Neuanfang mit Klante
Der Platz im Sitzungszimmer des Ortschaftsrates Niedersachswerfen reichte kaum aus: am heutigen Abend trafen sich interessierte und engagierte Bürger aus beiden Ortsteilen der Landgemeinde Harztor zur Gründung einer Wählerliste. Denn am 22. April wird hier der Gemeinderat gewählt. Und auch einen neuen Bürgermeister soll es dann geben, während die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft gegen einen amtierenden Bürgermeister im Südharz ermittelt...
Neuanfang im Harztor (Foto: privat)
Seit dem 1. Januar 2012 existiert eine neue kommunale Gemeinschaft im Norden des Freistaates: die Landgemeinde "Harztor". Sie wurde gebildet aus den früheren Gemeinden Niedersachswerfen und Ilfeld sowie deren Ortsteilen. Mehr als 6.000 Menschen leben nun in diesem neuen Südharz-Ort und müssen zueinander finden.
Dabei war schon der Prozess der Neubildung gekennzeichnet durch parteipolitische Ränkespiele, wo über die Köpfe der gewählten Volksvertreter von Ilfeld und Niedersachswerfen hinweg - und damit auch an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei - Politik gemacht wurde. Parteipolitik stand über Bürgerinteressen. Nun - auch das ist bekannt - ermittelt die Staatsanwaltschaft in Mühlhausen wegen eines Leasingvertrages für ein Auto gegen den Ilfelder Bürgermeister René Schröter-Appenroth. Der galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten des künftigen hauptamtlichen Bürgermeisters. Und so gilt eine Kandidatur des Ilfelders für die Wahl am 22. April nicht mehr als sicher.
Das zu ändern ist das Ziel der heute aufgestellten "Unabhängigen Wählerliste (UWL)". Auch wenn am eigentlichen Wahlprogramm in den nächsten Tagen und Wochen noch gefeilt wird, so steht die Richtung doch fest: der Slogan "Zukunft Harztor" darf durchaus als Kampfansage an etablierte Politiker verstanden werden.
Neben den 19 Kandidaten auf der Wählerliste der UWL wurde aus deren Reihen auch ein Kandidat für den Posten des zukünftigen Bürgermeisters der Landgemeinde Harztor gekürt. Der 36jährige Stephan Klante als parteiloser Familienvater steht dabei für einen echten Neuanfang.
Die Unabhängige Wählerliste (UWL) "Zukunft Harztor" will überparteilich, bürgernah und transparent die Geschicke der Landgemeinde in den nächsten Jahren gestalten. Doch bis zur Wahl am 22. April 2012 bleibt noch viel zu tun. In den nächsten Tagen werden sich die Kandidaten für den Gemeinderat sowie Stephan Klante den Bürgern mit Zielen und Programm vorstellen.
Autor: nnz
Kommentare
Dora75
25.02.2012, 10:42 Uhr
Herr Klante wird es Richten
Ja auf Herrn Klante haben wir alle gewartet.
Auch er wird nichts ausrichten können mit der klammen Gemeindekasse, mit Sicherheit nicht.
Dora75
25.02.2012, 10:48 Uhr
Bürgermeister von Ilfeld
Ja Lieber Rene das dürfte sich ja für dich erledigt haben. Das zum Thema Unschuldvermutung. Jetzt Bekommst du deinen Lohn für die du gearbeitet hast. Egal was du von dir gibst. Was in der Presse steht glauben die Menschen da kannste machen was du wilst. Und dann kommen Klante und Co.und
wollen es Richten.
Luftikus
25.02.2012, 19:01 Uhr
Herr Klante neuer Bürgermeister
Ich kann mir Herrn Klante gut als Bürgermeister vorstellen. Vielleicht tut es der neuen Gemeinde ganz gut, einen unparteiischen Bürgermeister zu wählen.
Viel Glück.
lani
25.02.2012, 20:43 Uhr
Mut gehört dazu !!
Warum eigentlich nicht.... es muss viel getan werden!! Vielleicht weht da ja endlich mal frischer Wind durch die Gemeinde !! Wichtig ist, dass etwas für Familien getan werden muss ohne dabei unsere Rentner zu benachteiligen.
Manchmal sind ganz einfache Dinge hilfreich, ein gutes Miteinander zu gewährleisten... Es kann sich aufstellen, wer will.... nur sollten die Bürger auch die Möglichkeit der Wahl nutzen !!!!...und nicht immer nur neue Dinge schlechtreden.
Dora75
26.02.2012, 01:34 Uhr
Mut und schlechtreden
Das hat nichts mit Mut und nichts mit schlechtreden zu tun.Wen er es schaffen solte wünsch ich ihn den Mut. Neuen Wind haben andere auch versprochen und ohne Kohle
wird auch er keinen neuen Wind blasen können.
