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Mo, 17:14 Uhr
05.03.2012

Unnötiges Ringen um Gags und Pointen

Martin Höfer, seines Zeichens liberaler Kandidat für die Oberbürgermeisterposten in Nordhausen, setzt sich in seiner bekannten Art mit der neuen Straßenbahnlinie von Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) auseinander...


Da stellt ein Mitarbeiter der Verwaltung, der schon ein Stück von den höheren Weihen besitzt, sich vor, wie man das Straßenbahnnetz erweitern könnte. Solche Vorschläge sorgen für Popularität, vor allem wenn man weiß, dass in unserer Stadt jeder zweite Bürger über fünfzig ist.

Welche Streckenerweiterung könnte in die engere Wahl kommen? Ach ja - die für Fußballfans. Bei denen kann man bestimmt mit ein paar Meter Schienen Stimmen ködern. Denn die 150m Fußweg von der Combinohaltestelle „Schurzfeld“ sind für Fußballfans sicherlich ein kaum zu überwindende Hürde.

Die persönlichen Fans von dem Herren der Verwaltung, mit den schon erreichten höheren Weihen, finden dass auch noch toll das Ihr Kandidat solche Visionen hat. Endlich mal jemand der Ideen entwickelt!

Nur die Bezahlbarkeit bei einem Haushaltsdefizit von rund 6 000 000 Euro im Jahr 2012 erklärt, dass es sich nicht um Visionen handelt, sondern schon mehr zu den variantenreichen Geschichten aus der Spinnstube.

In abgewandelter Form fällt mir der Satz von Brecht ein: „Es ist schwer in einer Stadt zu leben, wo es keinen Humor gibt, aber viel schwerer ist es in einer Stadt zu leben wo man Humor unbedingt braucht.“

Beenden wir das Thema Kabarett! Ernsthaft und wirklich interessant wäre die Erweiterung in Richtung Bielen mit Anbindungen der Fachhochschule und einer Haltestelle am Friedhof und dann weiter in Richtung des hoffentlich neu entstehenden Industriegebietes. Eine Erweiterung des Straßenbahnnetzes parallel zum fahrenden Combino ist doppelt gemoppelter …!

In diesem Sinn immer schön fröhlich bleiben,
Martin Höfer
Autor: nnz

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Kommentare
Gudrun1974
05.03.2012, 19:03 Uhr
Schurzfell, Herr Höfer!!
Hallo, Herr Höfer, die Haltestelle heißt "Schurzfell", nicht "Schurzfeld".

Wann sind Sie nach Nordhausen zugezogen?
alexa
05.03.2012, 19:20 Uhr
Danke Herr Höfer!
Auch wenn bisher von Ihnen programmatisch als OB-Kandidat noch nicht gerade viel zu hören war,... man muss Ihnen lassen, Sie haben des "Pudels Kern" enthüllt!
NDHler
05.03.2012, 20:54 Uhr
Köstlich!
@Lachen: Klasse Beitrag!!!!
@Nachdenker: 3€ in Phrasenschwein!
arixtra
05.03.2012, 21:26 Uhr
wäre es nicht einfacher und billiger...
... die Stadtbusblinien anzupassen, statt neue Gleise zu verlegen??
von hier
05.03.2012, 21:43 Uhr
lachen
Sie haben recht Schurzfell ist richtig! aber das ist eigentlich nicht soooo wichtig, denn jeder wusste was gemeint war! Übrigens der Höfer wohnt seit 59 Jahren, neun Monaten und fünf Tagen in Nordhausen.
matze99734
05.03.2012, 22:00 Uhr
Treffer
das war ein volltreffer, verehrter herr höfer. eigentlich müsste jendricke gewinnen, damit sie noch weiteres material für derartige satire erhalten. obwohl - das schafft er auch ohne das amt.

diese sozis können nur geld ausgeben, aber keines einsparen. einnahmen werden nur durch steuererhöhungen gemacht. man sollte diese politik nun endlich beenden. statt geld für ne unnötige tramlinie auszugeben, könnte man das geld auch zur gegenfinanzierung der kita-gebühren nehmen statt dies auf die eltern umzulegen.

ach ja: @lachen: scheinbar haben sie außer ner kritik ob nun fell oder feld nix entgegen zu setzen. sind wohl doch nicht alle jendricke-fans von dieser wahnwitzigen idee begeistert
Akademiker
06.03.2012, 13:56 Uhr
mal denken
Herr Höfer sollte als OB-Kandidat vielleicht mal ein paar eigene Ideen in den Wahlkampf einbringen. Aber der Versuch, sich mit Kritik an den guten Vorschlägen anderer Kandidaten zu profilieren erfordert natürlich weniger Denkleistung. Frei nach dem Motto "male einen Sack Kartoffeln (oder eine Karrikatur) und singe ein Lied dazu..." Es bleibt spannend.
von hier
06.03.2012, 16:19 Uhr
nur am Rande erwähnt,
Herr Akademiker, Sie sollten den Artikel bis zum Schluss lesen, dort hat Herr Höfer seine Vorstellungen von einer Straßenbahnerweiterung geäußert, ganz nebenbei: wer lesen kann ist klar im Vorteil.
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