eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Fr, 17:51 Uhr
17.02.2012

Bewegung wird begrüßt

Für Christian Darr (B90/Grüne) ist der Täuschungsvorwurf der CDU-Fraktion gegenüber Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) unverständlich. In der nnz erklärt der Kandidat das genauer...


„Die CDU-Fraktion gehört zu den größten Fraktionen im Stadtrat, sie verfügt über erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen.“ Durch die lange Beratungszeit und die teilweise mehrfachen Behandlungen in den verschiedenen Ausschüssen gab es nach Darrs Standpunkt „genug Gelegenheit die Satzung eingehend zu prüfen.“

Besonders Herr Klodt habe als Mitglied des Haupt- und des Finanzausschuss sowie des Stadtrates hier die Debatte von Beginn an begleitet. Auch Frau Pape sei in die Erarbeitung der Satzung neben ihrem Stadtratsmandat durch den Vorsitz im Finanzausschuss intensiv eingebunden gewesen. „Wer einem der betroffenen Trägervereine in leitender Position vorsteht hat meinem Standpunkt nach den notwendigen Sachverstand um eine Satzung zu verstehen und kritisch zu hinterfragen“ sagt Darr. „Wenn die CDU-Fraktion der Verwaltung und besonders dem angesprochenen Bürgermeister nicht über den Weg traut wäre auch das Hinzuziehen eines Juristen bzw. einer Juristin eine Möglichkeit gewesen um Wissenslücken zu schließen“.

Zudem ist sich Darr sehr wohl bewusst das die verschiedenen Träger die städtische Satzung nicht anwenden müssten. Das es hier zukünftig abweichende Regelungen geben könnte glaubt er aber nicht, da beide Seiten den Wunsch nach Einheitlichkeit mehrfach geäußert haben. „Sollte Herr Klodt hier zukünftig anders vorgehen wollen, so wäre dies überraschend.“ Dabei verweist er auf die Protokolle der Ausschusssitzungen.

So steht beispielsweise im 14. Protokoll der Sitzung des Hauptausschusses vom 11.11.2010: „Frau Dr. Klose führte dabei aus: Die Satzungen sollen zum Zweck der Einheitlichkeit und Gleichbehandlung auch den freien Trägern empfohlen werden.“ Weiterhin heißt es dort: „Herr Klodt begrüßt das Bestreben, im Stadtgebiet einheitliche Verfahrensweisen für die Kindereinrichtungen einzuführen. Inhaltlich sollten die Fraktionen genau prüfen und rechnen, ob und wie gravierend die Auswirkungen sind.“

Für eine Neubearbeitung der Satzung fehle es aber weiter an wichtigen Informationen. Die Verwaltung habe durch die Vorlage verschiedener Modellrechungen einen ersten Beitrag geleistet, dies sei aber nach Darrs Einschätzung dennoch nicht genug. „Die vorgelegten Zahlen beleuchten nicht den Kern der Sache. Der Vergleich mit anderen Thüringer Städten ist ein wichtiges Kriterium um die Höhe der Gebühren einordnen zu können.“

Von Herrn Klodt fordert Darr nun konstruktive Mitarbeit: „Wenn die freien Träger Pläne haben eigene Gebührensatzungen zu erarbeiten sollten sie dies umgehend mitteilen.“ Auch den Elternbeiräte bittet Darr um Unterstützung: „Nach § 10 Abs. 2 des Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetzes sind die Träger verpflichtet sie rechtzeitig und umfassend über deren Pläne zu informieren.“ Auch mit Hilfe des Haushaltsplans der verschiedenen Einrichtungen könne man dann eine für die Träger ökonomisch tragfähige und für die Eltern sozial verträgliche und gerechte Satzung gestaltet werden.

Abschließend wendet sich Darr noch einmal an den Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion: „Herr Klodt hat meine jüngste Aussage leider nicht korrekt lesen. Ich habe ihm und Frau Pape keine Befangenheit vorgeworfen. Ich habe lediglich eine kritische Reflektierung der eigenen Rolle angemahnt. Durch die Nähe zu den von den Entscheidungen betroffenen freien Trägern würde ich aus ethischen Gründen ihren Verzicht auf das Stimmrecht in diesem Fall begrüßen.“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Luftikus
17.02.2012, 21:40 Uhr
Völlige Orientierungslosigkeit von Herrn Darr in Kitasachen
Lieber Herr Darr.
Die größte Fraktion im Stadtrat ist die SPD mir 13 Sitzen. Die CDU hat 9 und die Linken 8. Warum fangen Sie nicht bei der nach Ihrer Meinung größten blinden Fraktion an, die SPD. Die zwei Grünen sitzen doch eigentlich auch in der SPD. Das spiegelt sich doch auch in Ihrem Text wieder. Dann nehmen Sie doch Herrn Weigel vom Jugendsozialwerk (übrigens auch SPD) der betreut nicht wie Herr Klodt nur einen sondern gleich zahlreiche Kindergärten in Nordhausen.

Um es kurz zu machen, sie brauchen nicht die ganzen Betrogenen Stück für Stück als Verursacher einer missglückten Satzung hervor tun, denn dass sind diese gewiss nicht. Wenn ALLE Träger, Eltern, Stadträte und wer weiß wer, gemeinsam und gleich einer Meinung sind und nur einer in der Stadt nähmlich Herr Bürgermeister Jendricke alles anders sieht, da ist der eine Blinde doch schnell ausgemacht. Entweder hat es Herr Jendricke selber nicht gewußt welchen § er da abgeschrieben hat, oder er hat Ihn vorsätzlich eingebaut ohne ihn näher zu erleutern.
Gerd Lunter
Retupmoc
18.02.2012, 10:11 Uhr
Klare Sicht
Völlig richtige Sicht der Grünen. Hier geht es einfach nur um Wahlkampf und den OB Kandidaten der SPD in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Derjenige der hier den meisten Mist gebaut hat ist Herr Klodt von der CDU. Der gleichen Partei, der auch Herr Wulff angehört. Anscheinend steht die CDU für Mist?
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)