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Sa, 10:25 Uhr
03.12.2011

Wo ist Sunny?

Mieze Sunny (Foto: Tierschutz e.V.) Mieze Sunny (Foto: Tierschutz e.V.) Der Tierschutz Nordhausen e.V. sucht nach einer Mieze, die bereits vermittelt war und nun plötzlich verschwunden ist und bittet jetzt um Hilfe bei der Suche nach dem kleinen Samtpfötchen.

„Unsere Sunny wurde von uns in ein neues Zuhause vermittelt. Leider hat sich die kleine Mieze dort nicht wohl gefühlt, so dass sie vom Besitzer einfach weitervermittelt wurde“, so Tierschutz-Mitarbeiterin Carola Braune.

Offensichtlich hatte sich der Besitzer das Zusammenleben mit der Katze etwas einfacher vorgestellt. Die Mieze hat dort einfach nur noch gestört. Das Tier wurde kurzerhand einer Person gegeben, deren Namen die Leute allerdings nicht mehr wissen…

Nun sind die Mitarbeiterinnen des Tierschutz Nordhausen e.V. sehr in Sorge um die verschmuste Sunny und bitten um Mithilfe bei der Suche nach Sunny. Die neuen Besitzer oder Personen, die wissen, wo sich die Mieze aufhält, möchten sich bitte beim Tierschutz Nordhausen e.V. melden (unter 0173/ 56 53 574).

„Es geht uns einfach nur darum, dass wir gern erfahren möchten, ob es der Katze gut geht und beim wem sie ein neues Zuhause gefunden hat“, so Tierschutzleiterin Katja Kolbe.
Autor: rh

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
03.12.2011, 16:45 Uhr
Tierschutz sollte Blick auf wahre Probleme wagen.
Ich finde den selbstlosen Einsatz der Tierschützer absolut unverzichtbar, zumal ich selbst ein Anhänger von Idealismus und Enthusiasmus für eine gute Sache bin, auch und gerade, wenn es dafür kein Geld gibt.
Vor allem aber sollten die Tierschutzverbände ihre Kraft auf die Verfolgung tatsächlich gravierender Verstöße gegen die Tierschutzgesetze und moralische Normen verwenden, etwa, wenn ein Hund oder eine Katze gequält und nicht tiergerecht gehalten wird. Jeder einzelnen Katze hinterherzulaufen hingegen halte ich für übertrieben.

Die Vermenschlichung dieser Haustiere treibt meines Erachtens schon tierschutzrelevante Blüten: Verfolgen sollten die Tierschützer z.B. Katzenhalter, die ihr Tier wie einen Hund an der Leine führen, nur damit diese nicht davonläuft. Bei Hunden mag das ja noch angehen, da sie auf Grund ihrer Prägung an ein Rudel mit hierarchischen Strukturen sowieso in einer engen sozialen Interaktion mit dem Menschen am anderen Ende der Leine stehen. Katzen aber sind keine Rudeltiere, sondern eher Einzelgänger. Sie müssen ihre Reviere markieren, die sich gesteckt haben und sich als Revierinhaber erkennen zu geben. Zudem sind sie Raubtiere oder wegen mir Beutegreifer, die Mäusen z.B. auflauern und sie töten, weil dies ihrem natürlichen Verhalten entspricht.

Katzen aber an die Leine zu nehmen ist Quälerei. Sie haben keine menschlichen, sondern Katzengene! Hier sollte der Tierschutz Nordhausen aktiv einschreiten udn seine eigene Handlungsweise gelegentlich überprüfen.

Wenn der Tierschutzbund beginnt, jeder einzelnen Katze nachzuspüren, dann halte ich das im Sinne eines effektiven Tierschutzes für ebenso nicht sehr zielführend. In derselben Zeit, wo der Tierschutzbund da aktiv ist, entgehen ihm vielleicht Fälle wirklichen Handlungsbedarfs.

Sehr sinnvoll übrigens finde ich hingegen das Engagement der Tierschützer z.B. für Hunde, die in spanischen Tötungsstationen vor sich hinveregtieren, nachdem sie als "Sport"- oder Polizeihunde nicht mehr zu "gebrauchen" sind.
Diese armen, missbrauchten Tiere nach Deutschland zu holen und an Tierhalter mit dem nötigen Sachverstand zu vermitteln, das ist eine ethisch schöne und sehr wichtige Aufgabe.

Auch sollte der Tierschutzbund die Tötung der halbwilden Hunde in der Ukraine unbedingt anprangern, die vor der Fußball-EM mit den staatlich sanktionierten Blutbädern für "saubere Straßen" sorgen möchte. Denn das hat mit Sport nichts zu tun.

Engagieren sich die Tierschützer hier, sorgen sie auf effektive Weise für den Schutz nicht nur eines Tieres, sondern für den vieler Tausender Vierbeiner.

Ich wünsche mir also einen verstärkten Blick über den Tellerrand, das heißt über die rund um die Hauptpost streunende Mieze hinweg.
Denn Tierschutz, liebe Freunde, ist auch Artenschutz oder er sollte es doch sein. Haben Sie sich schon einmal mit dem Gemetzel beschäftigt, dass sich im Zuge der Regenwaldabholzung in vielen Ländern abspielt? Im Netz finden Sie Berichte über Holzlasterfahrer, die Schimpansenmütter erschießen und deren Babys auf dem Markt des nächsten Dorfes zur Fleischgewinnung anbieten.

Dies ist z.B. für Kamerun dokumentiert. Zahlreiche andere angeblich geschützte Tiere werden dem illegalen Tierhandel übergeben, der natürlich auch Kunden in Europa bedient.
Tierschützer, die sich z.B. aktiv für den Schutz der Regenwälder einsetzen (ich empfehle www.Regenwald.org), erreichen ein Maximum an Tierschutz, wenn es ihnen gelingt, einige Hektar vor der Raffgier von Biosprit-, Soja- und Holzunternehmern zu retten, oder vor den deutschen Baumarktkunden, die sich einen hölzernen Terrassentisch zweifelhafter malayischer Herkunft ohne Nachzudenken auf den Einkaufswagen packen.

Zugleich ist Engagement gegen die Anheizung unseres Klimas durch weitere Emissionen von Treibhausgasen ein höchst effektives Tierschutzengagement. Denn ein gerettetes Klima könnte zugleich zehntausende Eisbären vor dem Hunger- und Ertrinkungstod bewahren oder auch Zehntausende Karibus, deren Herden der alljährliche Zug über das zugefrorene Meer eigen ist.

Vielleicht sind dies ja einige nachdenkenswerte Ansätze. Es gibt viel zu tun.
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