Sa, 18:30 Uhr
03.12.2011
Bunte Republik Deutschland
In Rekordzeit wurde in Jena das Konzert Rock’n’Roll Arena/ Für eine bunte Republik Deutschland auf die Beine gestellt. So schnell gab’s das überhaupt noch nie, lobte Udo Lindenberg. Klar, dass die nnz gestern dort vor Ort war. Und natürlich ganz nah dran am Geschehen und den musikalischen Stars des Abends, die zusammen mit tausenden Fans ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzten...
In Rekordzeit wurde in Jena das Konzert Rock’n’Roll Arena/ Für eine bunte Republik Deutschland auf die Beine gestellt. So schnell gab’s das überhaupt noch nie lobte Udo Lindenberg. Klar, dass die nnz gestern dort vor Ort war. Und natürlich ganz nah dran am Geschehen und den musikalischen Stars des Abends, die zusammen mit tausenden Fans ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzten.
Die musikalischen Acts: Kowski, Julia Neigel, Toni Krahl, Silly, Peter Maffay, Clueso und natürlich Udo Lindenberg. Die Initiatoren: Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin, Udo Lindenberg, Peter Maffay.
Es wäre wirklich mal wieder an der Zeit, ein Zeichen zu setzen hatte Udo Lindenberg nach einem Telefonat mit Sigmar Gabriel gesagt. Der war vor wenigen Tagen auf die Idee gekommen, den Altrocker anzurufen. Der Auslöser: Jena und ganz Thüringen gerieten in die Schlagzeilen, seitdem die Erkenntnisse um den Tod der beiden Bankräuber einen immer deutlicher werdenden rechten Terrorsumpf aufzeigten.
Ihr seid doch damals nicht losgezogen in Leipzig und Jena, um euer Land zu befreien, und euch dann diese neuen Idioten reinzuholen, die die uralten brauen Parolen schreien. Es ist traurig, wenn so ein wunderschönes Land derartig diskreditiert wird und so einen Imageverlust erleidet. Fünfzigtausend Leute stehen hier für ihre Haltung, für dieses andere Thüringen, für dieses entscheidende Thüringen. Und nicht für die paar Idioten, die hier rumrennen, erklärte Udo Lindenberg anlässlich einer Pressekonferenz kurz vor dem Konzert. Peter Maffay sagte: Ich hab einen achtjährigen Sohn und ich möchte, dass er in einer Demokratie aufwächst.
Thüringen lässt sich nicht reduzieren, auf einen Haufen krimineller Terroristen sagte Jürgen Trittin und betonte die Wichtigkeit des gestrigen Ereignisses: Es ist ein echter Rekord, den Jena hier mit diesem Konzert aufgestellt hat.
Jena ist eine multikulturelle Stadt und Thüringen ein wunderbares Land, mit einmaliger Kultur und Geschichte, mit klugen Köpfen und großartigen Menschen. Dass man sich das nicht von Nazis und Faschisten einfach kaputtmachen lässt, zeigte sich gestern klar und deutlich. Musiker, Politiker, Vereine, Initiativen und fünfzigtausend Konzertbesucher forderten vehement das längst überfällige NPD-Verbot und keinen Platz für Nazis.
Es wird ein supergeiles Programm, natürlich werden einige Leute zum Thema sprechen. Es gibt natürlich jede Menge Rock’n’Roll-Power. Aus Freude erwächst Energie gegen den Kampf gegen die Nazischweine, kündigte Udo Lindenberg unter ohrenbetäubendem Jubel an, als er das Publikum begrüßte.
Maffay wünscht sich dass die nachkommenden Generationen nicht erleben müssen, dass sich die Geschichte hier in Deutschland wiederholt. Und fügte an: Unser Beitrag heute dient diesem Ziel.
Sigmar Gabriel dankte zu Beginn allen anwesenden Musikern. Die beiden (Udo Lindenberg und Peter Maffay, Anmerkung der Redaktion) sind immer da, wenn es darum geht Vielfalt, Demokratie und Freiheit zu verteidigen. Wir wollen zeigen, dass wir die NPD zu verbieten haben.
Dann ging die Post ab.
Kowsky, Julia Neigel, Toni Krahl (City), Silly, Peter Maffay, Clueso sowie Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester rockten die Oberaue-Bühne im größten Dezember-Open-Air-Konzertereignis Thüringens aller Zeiten. Und mit klaren Worten und musikalischen Zeichen gegen Rechtsradikalismus.
Ihnen gebührt ebenso viel Lob wie der tollen Arbeit der Veranstalter, der Behörden, der Polizei, der Stadt und der unzähligen Helfer für einen beispiellos reibungslosen Ablauf und einen unvergesslichen Abend. Nicht zu vergessen, die vielen Spender. Stolze 320.000 Euro, die Hälfte davon aus dem Jenaer Raum, kamen binnen kürzester Zeit zur Finanzierung des Konzertes im Vorfeld zusammen. Denn auch wenn die Künstler für den guten Zweck auf Gagen verzichteten, ganz umsonst ist so ein Mega-Konzert nicht auf die Beine zu stellen.
