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Mi, 13:52 Uhr
07.12.2011

nnz-Forum: Soll dieser Wald sterben?

Brasiliens Wald soll sterben, falls die neue brasilianische Regierung ihre Pläne einer so genannten Novellierung ihres Waldgesetzes umsetzt, ist eine gigantische Waldfläche von zusammengenommen der Größe Italitens, Deutschlands und Österreichs der Abholzung preisgegeben, alles in allem mehr als 76 Millionen Hektar. Ein Leser der nnz bittet um Ihre Hilfe...


An Stelle dieser größten zusammenhängenden Regenwaldfläche der Welt sollen Soja-Felder u.a. auch zur Versorgung europäischer Landwirte mit Eiweißnahrung für ihre Rinder und damit für unseren Fleischkonsum angebaut werden. Es drohen nicht nur nicht zu beziffernde Verluste an vielleicht noch nicht einmal endeckten Tier- und Pflanzenarten, sondern riesige CO2-Emmissionen, die unser bedrohtes Klima zusätzlich belasten.


Auch einige indigene Völker könnten dadurch ausgerottet werden. Zahlreiche Organisationen aus aller Welt protestieren gegen die größte geplante Abholzung, die es je in der Geschichte der menschlichen Zivilisation gegeben hat.

Vielleicht mag sich ja der eine oder andere Leser an der vom WWF initiierten Mailaktion an die brasilianische Präsidentin beteiligen. Mehr als 11.000 Menschen haben sich allein auf der WWF-Seite bereits beteiligt. Sollten auch Sie Interesse daran haben, sich aktiv gegen dieses Vorhaben auszusprechen, nutzen Sie bitte den folgenden Link: http://www.wwf.de/emergencycallbrasilien

Die Vergangenheit hat übrigens gezeigt, dass zahlreiche Protestaktionen dieser Art von Erfolg gekrönt waren, vor allem in Mittelamerika. Vielleicht haben wir auch diesmal Glück. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung!
Bodo Schwarzberg
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Paulinchen
07.12.2011, 21:54 Uhr
Der Regenwald von Brasilien ist vor unserer Haustür
Was der Autor mit diesem Artikel da sagen will, möchte mich doch fast kalt lassen. Vor ca. zwei Jahren lagen in allen Geschäften unseres Nachbarortes Rottleberode Listen aus, auf denen sich Personen mit ihrer Unterschrift für die Erhaltung des Baumbestandes im Südharz einsetzen sollten.

Die Listen waren unendlich lang, doch geholfen hat es NICHTS. Fährt man mit dem Auto mal in Richtung Harzgerode, so kann man durch den einst dichten Wald/Fichten und Buchenbestand problemlos durchschauen. Im Übrigen kommen einem hier die Langholz -LKW in Massen entgegen und haben nur ein großes Ziel: das neue Sägewerk in Rottleberode.

Zugegeben, hier kommen auch Hölzer aus anderen Regionen an, aber unser Südharz war der erste, der herhalten musste. Da hat man keinen Grünen der gleichnamigen Partei angetroffen, der sich für den Erhalt eines der tausenden Bäume zum Schutz angeboten hätte. Vielleicht war es denen vom Parteivorstand ja auch verboten worden, denn der Kommerz steht ja bekanntlich im Vordergrund.

Nur die Gier nach Holz aus dem Harz, konnte ich bislang im Westteil nicht ausmachen. Hier blieben die Wälder weitestgehend verschont.

Es ist für mich schon mehr als bemerkenswert, dass wir in Deutschland uns das Maul zerreißen, wenn eine Regierung eines anderen Landes beschließt, mit Dingen Geld zu verdienen, von denen sie sich große Gewinne versprechen. Die arabischen Länder verkaufen ihr Erdöl an die Welt und auch an uns. Russland verkauft sein Erdgas u.a. auch an uns. So gibt es garantiert in Deutschland auch Kunden, denen die Tapete auf einer Schrankwand für 3.000 Euro nicht gefällt und sie stattdessen echtes Furnier haben möchten.

Sei es drum - es gibt eben preiswerte Autos aus Fernost und es gibt Luxuskarossen aus Deutschland, England und Italien. Eben für jeden etwas.

Nun werden ganz sicher einige Leser schon vor Wut kochen, weil ich bis jetzt den Klimaschutz nicht in Betracht gezogen habe. Das kommt jetzt. Je dichter ein Baumbestand ist, desto widerstandsfähiger ist er gegen Stürme. Wie kommt es aber, dass unser Harz in den letzten Jahren stets von den Winden arg in Mitleidenschaft (Windbruch) gezogen wurde? Weil er extrem ausgedünnt wurde! Mögen doch die Grünen Naturschützer ihr Geld nach Brasilien schicken, damit den Menschen dort eine bessere Lebenssituation damit geschaffen wird. Sollten wir da besser nicht mal vor unserer Tür kehren und wer hilft unserem Harz, fragt Paulinchen?

PS: Wussten Sie schon, dass der Alte Stolberg in den kommenden Jahren abgerodet werden soll, um dort Gips abbauen zu können? Die Vorbereitungen dafür laufen schon.
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