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Mi, 16:47 Uhr
21.03.2012

Weitere Vorwürfe

In vielen Kommunen tagten gestern bereits die Wahlausschüsse, um die Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen zu bestätigten. In Ilfeld spielte diese Sitzung eine zentrale Rolle mit unerfreulichen Nebenwirkungen...


Zuerst zu den erfreulichen Tatsachen: Sowohl in der Einheitsgemeinde Ellrich als auch in der neuen Landgemeinde Harztor sind die Kandidaten bestätigt worden. In Ilfeld sind es drei: Neben den bereits bekannten Corinna Appenroth (SPD) und Stephan Klante (UWL) kandidiert auch der ehrenamtliche Bürgermeister von Ilfeld, René Schröter-Appenroth. Und zwar als Einzelbewerber. Bekannterweise hatte ihn die CDU nicht für die Wahl nominiert. Hintergründe dieser kommunalpolitischen Einmaligkeit sind Ermittlungen der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft gegen den Mann. Schröter-Appenroth soll zu Kommunalkosten einen Dienstwagen angeschafft (geleast), diesen privat und dienstlich genutzt, jedoch alle Kosten selbst bezahlt haben. Letztlich aber liegt dem Kauf des Fahrzeuges, für den die Kommune als Halter eingetragen ist, kein Beschluss des Gemeinderates zugrunde. Das Argument, er habe Dienstreisekosten sparen wollen, zählt für Juristen nicht. Diese Kosten sind in der pauschalen Aufwandsentschädigung für einen ehrenamtlichen Bürgermeister und in den Aufwandsentschädigungen als Mitglied des Kreistages und stellvertretender Vorsitzender einer Fraktion bereits enthalten.

Schröter-Appenroth hat dennoch Rückhalt in Ilfeld. Alles nicht so schlimm, hört man da, wir müssen doch nur einen Ratsbeschluss nachholen... Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Mann, der mittlerweile aus der CDU ausgetreten ist, die rund 100 notwendigen Unterschriften für eine Einzelkandidatur beisammen hatte und der Wahlausschuss ihn gestern bestätigte.

Doch was für einige Menschen in Ilfeld nicht so schlimm erscheint, könnte sich mittlerweile zu einem Berg vor dem Einzelbewerber Schröter-Appenroth auftürmen. Nach Informationen der nnz sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgeweitet worden. So soll der Ilfelder Bürgermeister über Jahre hinweg sein Handy, das auf die Gemeinde angemeldet war und dessen laufende Kosten aus der Gemeindekasse beglichen wurden, auch privat genutzt haben. Alle entsprechenden Verträge habe er zudem selbst unterschrieben.

Und es geht weiter. So soll es auch Unstimmigkeiten in der Führung des Ilfelder Sportlerheims gegeben haben. Konkret bei den Gebühren für die Nutzung des Saals, von denen in der Gemeindekasse nicht viel zu finden gewesen sein soll.

Alle drei Vorgänge haben neben der strafrechtlichen Relevanz auch eine dienstrechtliche Seite, weshalb auch die Kommunalaufsicht des Landkreises damit befasst sein soll.

In Ilfeld ist man mittlerweile nicht nur in christdemokratischen Kreisen ziemlich ratlos. Viele ehemalige Parteifreunde und Weggefährten von René Schröter-Appenroth hätten gehofft, dass sich der Mann aus dem politischen Geschäft zurückzieht. Zumindest temporär. Nichts dergleichen. Beratungsresistent nennen das einige, selbstzerstörerisch andere.

Für Außenstehende bleibt es weiter interessant und für die Menschen in der Landgemeinde Harztor bleibt die Frage: Wer wird denn nun hauptamtlicher Bürgermeister?
Autor: nnz

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Kommentare
fcbayern
23.03.2012, 08:07 Uhr
Schröter-Appenroth - Frechheit
Es ist mir unverständlich, wie ein Mensch so arrogant sein kann. Erst kürzlich trat der Bundespräsident Wulf zurück, da er der Vorteilsnahme beschuldigt wurde. Letztlich geht es doch nicht darum, ob der Gemeinde ein finanzieller Verlust entstanden ist, sondern es geht ausschließlich um die Frage, welchen Vorteil sich derjenige durch diesen Amtsmissbrauch verschafft hat.

Und hier ist es doch eindeutig, dass er sich über die Jahre hinweg persönliche Vorteile durch sein Bürgermeisteramt verschafft hat. Es will mir nicht in den Kopf, wie es dann noch Ilfelder gibt, die meinen es wäre nicht so schlimm. Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob die bekanntgewordenen Vorwürfe nur die Spitze des Eisberges sind. Man sollte mal gewisse Projekte (z.B. Solaranlage Gewerbegebiet) auf den Nutzen für die Gemeinde hin prüfen. „Ein Schelm wer böses dabei denkt…“
Bommel39
23.03.2012, 10:49 Uhr
Korrekt sollte man schon sein!
Wenn man jemanden öffentlich und ohne Beweise an den Pranger stellt, sollte man sich vorher wenigstens nach der Schreibweise des Namens erkundigen. Herr Schröter-Appenrodt heißt Schröter-Appenrodt und nicht anders.

Sollten die Recherchen zu obigen Behauptungen/Vorwürfen auch so korrekt verlaufen sein, dann kann man sich zum Wahrheitsgehalt sein eigenes Bild machen.

Woher kommen diese Informationen überhaupt? Wer sch...t hier an?

