Mo, 06:43 Uhr
23.01.2012
Wie weiter im "Kinderhaus Ost"
Eigentlich schien ja alles klar zu sein in Nordhausen-Ost. Ein modernes Kinderzentrum sollte entstehen, mit einem modernen Konzept und vielen Nutzern. Und das alles unter dem Dach der Kommune. Das soll sich jetzt ändern...
Der Stadtrat hatte es so beschlossen, keine Ausschreibung der Betreibung, sondern alles kommunal. Bevor der Beschluss jedoch gefasst wurde, gab es zum eigentlichen Konzept noch einige kleine Änderungen. So wollte die LINKE unbedingt eine Krippe integriert haben, auch das wurde beschlossen, obwohl das runde 70.000 Euro mehr in den Unterhaltungskosten pro Jahr zur Folge hatte.
Nun aber – da der Kassensturz gemacht wurde, summieren sich die Kosten auf rund 100.000 Euro mehr, unter anderen, weil die Kommune die Mitarbeiter nach Tarif bezahlen muss. Da sollen mir die Stadträte, wenn sie die kommunale Betreibung beibehalten wollen, sagen, wo die Verwaltung das zusätzliche Geld hernehmen soll? Klar ist doch, dass an anderer Stelle gespart werden muss oder eine soziale Einrichtung geschlossen werden soll, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Gespräch mit der nnz. Vor allem der neue Ansatz eines integrativen Konzeptes, bei dessen Umsetzung die Kommune kaum oder überhaupt keine Erfahrungen habe, soll nun dazu führen, dass neu ausgeschrieben werden soll.
So steht es jedenfalls in einer Beschlussvorlage, die in diversen Ausschüssen bereits diskutiert und in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses oder des Stadtrates so auch beschlossen werden soll. Oder eben nicht.
Neben dem Neuen, der integrativen Erziehung, soll an den bisherigen Bestandteilen des künftigen Kinderhauses festgehalten werden, wie dem Kinderkeller Katz-Maus, dem Schulspeiseraum für die Schule am Förstemannweg, die sozialdiakonische Beratungsstelle, die Krippe, der Kindergarten und Begegnungsmöglichkeiten für Senioren. Neu gestrickt werden muss vermutlich die Küche, die eingebaut wird. Hintergrund dafür ist das Ansinnen des Jugendsozialwerks in Nordhausen, eine Großüche in das Gebäude des Reste-Posten-Marktes zu etablieren und dazu die Immobile gekauft haben soll.
In der Verwaltung wünscht man sich im Zuge der Ausschreibung, dass, wenn möglich, einer Erweiterung der Trägervielfalt der Vorzug gegeben werden soll. Was nichts anderes heißen könnte, als dass das Jugendsozialwerk und andere bisherige Träger der Kinder- und Jugendarbeit bei der Vergabe kaum zum Zuge kommen könnten.
Autor: nnzDer Stadtrat hatte es so beschlossen, keine Ausschreibung der Betreibung, sondern alles kommunal. Bevor der Beschluss jedoch gefasst wurde, gab es zum eigentlichen Konzept noch einige kleine Änderungen. So wollte die LINKE unbedingt eine Krippe integriert haben, auch das wurde beschlossen, obwohl das runde 70.000 Euro mehr in den Unterhaltungskosten pro Jahr zur Folge hatte.
Nun aber – da der Kassensturz gemacht wurde, summieren sich die Kosten auf rund 100.000 Euro mehr, unter anderen, weil die Kommune die Mitarbeiter nach Tarif bezahlen muss. Da sollen mir die Stadträte, wenn sie die kommunale Betreibung beibehalten wollen, sagen, wo die Verwaltung das zusätzliche Geld hernehmen soll? Klar ist doch, dass an anderer Stelle gespart werden muss oder eine soziale Einrichtung geschlossen werden soll, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Gespräch mit der nnz. Vor allem der neue Ansatz eines integrativen Konzeptes, bei dessen Umsetzung die Kommune kaum oder überhaupt keine Erfahrungen habe, soll nun dazu führen, dass neu ausgeschrieben werden soll.
So steht es jedenfalls in einer Beschlussvorlage, die in diversen Ausschüssen bereits diskutiert und in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses oder des Stadtrates so auch beschlossen werden soll. Oder eben nicht.
Neben dem Neuen, der integrativen Erziehung, soll an den bisherigen Bestandteilen des künftigen Kinderhauses festgehalten werden, wie dem Kinderkeller Katz-Maus, dem Schulspeiseraum für die Schule am Förstemannweg, die sozialdiakonische Beratungsstelle, die Krippe, der Kindergarten und Begegnungsmöglichkeiten für Senioren. Neu gestrickt werden muss vermutlich die Küche, die eingebaut wird. Hintergrund dafür ist das Ansinnen des Jugendsozialwerks in Nordhausen, eine Großüche in das Gebäude des Reste-Posten-Marktes zu etablieren und dazu die Immobile gekauft haben soll.
In der Verwaltung wünscht man sich im Zuge der Ausschreibung, dass, wenn möglich, einer Erweiterung der Trägervielfalt der Vorzug gegeben werden soll. Was nichts anderes heißen könnte, als dass das Jugendsozialwerk und andere bisherige Träger der Kinder- und Jugendarbeit bei der Vergabe kaum zum Zuge kommen könnten.

