nnz-Forum: Rentner an die Arbeit
Das passt zu der abgewirtschafteten Republik. Da kommt ein anerkannter Philosoph Namens Richard David Precht daher und verlangt, dass unsere Rentner ein soziales Pflichtjahr ableisten sollen. Dazu Anmerkungen eines Lesers im Forum der nnz...
Als erstes fällt auf, dass Herr Precht das soziale Jahr von Rentnern verlangt, von den hoch bezahlten Pensionären ist keine Rede. Jetzt komme mir aber niemand und sage mir, Herr Precht habe alle gemeint. Jene sollten wissen, dass Pensionäre keine Rentner sind. Tag und Nacht könnte man keinen größeren Unterschied aufweisen.
Sagen sie einen Pensionär, er solle ein soziales Jahr machen, was sie da zu hören bekommen, möchte ich hier nicht wiedergeben. Aber mit dem D...... Rentner kann man es ja machen. Man muss sich langsam fragen, mit was sich so manche Persönlichkeiten den ganzen Tag über beschäftigen?
Ein Philosoph schlägt den Regierenden vor, wie man die Rentner noch besser ausbeuten kann. Ob diese Leute auch ein soziales Jahr im Alter von 67 Jahren machen? Eher wohl nicht sie werden gesundheitlich nicht mehr in der Lage dazu sein, bei den vielen Stress den sie so haben.
Was ist überhaupt ein Philosoph? Das Wort Philosophie kommt aus dem Griechischen und ist aus den Wörtern Philia (Liebe) und Sophia (Weisheit) zusammengesetzt. Nun sagen sie mir, was hat der Vorschlag von Herrn Precht mit Weisheit zu tun? Ich sehe darin nur das Abzocken der Rentner.
Erst die Jugend und nun die Rentner. Ein besseres Mittel um die Löhne der Restlichen zu drücken, muss erst noch erfunden werden. Aber bei unseren Politikern bin ich sehr zuversichtlich. Wie wäre es, wenn noch rüstige Rentner zwei Jahre ableisten müssen?
Zum Schluss ein Satz, den ich einmal gelesen habe. Heute wird Liberal nicht mehr mit den Freiheitsrechten des Individuums, sondern mit Schrankenlosen, entfesseltem Egoismus assoziiert, wobei der Raubtierkapitalismus bereits um die Ecke lugt. Heute empfinden viele Menschen als sozial nur das, was ihnen nützt, auch wenn es auf Kosten anderer geht.
Über diesen Satz sollten einmal unsere Politiker nachdenken, aber für diese Personen, kommen ja nur die Hartz-IV-Empfänger in Frage, nicht wahr?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Herr Taft
13.12.2011, 11:38 Uhr
nicht Rentner - Leistungsempfänger
Rentner oder Pensionäre - das will ich gar nicht kommentieren, handelt es sich doch bei der Mutmaßung von Herrn Buntfuß um Wortklauberei und reine Polemik. Die Rentner zu einem "sozialen Jahr" heranzuziehen (auch wenn es sich nur um eine Idee eines Menschen handelt, der keinerlei direkten Einfluss auf eine entsprechende Entscheidung hat) ist zweifellos sinnfrei.
Sicher würden sich viele Rentner sogar freuen, ein wenig Engagement in einer Kita oder als Tagesmutti (-omi) zeigen zu können. Die Betroffenen werden das dann aus freien Stücken tun (oder tun es bereits) und können es auch ohne eine entsprechende Verpflichtung.
Doch was ist mit denjenigen Hartzern (nicht verallgemeinern - ich weiß, dass es bei weitem nicht alle betrifft), die wegen "Rücken", Unter- oder (mein persönlicher Liebling:) Überqualifikation "leider" keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten "können"...Diese könnten doch anstelle sinnfreier Fortbildungsmaßnahmen zu einem entsprechenden sozialen Jahr herangezogen werden. Eine kleine Gegenleistung für Taschen-, Wohn, Heizungs-, Weihnachts- (?) und Möbelgeld.
