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Do, 11:18 Uhr
29.12.2011

Zweigstelle als Pilotprojekt?

Die Menschen in Wipperdorf können sich freuen. Bürgermeister Joachim Leßner hatte ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für die Bürger der Gemeinde und darüber hinaus parat...

Die ersten Patienten (Foto: nnz) Die ersten Patienten (Foto: nnz)
Klaus Merbach mit seinen ersten Patienten: Regina und Bernd-Günter Hagen

Klaus Merbach arbeitet seit vielen Jahren bereits im Medizinischen Versorgungszentrum Nordhausen (MVZ), einer Tochter des Südharz-Krankenhausen. Seit heute übernimmt der 61 Jahre alte Diplom-Mediziner auch die Betreuung der Menschen in und um Wipperdorf. Dort ist eine Zweigstelle des MVZ am Vormittag übergeben und eröffnet worden.

Jahrelang hatte Bürgermeister Leßner nach einer Neubelebung der Praxisräume in der Straße der Einheit 105 gesucht, denn seit Ende 2008 war Schluss mit Sprechstunden und einen Nachfolger konnte der Mann nicht finden. Er habe in engem Kontakt mit Ärztevermittlungen und der Kassenärztlichen Vereinigung gestanden - ergebnislos.

Noch nicht am Ende aller Wünsche (Foto: nnz) Noch nicht am Ende aller Wünsche (Foto: nnz)
Von links: Schwester Susanne, Merbach, Leßner, Hage und Markgraf

Noch im Jahr 2009 gab es erste Gespräche mit dem Südharz-Krankenhaus und nach dem Wegschieben eines Berges von Formalitäten war es heute nun soweit: Das Team von Klaus Merbach wird die Praxis zweimal in der Woche öffnen. Sowohl Leßner als auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Krankenhaus gGmbH, Prof. Heinrich Markgraf, gehen davon aus, dass in einigen Monaten eine tägliche Sprechstunde angeboten werden kann. Für Krankenhaus-Geschäftsführer Guido Hage ist diese Zweigstelle auch ein deutliches Zeichen dafür, was ein kommunales Krankenhaus in freier wirtschaftlicher Endscheidung zu leisten imstande ist.

Joachim Leßner wird an dieser Sprechstunden-Vision weiterarbeiten und sein ehrenamtlicher Job als stellvertretender Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates sollte dabei nicht unbedingt schädlich sein.
Autor: nnz

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