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Do, 13:28 Uhr
22.12.2011

(Weihnachts)Geschenk für Jendricke

Ein besonderes Geschenk übergab Christian Darr, der bündnisgrüne Kandidat für das Amt des Nordhäuser Oberbürgermeisters, am Rande der jüngsten Kreistagssitzung an einen seiner Mitbewerber. Was das Geschenk mit dem Themen Infrastruktur und Internet zu tun hat, dass lesen sie hier im folgenden Artikel...


„Am Dienstag habe ich, vor dem Einstieg in die heiße Phase des Wahlkampfs, Herrn Jendricke seine Domains, zum Beispiel www.matthias-jendricke.de, symbolisch überreicht.“ sagt Christian Darr. Darauf antwortete Herr Jendricke, er habe die Registrierung durch seinen Mitbewerber bemerkt, aber eine „Schmutzkampagne“ gegen seine Person erwartet. Die symbolische Überreichung bezeichnete dieser nun als „fair“. „Ich wollte damit keinesfalls Herrn Jendricke schaden oder gar persönlich angreifen. Das verbietet ganz einfach der Umgang unter Demokraten. Es sollte lediglich zwei kleine Hinweise transportieren.“

So sollte Jendricke, wie auch die anderen KandidatInnen, für das Thema Internet und Breitband sowie Infrastruktur allgemein sensibilisiert werden. Für die Kandidaten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind dies einige der wichtigsten Themenfelder für zukünftige Oberbürgermeister und Landräte. „Ich hoffe das sich die KandidatInnen dieser Themen im Sinne der Menschen in der Stadt und der Region zukünftig stärker annehmen.“

Für Darr ist das jedoch nicht nur der Bereich Telekommunikation. „Auch der Energiebereich ist beispielhaft für wichtige Entscheidungen, welche wir zukünftig treffen müssen. Weiteres Abwarten und auf das Engagement großer Konzerne zu hoffen wird uns nicht weiterhelfen. Wenn wir unsere Region für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin lebenswert gestalten möchten, vor allem aber für die Wirtschaft als Standort attraktiv bleiben wollen, dann brauchen wir dafür zuerst unsere regional ansässigen Unternehmen. Dass diese die Aufgaben bewältigen können, daran besteht für mich kein Zweifel. Die politischen Entscheidungsträger müssen Sie dabei aber bestmöglich unterstützen.“

Seinen zweiten Beweggrund formulierte der 27-jährige Darr als Wunsch: „Wofür stehen die KandidatInnen? Ich wünsche mir mehr Inhalte! Mit seiner eigenen Website hat jede/r KandidatIn die Möglichkeit mit seinen Standpunkten und Zielen die Menschen zu überzeugen. Warum ausgerechnet Herr Jendricke davon noch nie Gebrauch gemacht hat ist für mich unverständlich.“
Die Kündigung der Domains wird nach Informationen der nnz in den nächsten Tagen wirksam.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
22.12.2011, 19:33 Uhr
Herr Darr, was ist mit der BUND-Homepage?
Ich habe ja nichts dagegen, wenn Herr Darr Herrn Jendricke eine Domain schenkt. Wenn ich jedoch versuche, in den gängigen Suchmaschinen eine Domain für unsere recht aktive Kreisgruppe Nordhausen des BUND zu finden, dann suche ich vergebens. Schon seit langem sollte unsere Gruppe eine aussagekräftige Homepage haben, die Herr Darr seit etwa einem Jahr gestalten wollte. Mir ist jedoch nicht bekannt, dass es eine solche Seite gibt.

Zumindest ist eine solche auf der BUND-Seite, Landesverband Thüringen nicht verzeichnet, während Herr Darr selbst eine recht große Internetpräsenz zeigt.

In diesem Sinne sollte er hinsichtlich der BUND-Homapage also auch Selbstkritik üben, wenn er also Herrn Jendricke mit dem Schenken einer Domain auffordert, im www mehr Präsenz zu zeigen. Ein Mensch, der ein öffentliches Amt anstrebt, muss sich immer daran messen lassen, ob es bei ihm eine Einheit von Wort und Tat gibt bzw. er muss sich der Frage stellen, ob er eventuell hinsichtlich persönlicher Ziele unterschiedliche Maßstäbe ansetzt.

Von daher habe ich zwar eine Weile überlegt, ob ich dies hier schreibe, aber Herr Darr will Politiker werden, und Politiker müssen sich ÖFFENTLICHER Kritik und ÖFFENTLICHER Beobachtung ihrer Handlungen stellen. Schließlich wollen sie von der Öffentlichkeit gewählt werden.

Und Politikverdrossenheit ist mein Ding nicht, eher aber schon Politikerverdrossenheit.
TeeEff
24.12.2011, 11:38 Uhr
Uhh toll!
Wie wäre es wenn die Herrn Grünen sich mal wirklich mit den Themen auseinandersetzen zu denen man ihnen Fachkompetenz zuschreibt oder die drängen?

Sie sprechen ja u.a. Energiepolitik an - aber wie das zukünftig genau aussehen soll - dazu hält man sich extrem bedeckt. Aber hey - Netz- und Versorgungssicherheit steht ja neuerdings im Programm!

WTF?! Wieso muss das neuerdings im Programm stehen? Das man nämlich keine regelmäßigen Stromausfälle und eine konstante und stabile Energieversorgung hatte, war die letzten Jahrzehnte eigentlich total normal! Das musste NIEMAND extra ins Programm nehmen! Und sollte auch nicht!

Also Herr Darr, äußern Sie oder ihr Kollege sich doch mal dazu!

Wie wollen Sie das zukünftig sicherstellen? Wie die 3 Spitzenlasten im Tagesverlauf abfangen? So ganz ohne Grundlastkraftwerke auf der einen und ohne längst überfälligen massiven Netzausbau - wie z.B. mit der 380kV-Leitung durch den Thüringer Wald auf der anderen Seite? Gegen Atom ist man, gegen Kohlekraftwerke auch und gegen Pumpspeicherwerke wird auch massiv demonstriert.
Denn jeder der bei diesem Grünen-Totalverweigerer-Szenario morgens, wenns noch nicht richtig hell ist oder bewölkt und neblig und kaum Wind geht aufsteht (ja, diese Kombinationen kommen öfter vor als man denkt) und seine Kaffeemaschien anschmeisst, wird dann nämlich sehr doof dastehen...
Naja oder es halt extrem teuer bezahlen müssen. Nur ist es ja nicht so, dass man in Deutschland nicht schon heute gut das 10-fache des Energiepreises pro kWh blechen muss, als wo anders üblich sind...
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