Wenn sich jetzt hier im Forum wieder Leute über die Diskriminierung und Ausbeutung der armen Hartzer aufregen, bitte kurz nachdenken - es geht nicht um diejenigen, die sofort einen angebotenen Job annehmen (egal welchen)um der Allgemeinheit nicht mehr auf der Tasche zu liegen, sondern um diejenigen die aus den oben genannten Gründen immer wieder die Arbeit "verweigern".
H.Buntfuß
13.12.2011, 12:32 Uhr
Hartz-IV
Einige scheinen die Hartz-IV-Gesetzgebung überhaupt nicht zu kennen? In diesem Gesetz ist sehr deutlich festgeschrieben, dass Personen die eine zumutbare Arbeit verweigern, oder sich nicht selber aktiv um Arbeit bemühen, mit Sanktionen belegt werden.
Das kann so weit gehen, dass bei diesen Personen eine 100 % Kürzung der Leistung vorgenommen wird. Wie schon gesagt man diskutiert über Hartz-IV, weiß aber nicht genau worum es dabei geht, dass nenne ich reine Polemik.
Retupmoc
13.12.2011, 12:57 Uhr
2 x 3 macht 4 , Ein Weihnachtsposting für @ Nussbaum
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
Finden Sie nicht auch, das Sie jeden erdenklich möglichen Text zu einem Rundumschlag gegen Arbeitslose nutzen? Ich finde das erbärmlich !
Das Thema war übrigens, der sinnfreie Erguß eines Herrn Precht, der Leute über 67 zu einem sozialem Jahr heranziehen will. Richtig sehen Sie, das der genannte Herr nicht in der Regierung ist und damit auch keine Gesetze erlassen kann. Falsch sehen Sie, das es sich um die Ergüsse eines Einzelnen handelt, denn das staatliche Westfernsehen (ARD) hat ihm dafür zu einer guten Sendezeit eine ausreichende Plattform gegeben. Und das noch mit Hilfe meiner und Ihrer GEZ - Gebühren.
Wenn ich schon Rentner wäre, wüsste ich was ich diesem Naseweis sagen würde. Leider bin ich es noch nicht, denn ich habe noch gut 8 Jahre um meine Rente geniessen zu dürfen.(Genuss kommt übrigens gut, bei der zu erwartenden Rente auf Hartz4 - Niveau)! Aber vielleicht falle ich ja vorher in den Kreis der Menschen, die sie als arbeitsscheu bezeichnen. Mit 57 kann einem das schnell passieren.
Und nein - ich werde dann auch nicht jede Arbeit annehmen, weil mein Körper mit 60 vielleicht für bestimmte Arbeiten nicht mehr bestimmt ist.
Machen Sie sich weiter Ihre bunte Welt, User Nussbaum - aber bitte (und das wäre mein Weihnachtswunsch) wenigstens bis zum Jahresende keine Hetze gegen Arbeitslose mehr.
Ohler Nordhiser
13.12.2011, 13:27 Uhr
Sinnfrei und polemisch
Selten einen so polemischen artikel gelesen.der hr. buntfuß, da sprüht der sozialneid doch relativ stark hervor, schlimm wenn man den tag mit solchen gedanken verbringen muss.
ansonsten: bravo hr. nußbaum - nagel auf den kopf getroffen, danke für die treffende zusammenfassung!
Ohler Nordhiser
13.12.2011, 13:37 Uhr
P.S.
Auf den geistigen rwe62 beitrag hatte ich schon gewartet. nur soviel dazu: ich freue mich über jeden hartzer, der geld vom staat, d.h. von uns allen, abkassiert und dafür gelegenheit bekommt eine gegenleistung zu erbringen.
darüber sollte sich in erster linie der hartz 4 empfänger freuen, der auf diese weise dem staat ein wenig von dem zurückgeben kann, was er fürs, sorry, nichtstun bekommt. deshalb: immer wieder mal an kennedy denken - nicht immer nur darüber lamentieren und fordern, was der staat für einen selbst tun kann, sondern vielmehr was man selbst für den staat und das gemeinwesen beitragen kann. und das geht mit arbeit immer noch mit am besten ...
