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Do, 18:37 Uhr
16.10.2003

Ein dankwürdiger Tag

BekrönungNordhausen (nnz). Sie ist nicht eingestürzt, die St. Blasii Kirche in Nordhausen. Viele Spender haben geholfen, daß die große Stadtkirche saniert werden kann. Mit der Feier zur Bekrönung wurde ihnen allen Danke gesagt. nnz war wie immer live bei diesem Ereignis.

Der Kirchenbau war zu allen Zeiten eine Herausforderung für die Handwerker. Heute wurde ein schwieriger Teil beendet, die Konstruktion des Dachstuhls. Für den Winter ist St. Blasii nun wieder geschützt vor Feuchtigkeit und Wind. Das sei ein Meilenstein der Sanierung, meinte Projektleiter Kiel von der arco Bauplanung.

Ein Jahr und drei Monate brauchten die Arbeiter bis jetzt zur Durchführung von Sicherungs und Sanierungsarbeiten. 1,25 Millionen Euro wurden investiert, 2,8 Millionen sollen es insgesamt werden. Das Geld zu beschaffen stellte sich als sehr schwierig dar. Fünfzig Prozent trägt die Städtebauförderung, aber der Rest muß auch durch Spenden organisiert werden. Den Geldgebern, den Firmen und Arbeitern, sowie der guten Baubetreuung sprach Pfarrer Peter Lipskiseinen Dank aus. Doch danken Christen in erster Linie Gott für die Unterstützung in schlechten Zeiten.

Schlecht steht es auch um Nachwuchs in der Gemeinde, erklärte Pfarrer Lipski anhand eines Zahlenbeispiels. Zur Zeit gehören 3300 Menschen zur Kirche, früher hätte allein die im Krieg zerstörte Marktkirche so viele Mitglieder gehabt. Rund 100 Taufen wären jährlich durchgeführt worden, jetzt seien es höchstens 15-20. Vielleicht werden es nach der für Ende 2004 geplanten feierlichen Eröffnung wieder mehr.

Natürlich nur, wenn nichts dazwischen kommt, denn bei St. Blasii kann man nie sicher sein, daß nicht irgendwelche Tücken im Detail stecken. Probleme mit dem gipshaltigen Mauerwerk oder der Befall mit Schimmelpilzen, alles warf die Arbeiten zurück.

Wie es innen weitergeht, das weiß auch der Gemeindekirchenrat noch nicht. Nicht nur, weil sie auf dem Gebiet des Baues Laien sind, sondern auch, weil für eine Verschönerung im Inneren kaum Geld da ist. Vielleicht können Gemeindemitglieder Arbeiten in Eigenleistung verrichten. Oder es finden sich wieder einmal Spender, denen der Erhalt des Bauwerkes wichtig ist. Der Gemeinde ist das zumindest ein großes Anliegen, denn die Rettung der Kirche für die nachfolgenden Generationen dient dem Erhalt des christlichen Glaubens.

Auch für nicht kirchlich Gebundene bietet so ein historisches Gebäude die Chance Nordhäuser Stadtgeschichte zu erleben. Das könnte den Bürgern doch ein paar Cent wert sein?
Autor: wf

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