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Di, 12:05 Uhr
23.09.2003

„Wir werden bestehen bleiben!“

Nordhausen/Ilfeld (nnz). Der Landkreis Nordhausen steht vor einer eventuellen Neuordnung. Die nnz hatte bereits in der vergangenen Woche über Gespräche zwischen der Städten Nordhausen und Ellrich berichtet. Das findet nicht nur Freunde.


Wie die nnz erläuterte, wollte sich die Einheitsgemeinde Ellrich eigentlich stärker an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Südharz-Hohnstein binden. Vielleicht auch andersrum? Doch die Gespräche seien von Ellricher Seite abgebrochen worden, so die offizielle Sicht von Bürgermeister Gerald Schröder (pl). In der VG sieht man das nicht so. „Wir haben uns nur unverbindlich unterhalten, was man zukünftig vielleicht zusammen gestalten könnte“, meinte VG-Chef Bernd Meyer zur nnz.

In der Verwaltungsgemeinschaft mit neun Gemeinden und rund 9.700 Bürgern hat man mit der gegenwärtigen Struktur keine Probleme. Im Gegenteil, sie sei zukunftssicher, so Meyer und verweist nach Sachsen-Anhalt. Dort würden Verwaltungsgemeinschaften gefördert. In Thüringen hingegen setzt man auf Einheitsgemeinden. Wenn der Gesetzgeber also in den kommenden Monaten und vielleicht Jahren Druck ausübe, so wollen die Südharzer dem nicht widerstehen.

Denn: Mit fast 10.000 Einwohner haben sie eine stabile Größe, auch für eine Einheitsgemeinde, die nicht angreifbar sei. Diese Aussage wird vor allem in Richtung Nordhausen ausgesprochen. Es ist kein Geheimnis, dass die Nordhäuser sich gern ihre „Nachbargemeinde“ Niedersachswerfen einverleiben würden. Das Bestreben ist so alt, wie der Hang der Rolandstadt nach Eigenständigkeit, sprich – nach Kreisfreiheit. Die soll derzeit zwar kein Thema sein, heißt es seit Jahren, doch die Aufnahme der 3.400 „Sachswerfer“ in den städtischen Verbund, das wäre nicht schlecht.

Da allerdings haben die Nordhäuser die Rechnung ohne zwei Wirte gemacht. Der eine, Bernd Meyer, hält überhaupt nichts davon. Der andere, Jochen Napiralla, bringt es noch deftiger rüber: Wenn eine Eingemeindung, dann die von Nordhausen nach Niedersachswerfen, gab er bereits mehrfach mit dem verschmitzten Lächeln des „ollen Ewersberg“ zu verstehen.
Autor: nnz

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