Herr Taft
13.12.2011, 14:10 Uhr
@RWE62 - bitte,
...bitte lesen Sie richtig und versuchen es nochmal. Ich habe mich in keiner Weise gegen Hartz4-Empfänger im Allgemeinen geäußert, sondern lediglich angeregt, die jenigen mit gemeinnützigen Tätigkeiten aus dem sessel zu holen, die aus fadenscheinigen Gründen nicht können oder wollen. Das es solche Exemplare gibt, wollen Sie doch nicht abstreiten. Das es um Rentner ging ist mir bewusst - ich habe eben dazu auch meine Meinung geäußert (ist doch erlaubt, oder ?) und eine Abwandlung als Alternative gezeigt. Ich denke, mein Posting hat sich mehr mit dem Thema befasst, als das Ihre...
@Werner: Ich weiß um die Sanktionen. Aber fänden Sie es nicht auch besser, anstelle der finanziellen Sanktionen, Sozialdienste zu verlangen? Ich sehe zwei Vorteile: Das Arbeiten wird nicht verlernt und es gibt einen - wenn auch kleinen - Beitrag zum Zusammenleben.
Ich fände es schlicht unfair einem Rentner, der lange für seinen Ruhestand gearbeitet hat, diesen letztlich selbst finanziert hat zu Sozialmaßnahmen heranzuziehen. In meinen Augen ist es sachlich logischer und auch sinnhafter Menschen, die keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu aktivieren. Modelle zur Aufstockung der Leistungen (die deutlich über die 340 EUR (?)hinausgehen) gibt es zur Genüge. Man muss nicht nur (finanziell) fördern, sondern auch (eine Gegenleistung) fordern. Alles andere ist Geringverdienern, Aufstockern, Alleinerziehenden, allen anderen hart arbeitenden und auch Rentnern gegenüber unfair.
Retupmoc
13.12.2011, 14:39 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Die Diskussion ist beendet - die Redaktion
Paulinchen
13.12.2011, 15:42 Uhr
Nur wer oben ist, kann herunter schauen…
Erst gestern war der Presse zu entnehmen, dass die Regierung mal wieder ganz still und heimlich die Pensionsansprüche für Staatssekretäre, Ministerialdirektoren und sonstige Bundesbedienstete mal eben, locker um 460,- € erhöht hat.
Manche Rentner, die zwei Weltkriege erlebt haben, bekommen nicht mal diesen Erhöhungsbetrag als Gesamtrente! Aber der ehemalige Vorstandschef der AOK bekommt 9.500,- € (und das bei angeblich leeren Kassen!), der Rentenbetrag von Herrn Hans Eichel, der weinende Bundesfinanzminister, wird auf ca. 14.000,- € demnächst aufgestockt.
Von den hier aufgeführten hat aber niemand einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt. Soll doch der durch alle Talk-Shows tingelnde, feine Herr Prof. Dr. Precht, die pensionierten Politiker in Sachen Bürgerjahr überzeugen, mal sehen und hören was die ihm darauf antworten. Im Übrigen ist der Precht, mit seinem gepflegten Harrschnitt, nicht der Einzige, der durch seine Fernsehauftritte die Gemüter erhitzt.
Nur finde ich es manchmal etwas einfallslos, immer in erster Linie die Hartz IV Empfänger zu benennen, wenn es ums Geld geht. Darunter sind nicht alles Bummelanten und Faule. Nur es gibt da auch welche, die möchten eben nicht ganz unten sein. Denn wenn man einmal die miesesten Arbeiten angenommen hat, dann bleibt derjenige auch für immer dabei. Ist halt so! Es sollte jede/r von uns froh sein, wenn ihm/ihr das erspart bleibt.
Wir haben eben leider in unserer Nähe keinen Fernsehsender, denn hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht und nachgeschaut, was uns da täglich für Gesichter auf der Mattscheibe ins Wohnzimmer schauen? Nur ein geringer Teil von denen, hat eine abgeschlossene Ausbildung.
Sie hatten eben Glück, dass sie meist in einer Stadt wohnten wo ein Radio- oder Fernsehsender ansässig war und bekommen Unsummen von Gehältern als Ungelernte. Meint das Paulinchen.
