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Fr, 17:50 Uhr
09.12.2011

Kloake Steigerthal (3)

Wie Bodo Schwarzberg anlässlich der bereits in der nnz erschienenen Beiträge zum Problem der ungeklärt in die Umwelt gelangenden kommunalen Abwässer von Steigerthal ankündigte, waren noch zwei Beiträge zu diesem Thema aus meiner Feder geplant. Dazu Anmerkungen des Autors...


Zunächst sollten die konkreten Argumente und Forderungen der Bürgerinitiative von Steigerthal denen der Stadt Nordhausen gegenüber gestellt werden. Dann sollten auch die Verantwortlichen selbst zu Wort kommen. Da sich auf Grund der zurückliegenden Beiträge die Stadt bereits in Kommentaren geäußert hat, könnte gegebenenfalls auf den letzteren Teil verzichtet werden. Dennoch werde ich dort möglicherweise noch einmal nachfragen, zumal es gewiss wichtig ist, etwas dafür zu tun, dass das Problem im Sinne aller Beteiligten, also auch möglichst ohne finanzielle Belastungen für die Bürger und ohne weiteren künstlichen Zeitverzug gelöst wird.

Ich habe den dritten Beitrag zum Thema momentan noch zurückgestellt und die Bürgerinitiative darum gebeten, mir ihre aktualisierten Argumente noch einmal schriftlich mitzuteilen. Dies halte ich für notwendig, weil sich auf Grund der öffentlichen Äußerung der Stadt Nordhausen und des Besuches des grünen Landtagsabgeordneten Dr. Augsten vor Ort eventuell veränderte Sichtweisen ergeben haben könnten. Sobald mir die Bürgerinitiative die gewünschten Informationen hat zukommen lassen, wird die Reihe mit dem angekündigten Beitrag fortgesetzt.

Immermal wieder höre ich das Argument, die Bürger selbst hätten ja in den vergangenen 20 Jahren die Chance gehabt, sich eine moderne Haus-Kläranlage zu zulegen. Dann hätte Steigerthal sein Abwasserproblem nicht mehr. Ist das ein stichhaltiges Argument? Hätte der Bürger allein die Initiative zur Lösung ergreifen müssen, wohl voll auf eigene Kosten oder hätten diese Maßnahmen von der Stadt oder damals noch von der Gemeinde angestoßen und finanziert werden sollen?

Vielleicht mögen sich ja einige Leser dazu in der nnz äußern.

Denn wie mir der Diplom-Geologe und einer der Väter des Karst-Wanderweges Völker aus Uftrungen telefonisch mitteilte, stehen diese Fragen u.a. auch für Buchholz zur Debatte. Während er jedoch auf Grund seiner jahrzehntelangen vergeblichen Bemühungen bezüglich der Lösung der Abwasserprobleme nur noch pessimistisch in die Zukunft blickt, glaube ich, dass es sinnvoll ist, das Thema in der Öffentlichkeit zu halten und nicht aus den Augen zu verlieren.

Dass der grüne Landtagsabgeordnete Steigerthal einen Besuch abstattete zeigt, dass auch in Erfurt zumindest bei einigen Landtagsabgeordneten ein dringender Handlungsbedarf gesehen wird.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnz

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Kommentare
Luftikus
09.12.2011, 21:56 Uhr
Abwasser sind Dorfprobleme
Ob da nun ein Abgeordneter der Grünen erscheint und seine Nase in den Wind hält oder der Pabst das Eichsfeld besucht ändert nichts am Problem. So lange Kläranlagen nicht an das öffentliche System angeschlossen sind, müssen deren Eigentümer für die ordnungsgemässe und sichere Handhabe sorgen. Das nützt auch kein Rumgehacke auf der Stadt oder anderen Politikern.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn die finanziellen Mittel erst spät fließen, um die Grundstücke an einen Kanal anzuschließen. Ähnliche Zustände finden sich auf vielen Dörfern. Dann sollte man den Sickerschächten von Herreden, Hörningen, Hochstedt, Leimbach Urbach u.a. nachgehen.
NDHler
10.12.2011, 13:11 Uhr
???
Mich würde an dieser Stelle mal interessieren wie viele Gemeinden in unserem LK dasselbe Problem haben. Kann da mal jemand was zu sagen?
Glückstreffer
12.12.2011, 20:57 Uhr
Was für ein Hohn !!!
"Alles ist schon längst geplant!" schreibt die Stadt Nordhausen. Das sollen die Steigerthaler Bürger noch glauben, was für ein Hohn !!! Seit 1979 ist das Umweltproblem den Behörden bekannt; Dipl.-Geologe Reinhard Völker hat sich jahrzehntelang dafür eingesetzt, dass das Umweltproblem in Steigerthal endlich gelöst wird, Dokumente an den damaligen Rat des Kreises sind dazu sogar im Karstmuseum veröffentlicht - es hat sich nie etwas getan, sagt Herr Völker resigniert.

Für diesen Ort war nie Geld da; es hat sich auch nie jemand darüber beschwert, schließlich braucht man dann ja auch nicht zu handeln. Der Ort hat doch keine Lobby, es handelt sich doch auch nur um eine von der EU geschützte, einzigartige Naturlandschaft.
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