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Fr, 06:57 Uhr
09.12.2011

Minister in der „Langen Wand“

ThHüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz weihte gestern nicht nur eine Hochwasserschutzanlage bei Sundhausen ein, sondern tauchte auch in die geologische und Bergabgeschichte des Südharzes ein...

Reinholz an der Langen Wand in Ilfeld (Foto: privat) Reinholz an der Langen Wand in Ilfeld (Foto: privat)

Reinholz besuchte das historische Bergwerk „Lange Wand” in Ilfeld. Er war nicht mit leeren Händen gekommen. Er war eigens angereist, um den Betreiben dieses einzigartigen Bergwerks, der Wanderführergruppe Ilfeld/Wiegersdorf eine Weihnachtsüberraschung zu bringen. Es war ein Zuwendungsbescheid in der Höhe von 1.000 Euro aus dem Überschuss der Staatslotterie. Die Freude darüber war natürlich riesengroß.

Reinholz an der Langen Wand in Ilfeld (Foto: privat) Reinholz an der Langen Wand in Ilfeld (Foto: privat)

Mit diesem Geld soll das Besucherbergwerk erhalten und weiter ausgebaut werden. An einem Bergwerk gibt es von Zeit zu Zeit auch Sicherungsarbeiten durchzuführen, denn die Sicherheit geht über alles. Somit findet diese finanzielle Zuwendung eine gute uns sehr sinnvolle Verwendung, Notwendiges Material wird davon bezahlt, die Arbeiten werden wie alles Andere auch, dann in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt. Für diese Unterstützung möchte sich unser Verein beim Minister Jürgen Reinholz mit einem ganz herzlichen „Glück Auf!“ bedanken.

Bedanken möchten wir uns auch bei dem „Nordhäuser Bergmannsverein“ der uns immer wieder hilfreich zur Seite stehen. Sie bauten in den letzten Wochen einen gewaltigen Polygonausbaus mit Folienabdeckung in die stets nasse Nische des Saales. Sogar ein Fußboden wurde noch eingebaut. Auch diesen fleißigen Knappen gebührt ein ganz herzlicher Dank. Ganz unbeteiligt hieran ist auch die „Ilfelder Bergsicherung“ nicht. Auch der BSI für diese Unterstützung und die sehr gute Zusammenarbeit unseren ganz herzlichen Dank. Um den Ministerbesuch auch einen würdigen Rahmen zu geben und als Dank, wurde der Nordhäuser Bergmannsverein eingeladen. Nach einer herzlichen Begrüßung und einigen kurzen Ansprachen wurde Minister Jürgen Reinholz zu einer kleinen Befahrung des Bergwerks eingeladen.

Unser Bergführer Ingo Eberhardt erklärte hierbei dem Minister Reinholz die einzelnen Erzschichten und Besonderheiten dieses einmaligen Bergwerks, des Baryt- und Kupferschiefer- Abbaues. Sehr interessiert folgte der Minister den Erklärungen über dieses einzigartige Bergwerk. Sogar mit einer Speziallampe wurden Vererzungen gezeigt welche man sonst nicht erkennt. Der Befahrung folge eine freundliche, ungezwungene aber sehr interessante Unterhaltung über den Bergbau, das Bergwerk, den Geo- und Naturpark. Da der Zeitplan mal wieder sehr eng war, wurde sich bald mit den besten Wünschen verabschiedet. Ein nochmaliges „Danke“ war das Ende des kurzen Ministerbesuches.
Manfred Kappler
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
09.12.2011, 18:00 Uhr
Auch Gipsbergbau soll Museum werden!
Ich kann die so aktiven Bergleute von der "Langen Wand" nur für das Geleistete beglückwünschen. Die Bergbaumuseen entlang des Südharzsrandes sind wichtige Säulen eines sanften Tourismus und Dokumentationszentren der Wirtschaftsgeschichte. In den Stollen kann man gewissermaßen das Herz des Harzes schlagen hören.

Da die Lange Wand in Ilfeld, das Bergbaumuseum Wettelrode und auch der Rabensteiner Stollen offenbar regen Zuspruch finden, könnte ich mir für die Zukunft auch ein entsprechendes Bergbaumuseum zum Thema Gipsabbau im Thüringer Südharz vorstellen. Museen halten historische Zeitabschnitte und die die prägenden wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse für die Nachwelt fest.

Auch der Gipsbergbau sollte im Naturpark Südharz nun der Vergangenheit angehören, wenngleich dies rechtlich sicher schwer zu realisieren sein wird. Aber kein anderer Bergbaubereich hat dermaßen große Schäden angerichtet und für den Verlust so vieler Standorte heute bedrohter Pflanzenarten gesorgt. Und er ist durch den Einsatz von Reagipsen oder der Verarbeitung des auf Halde liegenden Anhydrits ersetzbar, ohne das Arbeitsplätze gefährdet werden müssten.

Ein Museum zu diesem Thema im Landkreis Nordhausen wäre aber gewiss ein gelungener Abschluss eines solchen vielleicht doch irgendwie möglichen Prozesses, zumal unsere Ministerpräsidentin bei einem Besuch im Landkreis in diesem Jahr ihrem Wunsch Ausdruck verlieh, hier keinen Gisabbau mehr stattfinden zu lassen.
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