Harzer_Wolf
13.12.2011, 15:52 Uhr
Rentner an die Macht
Vielleicht kommen die Rentner nun endlich darauf, wer Ihnen die paar Euro im Geldbeutel neidet und wegnehmen will. Statt sich von einem lebenslangem Arbeiten einen wohlverdienten Lebensabend gönnen zu können soll man noch zur Arbeit gezwungen werden. Dämlicher geht es nimmer.
Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn sich Rentner und Arbeitslose einmal verbünden würden und mit Ihren Stimmen zur nächsten Wahl dafür sorgen, das dieses Land wieder sozial regiert wird.
Herr Taft
13.12.2011, 17:00 Uhr
Rentner und Arbeitslose verbünden...
Paulinchen hat schon Recht. Die, die nie etwas in die Rentenkasse eingezahlt haben, versuchen hier in selbige zu greifen... Soweit ich weiß, kommen jedoch die Altersbezüge von Beamten nicht aus der rentenkasse, sondern aus einem anderen topf - der natürlich von den Steuerzahlern gefüllt wurde... aber egal. Die Anmerkung zu unseren Mediengestaltern ohne Berufsabschluss ist hinreißend ... ohne es nachgeprüft zu haben - bei manchen dieser "Talente" hätte ich einen Hauptschulabschluss ohnehin angezweifelt *lach*.
Lieber Harzer Graupelz, dass passiert doch schon. Deshalb haben wir ja diese Gesellschaft. Sozialstaat kostet Geld - MEHR Sozialstaat kostet MEHR Geld. Die Hartzer haben ihre Lobby, die Niedriglohnempfänger und die Rentner (noch) nicht. Wer arbeitet - oder gearbeitet hat - ist der Dumme. Die Demographie läuft für die Rentner. In nicht allzu ferner Zeit wird eine große Wählergruppe von den Rentnern gestellt. Während der arbeitende (erwirtschaftende) Teil der Bevölkerung immer kleiner wird. Ich bin kein Fan von Sarazzin...so ganz unrecht hat er jedoch nicht.
-Insider-
13.12.2011, 21:30 Uhr
bei
der gesamten diskussion bringt es nussbaum auf den punkt: wer arbeitet ist der dumme und wird gemolken wie eine milchkuh. von allen und jeden und das rund um die uhr.
Frankledig
13.12.2011, 22:40 Uhr
Sorry...........manche Kommentare..
@nußbaum....versuchs doch mal mit denken!!
ist doch traurig das man immer wieder gewisse Kommentatoren an die realität erinnern muß ! ich denke, in zukunft müßen wir wahrscheinlich noch im Grab rotieren um die Grabstättenkosten zu minimalisieren..
Bodo Schwarzberg
13.12.2011, 23:07 Uhr
Arbeitende Ältere bleiben länger gesund!
Das aber wird all zu oft vergessen. Ich habe eine ganze Reihe 70-jährige, ja 75-jährige interviewt, die noch Unternehmen mit 10, 20 Beschäftigten führen. Meine daraus resultierende Erfahrung ist die, dass diese Menschen auf Grund ihrer selbst gewählten Verpflichtungen geistig und körperlich fitter waren, als so mancher gleichaltriger Zeitgenosse.
Viele Ältere, die ihre Arbeit aufgeben und sich auf ihren bequemen Ruhestand freuen, hatten oftmals bei Begegnungen ein oder zwei Jahre später geistig und körperlich erschreckend abgebaut.
Ich halte viel davon, von sich im Alter noch viel zu verlangen. Eine Arbeit zum Brotwerwerb ist dafür ein nicht unwichtiges Kriterium. Das eben Gesagte gilt wohl nicht für Seniorinnen und Senioren, die über sehr ausgeprägte geistig und/oder körperlich anspruchsvolle Freizeitinteressen verfügen, die sie AKTIV betreiben. Auch diese bleiben oft noch lange gesund.
Ich halte nichts davon, arbeitende Rentner von vornherein als Ausdruck unsozialer Verhältnisse zu verurteilen. Statistiken besagen, dass die jetzt Geborenen an die 100 Jahre alt werden. Ein 65-jähriger von heute aber hat mit einem 65-jährigen von 1950 kaum etwas gemein. Der von heute ist biologisch oft nachgewiesenermaßen jünger, als sein "Alters-Kollege" von 1950.
