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Fr, 16:21 Uhr
24.02.2012

Sinkende Renditen

Die Bundesregierung möchte die Einspeisevergütung für Solarstrom erneut massiv kürzen. Die Stiftung Warentest hat für das Onlineportal test.de errechnet, welche Rendite Anlagenbetreiber ab dem 9. März noch erwarten können. Ergebnis: Wenn die Anlagenpreise nicht deutlich sinken, erzielen Hauseigentümer nur noch magere Renditen...


Beispiel: Ein Anlagenbesitzer hatte Anfang 2012 Anschaffungskosten von etwa 2 200 Euro pro Kilowatt Leistung, fährt einen Stromertrag von 900 kWh pro kW Leistung im Jahr ein und verbraucht 20 Prozent des Stroms selbst - dann konnte er bei Berücksichtigung aller Kosten mit einer Rendite von 6,7 Prozent rechnen. Nimmt der Haubesitzer seine Anlage nach dem 9. März in Betrieb, halbiert sich seine Rendite im Musterfall auf 3,4 Prozent.

Sind die Voraussetzungen ungünstiger, zum Beispiel weil die Anlage in der Anschaffung teurer ist oder weniger Strom produziert, kann die Rendite noch deutlich dürftiger ausfallen. Wer solch eine Anlage großteils auf Kredit finanziert, riskiert sogar Verluste.

Die Stiftung Warentest empfiehlt Solarstrom-Interessenten, sich in Ruhe nach günstigen Photovoltaik-Anlagen umzusehen. Die Rechnung kann sich ändern, wenn die Anlagenpreise in den nächsten Monaten weiter fallen. Im Zweifel kann es sich daher lohnen, etwas abzuwarten. Auch sollten Betreiber in Zukunft so viel Solarstrom wie möglich selbst verbrauchen. Denn der eigene Strom ist in aller Regel bereits billiger als Steckdosenstrom.

Der vollständige Artikel mit Renditetabelle ist auf www.test.de/solarstrom veröffentlicht.
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
24.02.2012, 16:47 Uhr
die Stunde der Idealisten !
In diesem Forum wurden noch oft genug diejenigen verteufelt, die völlig unsozial ans Geldverdienen als Motor der Gesellschaft gedacht haben - meistens stehe ich ja mit dieser Meinung alleine.... Jetzt, wenn die Renditen für Solaranlagen sich langsam dem Nullpunkt nähern und somit der schnöde monetäre Anreiz wegfällt, können doch die ganzen selbstlosen Idealisten ohne Bauchschmerzen haben zu müssen, dass sie irgendjemanden übervorteilen sich eine Solaranlage auf's Dach packen *lach*. So sichern sie die Arbeitsplätze bei Q-Cells, Conergy, Solarworld und Co., tragen zum Umweltschutz bei und senken (da sie die niedrigere Einspeisevergütung akzeptieren) auch noch die Strompreise ! Los, ihr Gutmenschen ab zum Anlagenbauer ! *grins*
bseplus
24.02.2012, 17:27 Uhr
Jaja, die reichen Häuslebauer ...
Erst ein Haus bauen und dann auch noch auf (Strom)Kosten der anderen sich eine goldene Nase verdienen. So sind sie halt.

Gut, wenn dann die allseits wachsame Bundesregierung in die Bresche springt und wenigstens noch rettet, was zu retten ist. Oder was sie glaubt retten zu müssen ...

Damit das mit der Rettung von uns allen klappt, wäre Nachdenken angebracht. Wie bei diesem lesens- und hörenswerten Kommentar des Deutschlandfunks:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1685288/
Harzer_jung
25.02.2012, 00:55 Uhr
ruhig bleiben, Chancen nutzen
ja schon schlimm, die häuslebauer mit solarpanels auf dem dach. Die investieren heute in eine Technologie die sich für sie Selbst erst in gut 20 Jahren Rechnet. extreme abzocker sind das! Teufel aber auch!

Hab zwar ein dach über dem Kopf, aber es ist leider nicht das meinige, wenns meins wär, würd ich auch solar draufpacken, dazu Erdwärmepumpe und Vielleicht noch ein kleines BHKW.