Was bleibt von diesem Abend ist die überdeutliche Botschaft: Jena, Thüringen, Deutschland ist bunt, nicht braun!
Text und Fotos: Mathias Daniel
Autor: nnzIn Rekordzeit wurde in Jena das Konzert Rock’n’Roll Arena/ Für eine bunte Republik Deutschland auf die Beine gestellt. So schnell gab’s das überhaupt noch nie lobte Udo Lindenberg. Klar, dass die nnz gestern dort vor Ort war. Und natürlich ganz nah dran am Geschehen und den musikalischen Stars des Abends, die zusammen mit tausenden Fans ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzten.
Die musikalischen Acts: Kowski, Julia Neigel, Toni Krahl, Silly, Peter Maffay, Clueso und natürlich Udo Lindenberg. Die Initiatoren: Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin, Udo Lindenberg, Peter Maffay.
Es wäre wirklich mal wieder an der Zeit, ein Zeichen zu setzen hatte Udo Lindenberg nach einem Telefonat mit Sigmar Gabriel gesagt. Der war vor wenigen Tagen auf die Idee gekommen, den Altrocker anzurufen. Der Auslöser: Jena und ganz Thüringen gerieten in die Schlagzeilen, seitdem die Erkenntnisse um den Tod der beiden Bankräuber einen immer deutlicher werdenden rechten Terrorsumpf aufzeigten.
Ihr seid doch damals nicht losgezogen in Leipzig und Jena, um euer Land zu befreien, und euch dann diese neuen Idioten reinzuholen, die die uralten brauen Parolen schreien. Es ist traurig, wenn so ein wunderschönes Land derartig diskreditiert wird und so einen Imageverlust erleidet. Fünfzigtausend Leute stehen hier für ihre Haltung, für dieses andere Thüringen, für dieses entscheidende Thüringen. Und nicht für die paar Idioten, die hier rumrennen, erklärte Udo Lindenberg anlässlich einer Pressekonferenz kurz vor dem Konzert. Peter Maffay sagte: Ich hab einen achtjährigen Sohn und ich möchte, dass er in einer Demokratie aufwächst.
Thüringen lässt sich nicht reduzieren, auf einen Haufen krimineller Terroristen sagte Jürgen Trittin und betonte die Wichtigkeit des gestrigen Ereignisses: Es ist ein echter Rekord, den Jena hier mit diesem Konzert aufgestellt hat.
Jena ist eine multikulturelle Stadt und Thüringen ein wunderbares Land, mit einmaliger Kultur und Geschichte, mit klugen Köpfen und großartigen Menschen. Dass man sich das nicht von Nazis und Faschisten einfach kaputtmachen lässt, zeigte sich gestern klar und deutlich. Musiker, Politiker, Vereine, Initiativen und fünfzigtausend Konzertbesucher forderten vehement das längst überfällige NPD-Verbot und keinen Platz für Nazis.
Es wird ein supergeiles Programm, natürlich werden einige Leute zum Thema sprechen. Es gibt natürlich jede Menge Rock’n’Roll-Power. Aus Freude erwächst Energie gegen den Kampf gegen die Nazischweine, kündigte Udo Lindenberg unter ohrenbetäubendem Jubel an, als er das Publikum begrüßte.
Maffay wünscht sich dass die nachkommenden Generationen nicht erleben müssen, dass sich die Geschichte hier in Deutschland wiederholt. Und fügte an: Unser Beitrag heute dient diesem Ziel.
Sigmar Gabriel dankte zu Beginn allen anwesenden Musikern. Die beiden (Udo Lindenberg und Peter Maffay, Anmerkung der Redaktion) sind immer da, wenn es darum geht Vielfalt, Demokratie und Freiheit zu verteidigen. Wir wollen zeigen, dass wir die NPD zu verbieten haben.
Dann ging die Post ab.
Kowsky, Julia Neigel, Toni Krahl (City), Silly, Peter Maffay, Clueso sowie Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester rockten die Oberaue-Bühne im größten Dezember-Open-Air-Konzertereignis Thüringens aller Zeiten. Und mit klaren Worten und musikalischen Zeichen gegen Rechtsradikalismus.
Ihnen gebührt ebenso viel Lob wie der tollen Arbeit der Veranstalter, der Behörden, der Polizei, der Stadt und der unzähligen Helfer für einen beispiellos reibungslosen Ablauf und einen unvergesslichen Abend. Nicht zu vergessen, die vielen Spender. Stolze 320.000 Euro, die Hälfte davon aus dem Jenaer Raum, kamen binnen kürzester Zeit zur Finanzierung des Konzertes im Vorfeld zusammen. Denn auch wenn die Künstler für den guten Zweck auf Gagen verzichteten, ganz umsonst ist so ein Mega-Konzert nicht auf die Beine zu stellen.
Was bleibt von diesem Abend ist die überdeutliche Botschaft: Jena, Thüringen, Deutschland ist bunt, nicht braun!
Text und Fotos: Mathias Daniel
