Dieser unbestreitbaren Tatsache sollten wir uns stellen. Arbeit ist die erste Selbstbegegnung des Menschen", lautet eine Gedichtzeile, die zwar von Lenin stammt (musste ich im Abitur- Deutsch-Aufsatz interpretieren), aber diese Zeile enthält eine Menge Wahrheit. Und ich drücke es noch drastischer aus: Ein Rentner, der noch so gesund ist, zu arbeiten, ist gut dran und kann sich glücklich schätzen.
Das gilt meiner Meinung nach übrigens auch für Ältere, die aus Gründen ihres Einkommens "GEZWUNGENERMAßEN" arbeiten müssen. Zwar stellt sich hier die Frage, ob hier Defizite des Sozialstaats deutlich werden, aber die Notwendigkeit der Arbeit ärmerer Älterer von Vornherein für nachteilig und abwegig zu halten, diese Meinung teile ich nicht.
Zudem müssen wir den Zwängen der auf dem Kopf stehenden Alterspyramide ins Auge blicken, weil wir gar keine andere Wahl haben. Wer soll denn angesichts der immer weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Renten verdienen? Wer soll die Pflegekosten für meine Generation erwirtschaften, die in 30 oder 40 Jahren zu Hunderttausenden vielleicht gepflegt werden muss?
Wenn wir all das bewerkstelligen wollen, müssen wir Änderungen in der Lebensarbeitszeit akzeptieren und wir sollten ihr nicht nur negative Seiten abgewinnen. Arbeit im Alter ist nicht per se verurteilungswürdig, sofern man diesen Aspekt umfassend betrachtet. Aber umfassende Beurteilungen sind schwierig und entsprechen meist nicht der Argumentations- und Sichtweise vieler Menschen.
Retupmoc
14.12.2011, 08:07 Uhr
Rentner sein ist schön
Richtig, Herr Schwarzberg - ich möchte auch als Rentner nicht nur im Bett liegen und TV schauen, sondern noch aktiv (vielleicht im Garten, oder in der Bildung) etwas tun. Aber doch nicht staatlich zwangsverordnet! Und was hier sehr viele Kommentatoren vergessen ist, das die meisten Rentner hier im Osten durch Ihre durchlöcherte Arbeitsbiografie sowieso nur eine Mindestrente haben.
Und wenn dann solche Aktionen wie die 5 Euro pro Arztbesuch kommen, werden wir arbeiten müssen und Zeitungen austragen, sonst können wir uns den ARZTBESUCH nicht mal mehr leisten. Eine Frage an den Insider hätte ich dann auch noch: Ihnen ist aber shon klar das Rentner und Arbeitslose nicht die Schuldigen sind, das der arbeitende Mensch der Dumme in diesem Staat ist? Sondern Regierung, Bänker und Großkopferte ? Dann ist ja gut.
Sonst schließe ich mich @ frankledig an und würde vorschlagen, es mit Denken zu versuchen. Allein schon der Vorschlag von @ Nussbaum ist köstlich. Er möchte, das alle (Hartzis - also knapp 7 Millionen Menschen mit den Aufstockern) ihren Lebensunterhalt durch gemeinnützige Tätigkeiten verdienen. Da bin ich noch nicht einmal dagegen. Zu Ende gedacht, stellt sich dann die Frage, wo und welche Arbeit es für diese große Anzahl an Menschen gibt? Desweiteren würde, wenn alle so arbeiten jedes Arbeitsamt aufgelöst. Das ergebe noch einmal 1 Million zusätzliche, überqualifizierte Arbeitslose. Die müssen auch beschäftigt werden. Aber polemiesieren Sie alle ruhig weiter, dieses Land wird sowieso grad vor den Baum gefahren.
Eckenblitz
14.12.2011, 14:01 Uhr
Geld bestimmt die Lebensspanne
Mir zeigt dieser Artikel, dass der Philosoph Precht nur das ausplaudert,worüber in GEWISSEN Regierungskreisen schon seit längeren diskutiert wird. Die Regierung will für soziale Zwecke kein Geld ausgeben. An dieser stelle muss gespart werden, da die Ausgaben für den enormen Staatsapparat ( Beamte, Angestellte, Politiker und Pensionäre)drastisch erhöhen.