Ich hoffe nicht das ich recht hab, aber ich befürchte die KW/h wird für Endkunden bald zwischen 30 und 35 cent liegen. und dann rechnet sich das ganze sogar ohne jegliche Förderung.

nebenbei:
Grundbesitzer könnten sich auch was vom Kuchen holen. Pumpspeicherwerke werden wir ganz sicher bald noch mehr brauchen. Und ja ich geh das Risiko ein ich find Pumpspeicherung gut! Kann wenns gut geplant ist sogar ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein. In einem ´Konzept mit Tourismus, Hochwasserschutz, dazu noch so interessante Stichworte wie spitzen und Regelenergie, frequenzhalten Phasenschieben, usw.
Das österreischiche Bundesland Vorarlberg lebt zb sehr gut davon.

Das könnten wir hier in Thüringen auch!
Gibt nur einen Haken, die dortigen Betreiber (illweke AG) die rechnen nicht in Quartalen sondern Jahrzehnten! die nehmen heute richtig Geld in die Hand und bauen, um in ca 30 jahren Geld zu verdienen, nur die machen das schon seit ca 1920. Warum können wir des net auch?

Viele Laufwasserkraftwerke, von mir aus auch gerne Kraftwerke mit nur wenig leistung, aber eben viele! dazu Wind und Solar, Dazu Pumpspeicherung. Biogaskraftwerke sind auch eine feine Idee. wir lassen soviel Biomasse ungenutzt vergammeln und nutzen die energie nicht, das tut weh. Ich red jetzt noch nicht mal von Biosprit. Aber selbstda: wieviel Hektar Land werden nicht genutzt dank sogenannter stillegungsprämien? Gase der deponie in Netzelsrode? auch das ist nutzbar. usw.

Aber solang die Disskussion sich darum dreht: hey der verdient damit Geld! solang isses sinnlos.

Wer was sinnvolles für die allgemeinheit macht/ machen soll brauch dabei auch einen Vorteil für sich. Altruismus ist sehr nah am Egoismus.

Wer sich kostenlos in FFw oder DRK einsetzt, der bestätigt sich höchstwahrscheinlich damit irgendwas sinnvolles zu tun. Wer sich solar aufs Dach packt, der rechnet wahrscheinlich so: wenn des ding abbezahlt ist, dann hat mein Enkel kostenlos strom. Wenn eine Staatsfirma wie die Illwerke in einem ganzem Land baut: rechnet sich das so: die Deutschen sind zu doof! lieber zahlen die uns geld überflüssigen strom abzunehmen, und zahlen dann gerna nochmal dafür den später benötigten strom noch teurer zu kaufen!

Und sowas wär für uns Thüringer auch möglich. wir sind in der mitte von Deutschland, Solar vom süden nach Norden muss bei uns durch, im gegenzug wenn im Süden grad schatten ist, der Norddeutsche wind.Das ist eine einmalige Chance!wenn ich überleg wie gut eben in Vorarlberg die Stauseen und Kraftwerke in die landschaft eingepasst sind, wie gut der nachnutzen ist, das sollte uns ein beispiel sein.

aber lieber prügeln wir auf Solarnutzer ein.
Ich wette wenn wir alle register ziehen, und auch windgas nutzen, meinetwegen auch Wasserstoff (also brennstoffzellen) dann brauchen wir in 15 Jahren keinen Tropfen erdöl mehr egal woher der kommt. die Paar Millionen liter motoröl lann man auch aus altem fritierfett recyceln^^

Es geht soviel. es gibt soviele Ideen, nutzen wir sie!

PS.: Rechtschreib und Grammatikfehler unterliegen natürlich wie immer meinem (c) und dienen der allgemeinen Belustigung!
bseplus
25.02.2012, 07:31 Uhr
Zustimmung!
Meinem Vorkommentator kann ich mich nur anschließen. Und besonders in Hinblick auf die Dezentralisierung der Stromerzeugung (Solar, BHKW, Wind) möchte ich auf einen Umstand hinweisen: unsere Behörden (von uns durch Steuergelder getragen) arbeiten meist am Tag. Was wäre dagegen einzuwenden, wenn der Strom für den Betrieb des Arbeitsplatzcomputers vom Dach kommt?

Habe mir dazu vor einiger Zeit schon einmal Gedanken gemacht:

http://bseplusingruen.blogspot.com/2011/11/neuer-glanz-fur-gewerbegebiete.html

Und der harzer_jung hat hoffentlich die Ironie in meinem obigen Kommentar verstanden. :)
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