Di, 11:19 Uhr
30.09.2003
77 Prozent fehlerhaft
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete gestern exklusiv über Ungereimtheiten bei Verbeamtungen im Nordhäuser Landratsamt. Heute liefern wir weitere Einzelheiten und Details zu dieser durchaus pikanten Geschichte...
Es war der Rechnungsprüfungsausschuß des Kreistages, der diesen Prozeß anschob. Das Gremium erteilte dem Rechnungsprüfungsamt der Kreisverwaltung einen Auftrag. Und da sollten die Prüfer die Verbeamtungen und Beförderungen in den zurückliegenden Jahren unter ihre Lupe nehmen. Das taten sie auch und lieferten dem Ausschuß einen überraschenden Bericht. So seien seit 1994 57 Mitarbeiter der Behörde zu Beamten auf Lebenszeit ernannt oder sie waren befördert worden. Von diesen Verfahren hätten sich bei der Überprüfung sage und schreibe 44 als fehlerhaft erwiesen. Das sind stolze 77 Prozent. Doch seien von diesen Fehlern nicht alle derartig gravierend, dass nun Verfahren eingeleitet werden müssen.
Übriggeblieben sind vier Rücknahmeverfahren und ein Nichtigkeitsverfahren. In letzterem soll lediglich ein Fehler begangenen worden sein. Intensiver wird sich hingegen den Rücknahmeverfahren gegen vier Beamte gewidmet. Der Herr des Verfahrens ist – in Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt in Weimar und dem Landrat – der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD). Dieser befinde sich nach Informationen der nnz in der Anhörungsphase. Doch schon Ende Oktober könne dann mit Ergebnissen gerechnet werden, so Jendricke auf nnz-Nachfrage. Mehr wollte er mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht sagen. Nur soviel: Sollten die Betroffenen mit dem Ergebnis nicht einverstanden sein, dann stehe ihnen der Gang zum Verwaltungsgericht offen.
Autor: nnzEs war der Rechnungsprüfungsausschuß des Kreistages, der diesen Prozeß anschob. Das Gremium erteilte dem Rechnungsprüfungsamt der Kreisverwaltung einen Auftrag. Und da sollten die Prüfer die Verbeamtungen und Beförderungen in den zurückliegenden Jahren unter ihre Lupe nehmen. Das taten sie auch und lieferten dem Ausschuß einen überraschenden Bericht. So seien seit 1994 57 Mitarbeiter der Behörde zu Beamten auf Lebenszeit ernannt oder sie waren befördert worden. Von diesen Verfahren hätten sich bei der Überprüfung sage und schreibe 44 als fehlerhaft erwiesen. Das sind stolze 77 Prozent. Doch seien von diesen Fehlern nicht alle derartig gravierend, dass nun Verfahren eingeleitet werden müssen.
Übriggeblieben sind vier Rücknahmeverfahren und ein Nichtigkeitsverfahren. In letzterem soll lediglich ein Fehler begangenen worden sein. Intensiver wird sich hingegen den Rücknahmeverfahren gegen vier Beamte gewidmet. Der Herr des Verfahrens ist – in Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt in Weimar und dem Landrat – der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD). Dieser befinde sich nach Informationen der nnz in der Anhörungsphase. Doch schon Ende Oktober könne dann mit Ergebnissen gerechnet werden, so Jendricke auf nnz-Nachfrage. Mehr wollte er mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht sagen. Nur soviel: Sollten die Betroffenen mit dem Ergebnis nicht einverstanden sein, dann stehe ihnen der Gang zum Verwaltungsgericht offen.