Gerade die Kosten für die Pensionäre vor allem für die Masse der zu erwarteten, steigen ins Uferlose. Aber genau das ignorieren viele der Verantwortlichen nicht. Sie schieben die Schuld den steigenden Sozialkosten in die Tasche. Der Schuldenberg wäre weit aus geringer, wenn die Auserwählten auch Beiträge bezahlen würden.
Bei dem Stand der HEUTIGEN Technik ist es nun einmal so, dass nicht jeder mit Arbeit versorgt werden kann. Außerdem ist das von den Regierenden nicht gewollt, dass jeder Arbeit bekommt und noch dazu davon LEBEN kann. Da fehlen ja die enormen Druckmittel, um das einfache Volk in die Schranken weisen zu können. Viele Personen Haben sich mit der Verlogenheit dieses Systems abgefunden, entweder sie haben aufgegeben, oder profitieren von diesem Absurden Spektakel?
Auch die Prognose, dass da Menschen immer älter werden, ist widerlegt. Nur jene die sich keine Gedanken um ihren Lebensunterhalt machen müssen werden nach neusten Studien immer ÄLTER, bei den Rest nehmen die Lebensjahre man könnte fast sagen drastisch ab.
Die Zeit hatten wir schon einmal. Die Ausbeuter wurden mit einem hohen Alter belohnt und der Ausgebeutete musste viel FRÜHER abtreten.
Mister X
14.12.2011, 17:59 Uhr
Blind für Realitäten
Ich wünsche mir, dass einige Kommentarschreiber sich einmal mit den Realitäten auseinander setzen. Da wird geschrieben:"Die Menschen werden immer älter.", dabei wird aber einfach ausgeblendet, welche Menschen immer älter werden. Es sind die, die über genügend Geld verfügen und sich nun mal die besseren Ärzte leisten können.
Neue Studien belegen, dass immer mehr Rentner in Kliniken eingewiesen werden müssen, weil sie an Mangelernährung leiden. Warum ist das wohl so? Sind diese Personen zu dumm, um sich richtig zu ernähren, oder fehlt ihnen einfach das Geld? Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass der eine oder andere sagt, es kann nicht am Geld liegen.
Da heißt es in Deutschland muss niemand verhungern. Mir ist bekannt, dass sehr wohl Personen verhungert sind, weil sie vom Amt kein Geld bekamen. Andere Studien deckten auf, dass in Deutschland jährlich zig tausende an Unterversorgung sterben. Das alles ist nur in einer so hoch gepriesenen SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFTmöglich, wie sie in Deutschland praktiziert wird.
Zukunft
14.12.2011, 20:39 Uhr
Alt werden
Alt werden doch nur die Generation von Rentnern, die Anfang der Neunziger bis Ende der Neunziger in Rente oder Altersteilzeit gegangen sind, ohne grosse Abzüge. Im Zuge der Globalisierung haben sich doch die Arbeitsbedingungen zunehmend verschlechtert.
Das lässt sich durch die Zunahme von Depressionen, Rücken Beschwerden etc.erkennen, Tendenz steigend. Es ist heute viel schwieriger, dass Rentenalter in Höhe von 67 Jahren überhaupt zu erreichen. Übrigens, warum sollen die heute Juengeren länger arbeiten, als die Generationen vorher?
Dass das Rentensystem nicht ewig so funktioniert, ist doch schon seit dreißig Jahren bekannt. Und dass der Staat kein Geld hat, ist ja auch nicht zutreffend (siehe Rettungsschirme). Wie sieht es hier mit der Generationsgerechtigkeit aus?
Paulinchen
14.12.2011, 20:45 Uhr
Was willst Du mit meinem Gelde sprich……
…denn Rente zahlen willst Du nicht. Diese Frage sollten hier mal einige Kommentatoren an die Bundesregierung stellen, bevor sie sich hier fast persönlich beleidigen. Die Politiker machen doch schon längst kein Geheimnis mehr daraus, dass in ca. 10 -15 Jahren keine Gelder mehr für die Rentner übrig sein werden.
