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Mi, 13:48 Uhr
30.11.2011

„Menschenbilder“ im Druck

In fast 30 Beiträgen aus dem Buch "Menschenbilder aus der Harz- und Kyffhäuserregion" hatte Autor Bodo Schwarzberg Menschen porträtiert. Das Gesamtwerk kommt Mitte Dezember auf den Markt...


Das Buch „Menschenbilder aus der Harz- und Kyffhäuserregion“ befindet sich gegenwärtig im Druck. Als Auslieferungstermin wurde der 16. Dezember festgelegt. Der anvisierte Termin 30.11. war auf Grund der Kapazitäten der Buchbinderei leider nicht zu halten.

Nach Mitteilung von Autor Bodo Schwarzberg wird das Werk in Bezug auf Umfang und Informationsgehalt besondere Maßstäbe setzen. Der 1964 in Nordhausen geborene Schriftsteller interviewte zwischen März 2010 und Oktober 2011 insgesamt 204 Menschen aus der Region um die Rolandstadt und brachte deren Leben, aber auch deren Sichtweisen auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf insgesamt 1.192 Buchseiten zu Papier.

„Mir ging es dabei nicht einfach nur um die Biografien meiner Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Viel mehr interessierten mich Hintergründe, so die Fragen nach dem Wie und dem Warum in Bezug auf bestimmte Lebensentscheidungen und Lebensinhalte“, sagt er. Insbesondere sei es ihm darum gegangen, den Einfluss der jeweiligen Gesellschaftssysteme auf all dies zu hinterfragen. Wendebedingte Brüche und Neuorientierungen nehmen einen besonders breiten Raum ein.

„Das Buch ist ein Zeitdokument, das auch künftigen Generationen möglichst realistische, kritische und auch selbstkritische Einblicke in das Verhältnis zwischen persönlicher Entwicklung und der durchlebten gesellschaftlichen Vergangenheit geben soll“, so der Nordhäuser.

Zahlreiche Fotos und Dokumente, von Auszügen aus Stasiakten bis hin zu Abbildungen, die den Nordhäuser Ehrenbürger Helmut Zinke beim Entschärfen von Bomben in der Rolandstadt zeigen, machen die getroffenen Aussagen besonders anschaulich. Sein jüngster Gesprächspartner war zum Zeitpunkt des Interviews 21 Jahre alt, sein ältester 88.

Nur ein kleiner Teil der 1.800-er Auflage wird es auf Grund der zahlreichen Vorbestellungen, so Schwarzberg, bis in die Buchläden schaffen. All jene Menschen, die Bücher vorbestellt haben, erhalten diese noch vor Weihnachten. Im neuen Jahr soll es möglicherweise in Nordhausen eine öffentliche Vorstellung des Buches geben.

„Das in Leder gebundene Buch soll in Form und Umfang eine absolute Einmaligkeit sein“, so der Autor. Ein geplanter zweiter Band wird allerdings Teile des bewährten Konzeptes übernehmen. Großzügig unterstützt wurde das Buch vom bekannten Nordhäuser Unternehmer Helmut Peter und vom Maler und Grafiker Klaus-Dieter Kerwitz. Rund 30 Grafiken des Künstlers mit dem Schwerpunkt Nordhausen fanden in das Buch Eingang. Die nnz wird auch weiterhin einzelne Texte, allerdings weitestgehend ohne Bilder publizieren.

Schwarzberg hat zwischen 1998 und 2011 rund 1.500 Menschen in bis zu vier Stunden währenden Interviews befragt. Sechs Bücher schrieb er über Einwohner des Großraumes Halle.
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
01.12.2011, 08:49 Uhr
bin gespannt...
ich habe den Eindruck, dass das Buch auf großes Interesse stösst. Vielleicht ist ja eine zweite Auflage für die Bücherläden in der Stadt drin...muss ja nicht in Leder sein.

Ich versuche mir vorzustellen, welche Fundgrube ein solches Buch in hundert Jahren darstellt. Das Stadtarchiv sollte auf jeden Fall mindestens ein Exemplar verwahren.
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