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Sa, 19:00 Uhr
27.09.2003

Haltbar bis: Siehe Bodenblech

Nordhausen (nnz). Wer schon immer mal wissen wollte, wie lange das eigene Auto eigentlich noch hält, der hatte heute bei der DEKRA Gelegenheit. nnz hat mit zwei jungen Männern mal von unten nachgeschaut.


nnz-Foto: Wiethoff Zum fünften Mal bot die DEKRA gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht, der Polizeidirektion und dem Optiker Ebert jungen Fahrern die Möglichkeit ihr Auto kostenlos nach verschiedenen Mängeln untersuchen zu lassen. Bremsen, Bereifung, Lenkung, Fahrwerk, Abgas und Lichtanlage wurden sicherheitstechnisch begutachtet. Damit der Spaß nicht zu kurz kam, durften Drogen und Alkoholtest sowie Laserpistole ausprobiert werden, außerdem stand wieder der Fahrsimulator bereit. Bei einem Verkehrsquiz gab es Preise rund ums Auto zu gewinnen: ein Sicherheitstraining, eine Hauptuntersuchung, eine Abgasuntersuchung und eine Sonnenbrille vom Optiker.

Viele Jugendliche waren sehr interessiert und suchten den fachkundigen Rat der Spezialisten. Vor allem wenn es um Dinge wie das Tieferlegen oder Breitreifen ging, standen die Sachverständigen der DEKRA für Auskünfte zur Verfügung.

Gut zwei Drittel der Besucher waren junge Männer, aber auch Frauen scheinen sich für ihr Fahrzeug zu begeistern. Es ist schließlich nicht nur wichtig, daß es fährt, sondern auch, daß es sicher ist. In den letzten Jahren gab es bei Hälfte aller Wagen Mängel an den Bremsen, und vor allem in so einem sensiblen Bereich kann Schlamperei schnell an einem Baum oder anderem Auto enden. Die Untersuchung der DEKRA, die auch im nächsten Herbst wieder durchgeführt werden soll, ist dafür da solche Probleme rechtzeitig zu erkennen. Wer dachte, daß er bei Sicherheitsrisiken seines Wagens Strafe zahlen muß und deswegen nicht zu der Veranstaltung ging, der sollte sich für´s nächste Jahr merken, daß es hier um rechtzeitiges Erkennen, aber nicht um Abkassieren geht. Die Untersuchung ist schließlich auch kostenlos.

Nur witzig ist der oft an Trabbis zu findende Aufkleber Mindestens haltbar bis: Siehe Bodenblech eigentlich nicht, denn grade da, wo man sonst nicht hinschaut, finden die DEKRA Experten zahlreiche Mängel. In diesem Jahr wiesen 29 % Mängel an der Bremsanlage, nur 1 % an der Bereifung, 34 % an der Lichtanlage, ein Prozent an der Lenkung, 29 % am Fahrwerk und 20 % an der Abgasanlage auf. Bleibt nur zu hoffen, daß die jungen Fahrer auch mal an einer Werkstatt halten und die Schäden beheben lassen.
Autor: nnz

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