Hinzu kommt auch noch die Senkung des Rentenanspruchs von derzeitig 63 % auf 42 %. Hinter verschlossenen Türen wird über die Rente mit 69 ganz still und leise nachgedacht. Einer der Schreiberlinge hat hier die Rentner aufgefordert sich zu verbünden und gegen die zu niedrigen Rentensummen auf die Straße zu gehen. Gestattet sei mir hier die Frage, wo sind denn die derzeitigen Arbeitnehmer, welche Monat für Monat von ihrem Lohn/Gehalt die Rentenbeiträge abgezogen bekommen und täglich aus allen Medien hören, dass sie mal kein Geld, in Form von Rente, vom Staat erwarten sollten?
Bekommen Sie denn alle so viel Geld, dass Sie dem Staat jeden Monat solch ein Geschenk machen können? Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich Sie jetzt provoziert habe. Nur wie lange wollen Sie sich derartige Praktiken von Seiten des Staates noch gefallen lassen? Wäre es da nicht an der Zeit, dass hier in der Sache mal Transparenz eingefordert wird? Sie sehen, zum Thema Rente sollten sich alle gründlich Gedanken machen, bevor sie über die Fitness im Alter nachdenken und dem Staat vielleicht noch Schützhilfe gewähren, damit in Sachen Pflege, mit dem freiwilligen Bürgerjahr auch noch Arbeitsplätze vernichtet werden. Haben Sie denn schon zur Kenntnis genommen, dass das Gesundheitswesen im Jahr 2012 ca. 70.000 Arbeitsstellen schaffen will und muss, weil die ZIVIS fehlen? Denn die haben ungewollt Arbeitsplätze vernichtet, meint Paulinchen.
Ohler Nordhiser
15.12.2011, 10:38 Uhr
Es ist ein Jammer,
die meisten kommentare zu diesem und wie meist auch zu allen anderen themen bestehen aus jammern, klagen und formulierungen und beschreibungen darüber, wie schlecht es deutschland, insbesondere aber dem osten deutschlands geht. wie gesagt - ein jammern, das die offensichtlich doch typische ossi-jammer-mentalität bestätigt.
es geht ja allen so schlecht, dass sie gar nicht dazu kommen die dinge selbst in die hand zu nehmen, sondern vielmehr stets und ständig vater staat und andere dafür verantwortlich machen. politikern wird generell unvermögen und dummheit unterstellt, man selbst hat aber natürlich die weisheit mit löffeln gefressen und würde alles viel besser machen, wenn man mich nur ließe ....
war es brecht oder tucholsky?: "ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte" .....
Herr Taft
15.12.2011, 11:15 Uhr
@ohler nordhiser
...dem ist nichts hinzuzufügen !
h3631
15.12.2011, 12:08 Uhr
Ja es ist ein Jammer
Ohler Nordhiser,aus dem artikel von herrn bundfuß spüht kein sozialneid sondern die wahrheit.es ist ein jammer wenn sie die rentner,die jahrelang schwer garbeitet haben mit ihren argumenten demütigen und von typischer ossi-mentalität schreiben.es gibt mehreremöglichkeiten sie zu verstehen.es soll keine beleidigung sein ,aber sie müssen schlecht hören und sehen.vieleicht kann es auch am alter liegen oder sie bekommen eine fette pension ohler nordhiser
Retupmoc
15.12.2011, 13:10 Uhr
Ihre Polemik
@ ohler Nordhisser geht mir echt gegen den Strich. Natürlich gibt es auch im Osten (und da reicht es wenn Sie sich die Villen in bestimmten Gebieten dieser Stadt anschauen) eine ganze Reihe Leute, denen es gut geht. Und selbst diese jammern noch auf höchstem Niveau, wenn nicht zwei Benz oder die Yacht in der Garage stehen. Das Dumme daran ist nur, das diese Leute nur einen geringen Prozentsatz an der Bevölkerung stellen. Die Wahrheit ist:
In Thüringen verdienen die Menschen weiterhin am schlechtesten. Laut einer Studie arbeiten nirgendwo mehr Menschen für weniger als 5 Euro pro Stunde als hier. Rund 270.000 Thüringer arbeiten für weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Ihr Anteil an der Zahl aller Beschäftigten beträgt 34 Prozent, damit liegt der Freistaat beim Lohnniveau bundesweit an letzter Stelle. Bundesweit arbeiten nur 16 Prozent für weniger als 8,50 Euro, in Baden-Württemberg sind es gerade 10 Prozent.