Ich schreib mal, was mir meine Mama immer sagte: "Nur was ich selber denk und tu trau ich auch den anderen zu."
Sissi
23.03.2012, 11:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
H.Buntfuß
23.03.2012, 14:59 Uhr
Was soll das denn?
Was Schröter-Appenrodt sich da geleistet hat, zeigt doch nur was sich so manche MÖCHTEGERN – POLITIKER alles erlauben. In diesem Punkt lernen sie schnell von den GROSSSPURIGEN Aus Berlin. Die glauben ja auch sie sind etwas besseres. Das sie das eben nicht sind, zeigt ihr tägliches Handel.

Da muss man sich schon fragen, welche Schule die Damen und Herren besucht haben? Ich sage da nur Guttenberg. Da motzt jemand wegen eines Schreibfehlers, vielleicht möchte er ja den R. S. - A. Wahlkampfmäßig unterstützen?

Ich habe da nur eine Frage: Was schadet mehr, so ein kleiner Schreibfehler, wenn er dann einer ist, oder das Verhalten des S. - A. Gegenüber dem Wähler?
Dora75
23.03.2012, 15:29 Uhr
Herr Bürgermeister von Ilfeld
Ich denke nur an das was ich selber sehe oder selber Höre. Aber wo haben sie die Info her.Denk mal nach wer wo Arbeitet und an diese Infos ran kommt. Es Liegt doch auf der Hand. Einfach nur Traurig. Es ist egal ob das war ist oder nicht.Wie schon gesagt die Menschen glauben das was sie Lesen ob es wahr ist oder nicht.
MapaNDH
23.03.2012, 16:52 Uhr
An die eigene Nase fassen
Interessant wie sich hier Leute über Sachen und Verhaltensweisen aufregen, die sie selbst praktizieren. Es kann mir keiner von denen, die hier so gegen den Bürgermeister von Ilfeld wettern, weismachen, das er nicht selbst schon mal seine berufliche "Position" zum eigenen Vorteil ausgenutzt hat. Sei es um irgendwo mal einen "Groschen zu sparen" oder mal die ein oder andere Zugabe zu bekommen.
Bevor man sich also aufregt, was andere machen: erst mal an die eigene Nase fassen.

In diesem Sinne: einen schönen Start ins Wochenende.
Wolfi65
23.03.2012, 17:48 Uhr
Man sollte...
heute alles mitnehmen, was man kriegen kann.
Ich würde an Herr Schr.Appen. auch so handeln, wenn es dann so sein sollte.
Die hier am lautesten schreien, sitzen sehr weit weg vom Futtertrog und deswegen stellt sich ein gewisser Frust über die eigene Situation ein.
Ist ja auch irgendwie verständlich.
Mein Problem ist jetzt aber, wie ich an einen solchen Futtertrog herankommen kann.
Aber besten ohne viel Anstrengung und Aufsehen.
Vielleicht hat da Jemand eine gute Idee?
meyer-baby
23.03.2012, 18:47 Uhr
Ich denke
auch wir sollten uns alle an unsere eigene Nase fassen Aufregen könnte ich mich wenn man hier schreibt dass es egal ist ob es der wahrheit entspricht oder nicht Leute geht es noch Wir können doch von einem Menschen nicht so reden wenn wir noch nicht einmal wissen ob dies überhaut stimmt Dora was würdest du machen wenn jemand über dich Gerüchte erzählt wird die überhaupt nicht stimmen Was für eine Gesellschaft sind wir überhaupt wenn wir einfach einen Menschen verurteilen wo wir überhaupt nicht wissen ob das überhaupt stimmt
Ich denke, jeder würde in einer leitenden Position alles rausholen. Wer schreibt eigentlich solch eine Mist hier, irgentwo müssen doch die Infos her kommen. Man sollte sich rechtliche Schritte überlegen, denn sowas geht ja schon in Mobbing über
Petersdorf
23.03.2012, 20:11 Uhr
Schröter- Appenrodt´s Eingeständnis
Was soll die Diskussion? Herr R-S-A hat bereits zugegeben, sich Vorteile durch sein Amt verschafft und damit einen Straftatbestand erfüllt zu haben, was gegenwärtig durch die Staatsanwaltschaft geprüft und verfolgt wird.

Mit einer üppigen Aufwandsentschädigung von über 1500 Euro netto für ein "Ehrenamt", der jedenfalls im Fall von R-S-A wenig Leistung gegenüber steht, sind nach Kommunalordnung alle anfallenden Kosten abgegolten. Leider folgt dem Eingeständnis nicht die zwingende Konzequenz des Rücktritts als ehrenamtlicher Bürgermeister.

Zum Glück stehen in der Landgemeinde Harztor auch rechtschaffende Kandidaten zur Bürgermeisterwahl denen es nicht darum geht, sich die eigenen Taschen voll zu machen.
Dora75
24.03.2012, 12:08 Uhr
Meyer denkt
Scheinbar haben sie meine Meinung nicht verstanden. Es ist egal was dabei rauskommt was geschrieben ist und gelesen ist galauben die Menschen. Das ist das Traurige an unserer Gesellschaft.

Schauen sie nach Berlin das ist auch so eine Sache aber da ist es egal was er gemacht hat der lacht uns doch alle aus. Und das hat mir Recht nichts mehr zu tun.

Meine Mutter wird Heute 78 Jahre und hat das ganze Leben gearbeitet für eine Rente von 457,00 Euro. Die können uns keine Märchen verkaufen. Schönes Wochenende
Steuerzahler
24.03.2012, 19:04 Uhr
Gier....
@dora...

....doch sie verkaufen uns Märchen, permanent. Sie füllen sich ungeniert die Taschen mit Diäten und Pensionen. In den meisten Fällen ohne entsprechende Gegenleistung. Sie gönnen sich ein Leben in Saus und Braus auf Kosten der Allgemeinheit und (wollen) erzählen uns was von Gürtel enger schnallen und leeren Kassen. Sie verkörpern die häßliche Fratze der Gier....

Schönes WE
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