Fr, 11:39 Uhr
23.12.2011
Mitten im Endspurt
Die Erwartungshaltung des Handels vor dem Feiertagsgeschäft war groß. Angesichts boomender Konjunktur, sinkender Arbeitslosenzahlen und steigender Einkommen hatten sich viele Unternehmen ein dickes Plus im Weihnachtsgeschäft erhofft. Die Bilanz ist jedoch einen Tag vor dem Fest eher durchwachsen...
Vor allem größere Städte und Einkaufszentren haben von der anhaltenden Konsumfreude der Verbraucher profitieren können, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. In Erfurt, Eisenach und Weimar zeigten sich die Händler durchaus zufrieden mit den bisherigen Umsätzen und hätten ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Insbesondere Parfümerien, Juweliere, Spielwarengeschäfte und Märkte für Unterhaltungselektronik registrierten eine überaus starke Nachfrage.
Der Kunde sucht ein vielfältiges und reichhaltiges Angebot in Kombination mit einem vorweihnachtlichen Einkaufserlebnis. Das findet er vor allem in den Stadtzentren rund um die etablierten Weihnachtsmärkte, so Grusser. Weniger frequentiert seien dagegen Geschäfte in Randlagen und in Orten mit geringeren Einwohnerzahlen. Dort hatte man sich weitaus mehr erhofft und blieben die Kunden vor allem an den Advents-Wochenenden aus.
Darüber hinaus verliert der traditionelle ortsgebundene Einzelhandel zunehmend Marktanteile an das Internet. Für alle, die dem Einkaufstrubel vor den Feiertagen in überfüllten Innenstädten aus dem Weg gehen wollen, ist das Online-Shopping inzwischen eine willkommene Alternative, sagt der IHK-Chef. Mehr als die Hälfte der rund 53 Millionen Internetnutzer würden inzwischen regelmäßig Waren und Dienstleistungen über das Netz bestellen. 2002 hätte deren Anteil noch bei etwa einem Drittel gelegen.
Im vergangenen Jahr gaben die Konsumenten dabei insgesamt 25,3 Milliarden Euro aus, informiert Grusser. Das Spektrum der im Internet erworbenen Produkte wachse ständig: am häufigsten würden Eintrittskarten für Theaterbesuche und Konzerte oder auch Bücher und CDs im Internet gekauft. Den höchsten Verdienst erzielten die Onlinehändler aber in den preisintensiveren Warengruppen, wie Bekleidung, Schuhe und Textilien. Im ersten Halbjahr 2011 hätte allein dieser Bereich 6,6 Milliarden Euro umgesetzt. Mit deutlichem Abstand folgten Elektronikartikel, Unterhaltungsmedien und Computer.
Auch Sicherheit und Datenschutz spielten beim Bestell- und Kaufprozess eine immer größere Rolle, denn sensible Kundendaten würden zunehmend ins Visier krimineller Banden geraten. Mit Hilfe von Verschlüsselungsprotokollen könnten inzwischen Informationsübertragungen gesichert und die Gefahr des unerlaubten Mitlesens, Kopierens oder Fälschens minimiert werden.
52,7 Millionen Deutsche ab 14 Jahren surfen privat oder geschäftlich im World Wide Web. Seit 2001 konnte sich ihre Anzahl mehr als verdoppeln.
Regional betrachtet, klafft zwischen Ost und West aber noch immer eine Lücke. Während 75,8 Prozent der Einwohner in den alten Bundesländern mit dem Internet arbeiten, tun es in den neuen Bundesländern erst 69,5 Prozent, so der IHK-Chef.
Mit 71 Prozent Internetnutzern ordne sich Thüringen knapp über dem ostdeutschen Durchschnitt ein. Im Vergleich zum Jahr 2010 verzeichne der Freistaat einen Zuwachs in der Online-Gemeinde von 5,6 Prozent – der höchste Wert unter allen Bundesländern.
Autor: nnzVor allem größere Städte und Einkaufszentren haben von der anhaltenden Konsumfreude der Verbraucher profitieren können, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. In Erfurt, Eisenach und Weimar zeigten sich die Händler durchaus zufrieden mit den bisherigen Umsätzen und hätten ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Insbesondere Parfümerien, Juweliere, Spielwarengeschäfte und Märkte für Unterhaltungselektronik registrierten eine überaus starke Nachfrage.
Der Kunde sucht ein vielfältiges und reichhaltiges Angebot in Kombination mit einem vorweihnachtlichen Einkaufserlebnis. Das findet er vor allem in den Stadtzentren rund um die etablierten Weihnachtsmärkte, so Grusser. Weniger frequentiert seien dagegen Geschäfte in Randlagen und in Orten mit geringeren Einwohnerzahlen. Dort hatte man sich weitaus mehr erhofft und blieben die Kunden vor allem an den Advents-Wochenenden aus.
Darüber hinaus verliert der traditionelle ortsgebundene Einzelhandel zunehmend Marktanteile an das Internet. Für alle, die dem Einkaufstrubel vor den Feiertagen in überfüllten Innenstädten aus dem Weg gehen wollen, ist das Online-Shopping inzwischen eine willkommene Alternative, sagt der IHK-Chef. Mehr als die Hälfte der rund 53 Millionen Internetnutzer würden inzwischen regelmäßig Waren und Dienstleistungen über das Netz bestellen. 2002 hätte deren Anteil noch bei etwa einem Drittel gelegen.
Im vergangenen Jahr gaben die Konsumenten dabei insgesamt 25,3 Milliarden Euro aus, informiert Grusser. Das Spektrum der im Internet erworbenen Produkte wachse ständig: am häufigsten würden Eintrittskarten für Theaterbesuche und Konzerte oder auch Bücher und CDs im Internet gekauft. Den höchsten Verdienst erzielten die Onlinehändler aber in den preisintensiveren Warengruppen, wie Bekleidung, Schuhe und Textilien. Im ersten Halbjahr 2011 hätte allein dieser Bereich 6,6 Milliarden Euro umgesetzt. Mit deutlichem Abstand folgten Elektronikartikel, Unterhaltungsmedien und Computer.
Auch Sicherheit und Datenschutz spielten beim Bestell- und Kaufprozess eine immer größere Rolle, denn sensible Kundendaten würden zunehmend ins Visier krimineller Banden geraten. Mit Hilfe von Verschlüsselungsprotokollen könnten inzwischen Informationsübertragungen gesichert und die Gefahr des unerlaubten Mitlesens, Kopierens oder Fälschens minimiert werden.
52,7 Millionen Deutsche ab 14 Jahren surfen privat oder geschäftlich im World Wide Web. Seit 2001 konnte sich ihre Anzahl mehr als verdoppeln.
Regional betrachtet, klafft zwischen Ost und West aber noch immer eine Lücke. Während 75,8 Prozent der Einwohner in den alten Bundesländern mit dem Internet arbeiten, tun es in den neuen Bundesländern erst 69,5 Prozent, so der IHK-Chef.
Mit 71 Prozent Internetnutzern ordne sich Thüringen knapp über dem ostdeutschen Durchschnitt ein. Im Vergleich zum Jahr 2010 verzeichne der Freistaat einen Zuwachs in der Online-Gemeinde von 5,6 Prozent – der höchste Wert unter allen Bundesländern.