Das sind halt tatsachen das auch unsere Gemeinde keine Kohle hat. Solte er es schaffen wünschen wir ihn viel Glück.
yven
26.02.2012, 08:45 Uhr
Richtig Dora,ohne Moos nichts los....
...kann man ja daran erkennen,wie lange schon an der Kita rumgebaut wird.Oder warum müssen die Ilfelder Kinder schon so lange auf einer Baustelle leben. Und wie es aussieht ist da noch kein Ende in Sicht. Hoffentlich hat ein neuer Bürgermeister nicht ganz andere Prioritäten in punkto Geld...
Dora75
26.02.2012, 11:43 Uhr
Geld
Traurig ist es das NSW mit Ilfeld Heiraten muste um an das Geld für den Straßenbau zu kommen.
Traurig ist es das Familien aus NSW Spendeten
um das Kon,Packet 2 abrufen zu können.
Traurig ist es das in den vielen Gemeinderatssitzungen keine Bürger vom neuen Wind anwesend waren. Euer vorhaben ist Sicherlich gut.
bseplus
26.02.2012, 12:38 Uhr
Traurig ... oder gut?
Gut ist, dass sich mit Ilfeld und Niedersachswerfen zwei Gemeinden zur größten Kommune nach Nordhausen im Kreis zusammengefunden haben. Im Hinblick auf eine zukünftige Gebietsreform ist das nicht unwichtig.
Gut ist, dass sich Bürger, Vereine und Unternehmer ins Zeug legen und Dinge realisieren, die sonst nur schwerlich oder gar nicht umzusetzen wären. In Niedersachswerfen wie in Ilfeld.
Gut ist, dass jetzt die Bürger diese Art des Handelns in gemeinsame Arbeit für die ganze Gemeinde Harztor tragen wollen. Die positiven Beispiele der letzten Jahre sind Grund zur Hoffnung, dass "Zukunft Harztor" eine Chance hat.
Gut wäre, wenn jetzt viele oder gar alle Bürger dahinter stehen würden.
Motte83
26.02.2012, 15:49 Uhr
Überflüssig
Frischer Wind ist sicher immer gut und Parteilosigkeit kann auch nicht schaden. Aber: wofür benötigt die Landgemeinde denn einen hauptamtlichen Bürgermeister? Die Verwaltung ist doch vollständig da, also gehtauch immer jemand ans Telefon, verwaltet usw. Der BM verdient zwischen 70.000-80.000 Euro pro Jahr. Ein Ehrenamtlicher kostet einen Bruchteil dessen. Dazu kommen Pensionsansprüche, die eure Kinder später abzuzahlen haben. Denkt mal nach, was der BM 40 Stunden pro Woche tun soll! Von der Ersparnis ohne hauptamtlichen BM könnte die Kita fertiggestellt, der Jugendklub gefördert und Spielplätze gebaut werden. Und vieles mehr!!!
Glaubt ihr, ein hauptamtlicher schreibt Fordermittelanträge selbst? Nein, er sagt es seiner Verwaltung. Dass kann er auch ehrenamtlich. Wer wirklich hinter der Landgemeinde steht, wurde genau hier sparen und im Fall Klante: sich selbst abschaffen.
Ich lebe nicht in der Landgemeinde, mit kann es egal sein. Aber diesen Irrsinn solltet ihr klären!
lani
26.02.2012, 16:02 Uhr
Da hilft alles reden nix,wenn es dann an Taten mangelt !!
Die Gemüter sind erhitzt, wie man ja anhand der Kommentare sehen kann. Wir können auch nur gemeinsam etwas ändern für die Kids und für uns alle !!! Das fängt schon damit an, dass jeder vor seiner eigenen Tür anfangen muss zu kehren !!!!
fcbayern
27.02.2012, 07:32 Uhr
hauptamtlicher BM
Hallo
Ein paar Infos zum hauptamtlichen BM (nachzulesen im Amtsblatt). Der hauptamtliche BM bekommt keine 70.000-80.000 EUR auf die Kralle, da sind die Pensionsansprüche breits mit eingerechnet. Weiterhin übernimmt der BM die Leitung der Verwaltung. Rechnung: Ein VG Chef+ehrenamtlicher BM = teurer, als 1 hauptamtlicher BM! Ich hoffe ein wenig Licht in den "Irrsinn" gebracht zu haben.
Ansonsten zum eigentlichen Thema kann ich nur sagen, Hut ab vor denen die nicht Vogel Strauß spielen und den Kopf in den Sand stecken, wenngleich die Möglich-keiten arg begrenzt sind.
südharzer
27.02.2012, 12:15 Uhr
verrechnet!
