Mo, 13:47 Uhr
29.09.2003
Schüler mit eigener KunstSicht
Limlingerode (nnz). Zwei unterschiedliche Veranstaltungen bietet die Dichterstätte Sarah Kirsch im Oktober an. Beide jedoch haben mit Literatur und bildender Kunst zu tun. Dazu eine Betrachtung von Heidelore Kneffel.
Am Samstag, 11.10.2003, um 14.30 Uhr steht die Künstlerin Paula Modersohn-Becker, die von 1876 – 1907 lebte, im Mittelpunkt. Das Motto ... und ich male doch! – eine Rebellin als Künstlerin und Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts macht auf das außergewöhnliche Schicksal dieser großen Wegbereiterin moderner Kunst aufmerksam. Ruth Priegnitz, wohnhaft in Sondershausen, ist von der Persönlichkeit dieser Frau so angetan, dass sie aus den Tagebüchern und Briefen der Modersohn-Becker einen Lesevortrag zusammengestellt hat. Sie machte sich kürzlich in Worpswede, der Künstlerkolonie in der Nähe Bremens, in der Paula Becker als junge Frau mit ihrer Kunstausbildung begann, mit dem Umfeld ihres Lebens bekannt. Modersohn-Becker studierte dann vor allem in der Kunstmetropole Paris.
Die junge Frau fühlte sich zur Künstlerin berufen. Sie stieß dabei auf Widerstand, denn um die Wende zum 20. Jahrhundert war eine Künstlerfrau etwas sehr seltenes. Sie hinterlässt trotz ihres kurzen Lebens - sie starb wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde -, ein künstlerisches Werk von 600 Gemälden, über 1000 Handzeichnungen und Druckgraphiken. Nach ihrem Tode wurde sie zu einer geschätzten und bedeutenden deutschen Künstlerin, die mit ihrer Formensprache der Zeit voraus war. Eine kleine Buch- und Kunstausstellung in der Dichterstätte wird die Veranstaltung am 11.10.2003 um 14.30 Uhr abrunden.
Bereits eine Woche später, am Samstag, dem 18. Oktober 2003, um 14.30 Uhr wird durch Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 - 9 aus dem Herder-Gymnasium Nordhausen und aus der Regelschule Hainleite Wolkramshausen/Wipperdorf ihre Sicht auf den Lyriker Reiner Kunze und dessen Gedichte dargeboten. Kunze ist in diesem Jahr 70 Jahre geworden und gehört zu den eigenständigsten Autoren in Deutschland. Er schrieb auch Gedichte für Kinder, die aber selbstverständlich in gleicher Weise etwas für Erwachsene sind.
Wer in der Vergangenheit teilhaben konnte an den Darbietungen der Kurse Darstellen und Gestalten beider Schulen weiß, dass die jungen Menschen unter der einfallsreichen Regie von Susanne Lägel und Steffen Adam zu hohen Leistungen fähig sind. Zur gestalteten Lyrik kommen noch Bilder von Schülerinnen und Schülern der Levanaschule aus Eisleben hinzu, deren Bildfindungen bereits in der Cyriaci-Galerie der Kreismusikschule für Begeisterung sorgten. Die Darbietungen werden in der Dichterstätte, in deren Hof und in der Kirche vorgestellt.
Also, es lohnt sich, nach Limlingerode zu fahren. Übrigens: Seit September 2003 prangt dieser Ortsname nun endlich auf den gelbstrahlenden Hinweisschildern in Mackenrode.
Autor: nnz
Am Samstag, 11.10.2003, um 14.30 Uhr steht die Künstlerin Paula Modersohn-Becker, die von 1876 – 1907 lebte, im Mittelpunkt. Das Motto ... und ich male doch! – eine Rebellin als Künstlerin und Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts macht auf das außergewöhnliche Schicksal dieser großen Wegbereiterin moderner Kunst aufmerksam. Ruth Priegnitz, wohnhaft in Sondershausen, ist von der Persönlichkeit dieser Frau so angetan, dass sie aus den Tagebüchern und Briefen der Modersohn-Becker einen Lesevortrag zusammengestellt hat. Sie machte sich kürzlich in Worpswede, der Künstlerkolonie in der Nähe Bremens, in der Paula Becker als junge Frau mit ihrer Kunstausbildung begann, mit dem Umfeld ihres Lebens bekannt. Modersohn-Becker studierte dann vor allem in der Kunstmetropole Paris. Die junge Frau fühlte sich zur Künstlerin berufen. Sie stieß dabei auf Widerstand, denn um die Wende zum 20. Jahrhundert war eine Künstlerfrau etwas sehr seltenes. Sie hinterlässt trotz ihres kurzen Lebens - sie starb wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde -, ein künstlerisches Werk von 600 Gemälden, über 1000 Handzeichnungen und Druckgraphiken. Nach ihrem Tode wurde sie zu einer geschätzten und bedeutenden deutschen Künstlerin, die mit ihrer Formensprache der Zeit voraus war. Eine kleine Buch- und Kunstausstellung in der Dichterstätte wird die Veranstaltung am 11.10.2003 um 14.30 Uhr abrunden.
Bereits eine Woche später, am Samstag, dem 18. Oktober 2003, um 14.30 Uhr wird durch Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 - 9 aus dem Herder-Gymnasium Nordhausen und aus der Regelschule Hainleite Wolkramshausen/Wipperdorf ihre Sicht auf den Lyriker Reiner Kunze und dessen Gedichte dargeboten. Kunze ist in diesem Jahr 70 Jahre geworden und gehört zu den eigenständigsten Autoren in Deutschland. Er schrieb auch Gedichte für Kinder, die aber selbstverständlich in gleicher Weise etwas für Erwachsene sind.
Wer in der Vergangenheit teilhaben konnte an den Darbietungen der Kurse Darstellen und Gestalten beider Schulen weiß, dass die jungen Menschen unter der einfallsreichen Regie von Susanne Lägel und Steffen Adam zu hohen Leistungen fähig sind. Zur gestalteten Lyrik kommen noch Bilder von Schülerinnen und Schülern der Levanaschule aus Eisleben hinzu, deren Bildfindungen bereits in der Cyriaci-Galerie der Kreismusikschule für Begeisterung sorgten. Die Darbietungen werden in der Dichterstätte, in deren Hof und in der Kirche vorgestellt. Also, es lohnt sich, nach Limlingerode zu fahren. Übrigens: Seit September 2003 prangt dieser Ortsname nun endlich auf den gelbstrahlenden Hinweisschildern in Mackenrode.

