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Mi, 19:29 Uhr
22.10.2003

Musikalischer Auftakt

Nordhausen (nnz). Die Eröffnung der heutigen Stadtratssitzung hatte eine musikalische Begleitnote. Ein Thema aus Sergio Leones Western-Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ machte die Runde im provisorischen Sitzungssaal des Stadtrates. Was damit politisch gemeint war, das hat die nnz aufgeschnappt.


Es war ihm sichtlich peinlich, dem Volker Fütterer (SPD), als sich sein Handy meldete. Doch für Erheiterung sorgte die musikalische Einlage trotzdem. Dann allerdings ging’s zur Sache. Da wurde ein Beteiligungsbericht den Stadträten vorgestellt, der außer dem Zusammenstellen von Bilanzzahlen der sieben Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist, keinerlei Einschätzung oder Empfehlung enthielt. Da wurde ein Haushaltssicherungskonzept in einer veränderten Form beschlossen, in dem ein Fehlbetrag im vergangenen Jahr von 5,8 Millionen Euro ausgewiesen ist.

Dann war ein Tagesordnungspunkt an der Reihe, der eigentlich recht schnell über die Bühne gehen sollte. Denn mehrere Jahre hatte es gedauert, ehe sich die Stadt mit dem Landkreis über einen Nutzungsvertrag für die Wiedigsburghalle einigen konnte. Immer wieder wurde an diesem Vertrag gefeilt, auf der jüngsten Kreisstagssitzung wurde schließlich eine Variante beschlossen, die so mit der Stadt angestimmt worden sei, meinte damals der Beigeordnete im Landratsamt, Matthias Jendricke (SPD). Denkste, sagte sich die Stadtverwaltung und arbeitete erneut mehrere Änderungen in das Vertragswerk hinein. Die wurden denn auch so beschlossen, doch nun muß sich der Kreistag noch einmal damit beschäftigen. Vermutlich muß der einst gefasste Beschluß wieder aufgehoben und neu beschlossen werden. Eine Vorgehensweise, die Stefan Nüßle (CDU) berechtigt kritisierte.

Und schließlich war noch die Kulturkonzeption an der Reihe. Auf 62 Seiten Papier wurde da die kulturelle und besser gesagt, die kulturvolle Zukunft der Rolandstadt beschrieben. Doch damit wollten sich die Stadträte heute nicht beschäftigen. Es war 1. Lesung angesagt und einen Vortrag wollte man nicht mehr hören. Schließlich gab es schon Kultur im Stadtrat. Zum Anfang – aus dem Handy.
Autor: nnz

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