Hallo fcbayern, wenn dann richtig. Der Irrsinn liegt darin, dass der hauptamtliche BM gar keine Verwaltung hat!!!Diese stellt weiterhin die VG.
Dora75
27.02.2012, 15:41 Uhr
Irsinn
Irsinn ist das so ein HB soviel Geld Bekommt. Und da ist ja auch noch der Herr Meier von der VG Ilfeld der das gleiche Bekommt.Das ist in diesen Zeiten nicht Normal. Und das hat mit Sozialer Gerechtigkeit nichts mehr zu tun. Also ist doch Geld da ,nur für die Reichen Personen.
Ja für diesen Lohn würde es jeder machen.
Erst wird der Hauptamtliche Bürgermeister abgeschaft,und nun wird er wieder eingeführt. Einfach nur Lächerlich.
Das werden sie den Bürgern einfach nicht Verkaufen können soviel ungerechtigkeit.
Es wird Zeit das sich hier was ändert.
Aber die Bürger werden sich das nicht mehr lange gefallen lassen.Mit Sicherheit nicht.
Marie 2010
27.02.2012, 20:12 Uhr
Baustelle in Ilfelder Kita
Aufmerksam geworden über einen Kommentar eines Schreibers, hab ich mich erkundigt, was denn da los ist. Kinder, die in einer Baustelle leben müssen. Hätte man das nicht anders regeln können? Mit Ausquartierung, da gab es schon ganz viel bessere Beispiele. Daß überhaupt an eine Neugestaltung und an einen Umbau gedacht wurde, war wohl höchste Not, wurde gesagt. Aber wenn ich Elternteil wäre, würde ich nicht so einen Zustand für mein Kind wirklich wollen!
Lg Marie
Marco-Ilfeld
02.03.2012, 08:23 Uhr
MIT UWL WIRD SICH NICHTS ÄNDERN
Es ist immer wieder Interesant, wie sich etabliete Politiker (z. B. Wilke, Zyrus, Daniel und Co.) der Landgemeinde Harztor sich auf die Wählerliste der (UWL) stellen, und den Wählerinnen und Wählern bürgernahe Politik vorgaugeln. Genau diese Herschaften haben zugelassen das NSW einen großen Schuldenberg mit sich trägt.
Da wirft sich mir automatisch die Fragen auf: "Warum haben genau diese etablieten Politiker nicht schon früher bürgernahe Politik betrieben?
Dora75
02.03.2012, 10:08 Uhr
Marco-Ilfeld
Ja Lieber Marco ich war fast zu jeder Gemeinderatssitzung als Bürger und konnte dich da nicht sehen. Das was du geschrieben hast dachte ich vorher auch.Aber Hut ab vor Zyrus und Co.Wie ich schon schrieb wen keine Kohle da ist kann auch der Beste Gemeinderat nichts machen. Das sind halt Tatsachen. Sie werden ihre Gründe haben die neue Partei zu Gründen.Da war zum Beispiel 2010 keinen Haushalt wegen 450,000,00 neue Schulden. Es wurden die Steuern in NSW angehoben. Obwohl kein Beschlossener Haushalt in dem Jahr 2010 da war Stiegen die Verwaltungskosten wegen Tariverhöhungen. Ich kann mich erinnern das in einer Sitzung gefragt wurde was die Steuerhöhungen in unserer Gemeinde ausmachen. Die Antwort war na ja da sind die 40,000,00 Steuerhöhungen gleich wieder weg. Ich habe im Leben eins gelernt wen ich kein Geld habe kann ich nichts Kaufen.
Aber da ist es anders die nehmen sich es obwohl nichts da ist. Und da gibt es Protokolle die das Belegen können. Zum Beispiel die Nachtragshaushalte wegen Mehrausgaben im Straßenbau.Summen wie die Endwässerung. Und das nicht nur einmal.Und Summen da ist mir Schwindlich geworden.Keiner ist dafür zur Verantwortung gezogen wurden. Daswegen sage ich Heute das der Herr Klante doch eine gute Sache währe.
sankohl
02.03.2012, 12:46 Uhr
@Marie 2010
Wir haben als Eltern mit der Kita, viele Möglichkeiten ausgelotet, leider gab es keine andere Lösung. In der Kita wird alles gegeben, dass die Kinder so wenig wie möglich belastet werden.
fcbayern
02.03.2012, 17:32 Uhr
@Marco
Das mag sein, dass sich mit UWL nichts ändert. Fakt ist doch eins, in den vergangenen 22 Jahren haben ETABLIERTE Politiker in Ilfeld und Niedersachswerfen einen wahnsinns Schuldenberg angehäuft. In Ilfeld hat jeder Bürger 1236Euro und in NSW 1126Euro pro Kopf Miese (Quelle stat. Landesamt 2010) Die Karre steht also nicht nur knietief im Dreck, sondern es läuft schon oben rein. Lass doch die von der UWL ruhig mal versuchen etwas zu ändern, andere ETABLIERTE haben es ja dem Anschein nach bis jetzt noch nicht probiert.
