen Derbygegner.
Sandra Arm

Nordhausen: Heidrich – Töpfer , Pelan, N. Steinberg, Stark – Goslar (87. Vopel), Teichmann, Langer (75. Pohl), Ebert (68. Knopp) – Biank, Amaral
Sondershausen: Hilpert – Wattrodt (63. Treuse), Günther, Rasch, Kraft - Ludwig, Duft, Brunner (46. Bertram), Rothe – Caspar, Thurnbacher (68. Menke)
ZS: 1576
Tore: 1:0 Robert Stark (2), 1:1 Thurnbacher (8.), 2:1 Steven Ebert (52.), 3:1 Matti Langer (59.)
Autor: nnz

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