Di, 13:20 Uhr
13.03.2012
Basis für ein gesundes Leben
86% aller Deutschen glauben, sich gesund zu ernähren. Was das heißt, wissen aber die wenigsten. Doch nur wer sich ausgewogen ernährt, wird auf Dauer gesund und körperlich wie geistig fit bleiben. Sogar bestehende Krankheiten lassen sich positiv beeinflussen. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps zum richtigen Essverhalten...
Die Deutschen essen zu viel, das Falsche und häufig zu einseitig. Ausgewogene Ernährung ist dagegen vielseitig und abwechslungsreich, achtet auf geeignete Kombination und angemessene Mengen an nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln. Zwar variiert der Nährstoff- und Energiebedarf je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation. Auch die Geschmäcker sind verschieden. Einige Grundregeln sollte dennoch jeder beachten. "Am besten orientiert man sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Sie fassen den aktuellen Stand der Ernährungswissenschaft zusammen", sagt Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis).
"Wie wertvoll ein Lebensmittel ernährungsphysiologisch ist, richtet sich nach den Inhaltsstoffen, nicht nach dem Kaloriengehalt", so Liebetrau weiter. "Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe: Der Mensch braucht sie alle - auf die Menge kommt es an."
Die DGE hat deshalb eine sechsstufige "Ernährungspyramide" entwickelt: Das wichtigste Lebensmittel ist Flüssigkeit: rund 1,5 Liter sollte man pro Tag trinken, am besten Wasser. Alkohol ist dagegen ein Genussmittel, das man nur selten in kleinen Mengen konsumieren sollte. Kohlehydratreiche Getreideprodukte und Kartoffeln liefern Energie - am besten mehrmals täglich. Mit Vollkornprodukten deckt man zugleich den Bedarf an Ballaststoffen ab (mindestens 30g pro Tag). Obst und Gemüse enthalten Vitamine und Mineralstoffe. Fünf Portionen am Tag empfiehlt die DGE: möglichst frisch, nur kurz gegart oder auch als Saft.
Täglich trinken bzw. essen sollte man auch (fettarme) Milch oder Milchprodukte, sie liefern Eiweiß und wertvolle Mineralstoffe. Während Fisch ein- bis zweimal wöchentlich verzehrt werden darf, liegt die Obergrenze für Fleisch und Wurstwaren bei 300 bis 600g - pro Woche. Auch Eier sind besser nur in Maßen zu genießen.
Fett und fettreiche Lebensmittel liefern zwar wertvolle Fettsäuren, können aber dick machen: daher sparsam verwenden. Pflanzliche Fette und Öle (Raps, Soja) sind generell vorzuziehen. Nur gelegentlich erlaubt sind Zucker, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Auch mit Salz sollte man sparsam umgehen: zum Würzen eignen sich auch Kräuter.
"Gesunde Ernährung fängt schon beim Einkauf an: je frischer und je weniger industriell verarbeitet, desto wertvoller ist ein Produkt", ergänzt die Apothekerin. "Auch die Zubereitung sollte möglichst schonend sein: kurzes Garen bei niedrigen Temperaturen in wenig Wasser oder Fett erhält Inhaltsstoffe und Geschmack." Zudem ist Essen immer auch Genuss: wer sich Zeit dafür nimmt und auf Ablenkungen verzichtet, hat mehr davon. Nicht zuletzt will der Körper auch gefordert werden: mit 30 bis 60 Minuten Sport oder Bewegung pro Tag tut man sich viel Gutes - und verbrennt Kalorien.
Autor: nnzDie Deutschen essen zu viel, das Falsche und häufig zu einseitig. Ausgewogene Ernährung ist dagegen vielseitig und abwechslungsreich, achtet auf geeignete Kombination und angemessene Mengen an nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln. Zwar variiert der Nährstoff- und Energiebedarf je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation. Auch die Geschmäcker sind verschieden. Einige Grundregeln sollte dennoch jeder beachten. "Am besten orientiert man sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Sie fassen den aktuellen Stand der Ernährungswissenschaft zusammen", sagt Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis).
"Wie wertvoll ein Lebensmittel ernährungsphysiologisch ist, richtet sich nach den Inhaltsstoffen, nicht nach dem Kaloriengehalt", so Liebetrau weiter. "Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe: Der Mensch braucht sie alle - auf die Menge kommt es an."
Die DGE hat deshalb eine sechsstufige "Ernährungspyramide" entwickelt: Das wichtigste Lebensmittel ist Flüssigkeit: rund 1,5 Liter sollte man pro Tag trinken, am besten Wasser. Alkohol ist dagegen ein Genussmittel, das man nur selten in kleinen Mengen konsumieren sollte. Kohlehydratreiche Getreideprodukte und Kartoffeln liefern Energie - am besten mehrmals täglich. Mit Vollkornprodukten deckt man zugleich den Bedarf an Ballaststoffen ab (mindestens 30g pro Tag). Obst und Gemüse enthalten Vitamine und Mineralstoffe. Fünf Portionen am Tag empfiehlt die DGE: möglichst frisch, nur kurz gegart oder auch als Saft.
Täglich trinken bzw. essen sollte man auch (fettarme) Milch oder Milchprodukte, sie liefern Eiweiß und wertvolle Mineralstoffe. Während Fisch ein- bis zweimal wöchentlich verzehrt werden darf, liegt die Obergrenze für Fleisch und Wurstwaren bei 300 bis 600g - pro Woche. Auch Eier sind besser nur in Maßen zu genießen.
Fett und fettreiche Lebensmittel liefern zwar wertvolle Fettsäuren, können aber dick machen: daher sparsam verwenden. Pflanzliche Fette und Öle (Raps, Soja) sind generell vorzuziehen. Nur gelegentlich erlaubt sind Zucker, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Auch mit Salz sollte man sparsam umgehen: zum Würzen eignen sich auch Kräuter.
"Gesunde Ernährung fängt schon beim Einkauf an: je frischer und je weniger industriell verarbeitet, desto wertvoller ist ein Produkt", ergänzt die Apothekerin. "Auch die Zubereitung sollte möglichst schonend sein: kurzes Garen bei niedrigen Temperaturen in wenig Wasser oder Fett erhält Inhaltsstoffe und Geschmack." Zudem ist Essen immer auch Genuss: wer sich Zeit dafür nimmt und auf Ablenkungen verzichtet, hat mehr davon. Nicht zuletzt will der Körper auch gefordert werden: mit 30 bis 60 Minuten Sport oder Bewegung pro Tag tut man sich viel Gutes - und verbrennt Kalorien.