Meine Meinung ist, solange nicht angefangen wird agressiv gegen den Schuldenberg vorzugehen, steuern wir auf die totale Lähmung des Haushalts der Gemeinde zu.
Marco-Ilfeld
02.03.2012, 17:48 Uhr
Marco-Ilfeld | Dora75
nie hat sich Zyrus und Co. (parteilose) für bürgerbelange eingesetzt. Jetzt, wo er zu den Freie Wählergruppe übergetreten ist, jetzt fällt ihm ein Bürgernahe Politik ins Wahlprogramm zu nehmen. KOMISCH - ODER.
Was hat der nur die ganze Zeit gemacht!
Marco-Ilfeld
02.03.2012, 20:38 Uhr
Richtig fcbayern ETABLIERTE Politiker
Unter den etalierten Politikern zählt auch Zyrus, Wilke und Co.
Ihr wohlt mir doch nicht ernst erzählen, dass diese Personen weiter Kommunalpolitik betreiben sollen. Wacht auf, die Personen haben bis heute nichts gegen den Schuldenberg in NSW unternommen; und die werden es auch nach der Wahl niemals tun bzw. versuchen.
Wer UWL wählt, wählt nicht die Zukunft unserer Landgemeinde, sondern den Stillstand unserer Landgemeinde.
Mag sein das Zyrus als Arzt super ist, aber als Kommunalpolitiker hat er total versagt.
Herr Wilke, Herr Wilke (FDP) ist ein Versprecher HOCH drei. Erst nicht mehr antreten wollen und dann doch - weiß der Mann überhaupt was er will? Das ist doch alles nicht mehr Glaubhaft. Auch sollte er sich einmal fragen welcher Partei er nun endlich mal angehören will - denn dies wechselt ja zu jeder Legislaturperiode. Komisch nicht war.
Glaubt was IHR glauben wollt, aber auf solche billigen Wahlversprechen der UWL falle ich sicherlich nicht rein.
Dora75 sitzen Sie auch in den geschlossenen Sitzungen wo es um Finanzen, Auftragsvergaben usw. geht? Sicherlich nicht denn die sind ja für uns alle nicht zugänglich. Oder jetzt doch?
Herr Klante wird es sehr sehr schwer haben die Wahl zu gewinnen, denn der größte Teil kennt ihn überhaupt nicht - und was der Bauer nicht kennt, dass isst er auch nicht.
So, reicht jetzt mit der UWL. Wünsche Euch noch viel Spaß im NNZ
bseplus
03.03.2012, 21:39 Uhr
Ich bin ein etablierter Politiker! :)
Als ich den entsprechenden Kommentar von Marco Funke aus Ilfeld gelesen habe, bin ich regelrecht errötet. Eine halbe Legislaturperiode als (damals noch) parteiloser Kandidat für die CDU-Fraktion im Gemeinderat (jetzt Ortschaftsrat) Niedersachswerfen reichen dafür scheinbar aus, als etablierter Politiker zu gelten. Ich bin erstaunt!
Und nun möchte ich für die Unabhängige Wählerliste (UWL) "Zukunft Harztor" kandidieren. Das ist nun keine etablierte Partei, die auf Kreis- oder gar Landespolitiker hören und deren Vorstellungen umsetzen muss, sondern gar keine Partei. Die UWL ist - wie der Name schon sagt - unabhängig. Dazu überparteilich, bürgernah und transparent. Und ich bin ein Bürger dieser Gemeinde, der gemeinsam mit anderen engagierten Bürgerinnen und Bürgern politische Arbeit für die Gemeinde zu leisten. Bürger-Arbeit nennen wir das.
Und ich bin froh, dass es so viele engagierte Menschen in Ilfeld und Niedersachswerfen gibt, die die Zukunft der Gemeinde aktiv gestalten wollen. Dass es im Wahlkampf auch Querschüsse gibt, damit müssen wir leben. Aber bei aller Polemik sollte man nie vergessen: jetzt ist Anpacken gefragt! Daran wollen wir gemessen werden.
Das Stammtischbiergespräch führen wir dann gern nach getaner Arbeit.
Dirk Daniel
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