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So, 17:57 Uhr
26.02.2012

Auch das ist Nordhausen

Innen hui und außen pfui - so beschreibt nnz-Leser Günther R. die Fotos, die er während eines heutigen Spaziergangs am Rande der Rolandstadt gemacht hat...


Vom Hüpedenweg aus führte uns ein asphaltierte Weg in Richtung Halle-Kassler-Straße. Was wir da entdeckten, das ist eine riesige Umweltsauerei zum Einen, zum Anderen zeugt es auch vom Umgang mit industriellen Ruinen, die seit Jahrzehnten zum Bild dieser Stadt gehören - aber eben nicht der Innenstadt.
Günther R., Nordhausen
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Innen hui, außen pfui (Foto: privat)
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
26.02.2012, 21:11 Uhr
Wilder Müll: Ignoranz bei Bürgern, Stadt und Kreis
In meiner Reihe "Schwarzbergs Wegwerfgesellschaft" habe ich die wilden Müllkippen schon mehrfach thematisiert. Erschreckend ist das mangelnde Umweltbewusstsein mancher Bürger, die in ihren Wohnstuben garantiert jedes Bonbonpapier ordnungsgemäß entsorgen, sich aber das Recht heraus nehmen, ihnen besonders lästigen Müll in der Landschaft abzustellen.

Hier müssten die Ermittlungsbehörden mit denselben ausgefeilten kriminaltechnischen Maßnahmen einschreiten, wie dies bei Gewaltverbrechen meist geschieht. So lange sich aber die Tääter sicher fühlen können, werden wir mit dem Phänomen leben müssen. Ich fordere auch das Ordnungsamt auf, weniger lukrative Knöllchen zu verteilen, sondern sich verstärkt um diese Dinge zu kümmern.Wenn ich ein Stück Papier auf der Straße fallen lasse, werde ich schnell die Gewalt dieses Amtes recht schnell spüren. Außerhalb der Kernstadt hingegen herrscht auf diesem Gebiet Wildwest und Straflosigkeit.

Die Gleichgültigkeit mancher Bürger, aber offenbar auch der Behörden finde ich erschreckend. Sonntagsreden zum Thema Umwelt gibt es genug: Die alltäglich gelebte Praxis sieht leider ganz anders aus.
meiner meinung nach
27.02.2012, 09:23 Uhr
Müllmanagement
Ich habe mich privat in letzter Zeit etwas mehr mit Müllentsorgung beschäftgen müssen. Hierzu ein paar "Impressionen":

"In der Abfallservicestation werden selbst angelieferte kleinere Mengen Bauschutt, Gewerbeabfälle und diverse besonders überwachungsbedürftige Sonderabfälle angenommen. Für ein geringes Entgelt entsorgen wir Ihre Abfälle umweltgerecht."
...so kann man es auf der Internetseite der Stadtwerke Nordhausen lesen.

Die Realität sieht leider ganz anders aus. Wegen kleinster gartenüblicher Mengen an Sonderabfall wurde ich in der Robert-Blum-Straße insofern "beraten", als dass ich diese nicht hier abgeben sondern nach Nenzelsrode auf die Deponie fahren müßte. Dort bin ich dann mit meinem Privatwagen 4x (!) auf die Waage gefahren um die einzelnen Posten zu erfassen und für die Entsorgung einzeln zu bezahlen.

Ich kenne keine Stadt, die ein so kompliziertes und verbürokratisiertes Abfallmanagement hat wie Nordhausen. In Städten wie Jena hat man offenbar längst erkannt, daß eine großzügigere wohnortnahe Entsorgung (Spermüllabholung straßenzugweise, kostenlose Annahme von Kleinmengen Sperr- und Sondermüll etc) Umweltsünden vermeidet und wahrscheinlich auch kostengünstiger ist...
Pressesprecher Stadt Nordhausen
27.02.2012, 13:24 Uhr
Kommen die Fördermittel, wird saniert
Für Teile - unter anderem die frühere Rösterei - des zu Recht aufgrund seines Zustands kritisierten Areals hat die Stadt Nordhausen Fördermittel beantragt, um dieses zu beräumen, zu sanieren und letztlich zu einem Gewerbegebiet zu entwickeln als Ergänzung zum benachbarten IFA-Industriepark. Erst, wenn die Fördermittel bereit stehen, kann mit der Sanierung begonnen werden.

Die Hinweise zum Abfallwirtschaftszentrum werden wir nutzen, um zu prüfen, ob es in Zusammenarbeit mit den Südharzwerken und der für die Abfallbeseitigung zuständigen Behörde im Landratsamt Änderungen geben kann.
Harzer_Wolf
27.02.2012, 13:45 Uhr
Sehr geehrter Herr Pressesprecher
Es passt zwar nicht so zu den Pics, aber in diesem Zusammenhang sei mir die Frage nach einem anderen Schandfleck der Stadt gestattet. Und zwar nach der Frauenbergschule.

Auch die gammelt vor sich hin, nur ab und zu von Jugendlichen belebt, die dort einen Abenteuerspielplatz gefunden haben. Wie sieht es damit aus? Erfolgt ein Abriss und was ist für das Gelände geplant?
Pressesprecher Stadt Nordhausen
27.02.2012, 18:01 Uhr
@harzer wolf: Vermarktung läuft
Das Gebäude wird zum Kauf angeboten, aktuell gibt es keinen Interessenten.

Diesen gab es im vorigen Jahr, der eine Einrichtung der Altenpflege einrichten wollte, aber letztlich Abstand genommen hat.
RWE
28.02.2012, 17:55 Uhr
@Icke
In manchen Städten gibt es keine gelben Säcke, man muß zum Wertstoffhof fahren.
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