Dieser Niedriglohn wirkt sich natürlich auch auf die Renten aus. Renten die bei über 50 % der Bevölkerung unter dem Existenzminimum liegen. Und nun sagen Sie mir doch einmal wieviel Sie an Lohn oder Rente bekommen? Denn der Sozialneid ist aus Ihrem Beitrag zu entnehmen, und deren die auf den ALG - Empfängern rumhacken. Das Geld hätten Sie sicher auch gern noch dazu. Lassen wir die Arbeitslosen und die Rentner doch ruhig früher sterben, wie die aktuelle Studie ausweist. Pfui sage ich.
Paulinchen
15.12.2011, 14:39 Uhr
Sehr geehrte/r Ohler Nordhiser und Nussbaum,
es verwundert mich doch schon ein wenig, dass Sie aus dieser, so netten Zeitung, eine der vielen sinnlosen Talk-Shows machen, wie wir sie aus dem Fernsehen der unterschiedlichsten Sender angeboten bekommen.
In Aller Regel sitzen dort längst pensionierte Politiker, die ihre besten Zeiten hinter sich und meist auch nicht das Meiste in ihren Amtszeiten bewegt haben. Nur heute geben sie sich als die größten Schlaumeier. Wenn in den besagten Fernsehsendungen aktive Politiker vertreten sind, dann erfahren wir von denen, wie man es besser machen könnte, nur wenn sie dann im Bundestag sitzen, dann beweisen sie auf Neue ihre Unfähigkeit in Sachen Veränder- Verbesserungen.
Und wenn wir alle so dächten wie Sie Nussbaum und ohler Nordhiser, dann haben wir keine Gegensätze mehr und diese sind das Salz in der Suppe der Politik und Demokratie. Denn ohne Gegensätze gibt es keinen Fortschritt. Da sich aber unsere Politiker offensichtlich immer nur dann uneins sind, wenn Fernsehkameras auf sie gerichtet sind, kann es im Lande leider auch nur schleppend voran gehen. Denn sehr oft hört man sie in der Talk-Show sagen. "Damit binn ich ganz bei Ihnen..."
Was unseren Politikern fehlt, sind Visionen, wie Deutschland z.B. im Jahr 2030 mal aufgestellt sein soll und Politiker die etwas von den Dingen verstehen, deren Ämter sie bekleiden. Es ist sehr leicht, den kleinen Mann für das Negative verantwortlich zu machen, wie Sie es in Ihren Artikeln getan haben. Der Mut hat doch nicht nur die Ossis verlassen, haben Sie denn nicht die Statistiken in Sachen Firmenpleiten und Firmenneugründungen verfolgt?
Beide sind rückläufig! Das heißt, Sie können demnächst noch mehr auf die Kleinen und Schwachen schimpfen, weil es ihnen offensichtlich derzeitig(!) gut geht. Es ist ncht in Ordnun, wenn der Kleine ür das Unvermögen der Großen zur Verantwortung gezogen wird, oder gar dafür gerade stehen muss. Wer hat uns denn die derzeige Krise eingehandelt? Sie wurde von Fachexperten schon or zwei Jahren vorausgesagt, nur das haben nsere Politiker leider nich so ernst genommen. Meint Paulinchen.
I.H.
15.12.2011, 14:51 Uhr
Ach wie furchtbar, nech!
Da kommt irgend son langhaariges Goldlöckchen - Name hab ich leider schon wieder vergessen - mit ner lustigen Idee in der Glotze daher und schon geht hier wieder mal der Okzident unter.
Ist das nich alles so fürchterlich furchtbar!? Sind die Prophezeiungen des langhaarigen Philosophen, der zweifelos einer geheimen Weltregierung angehört, nicht untrügliches Zeichen für den Untergang aller deutschen Rentner?!
Lieber Gott, bitte gib einigen Herrschaften eine richtige Arbeit, am besten eine ohne Internetanschluss.
glaub alles was im TV kommt - Jupp
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