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Fr, 13:14 Uhr
18.11.2011

Lebhafte Grüne Diskussionen

Grüne Mitglieder und interessierte BürgerInnen diskutierten gestern in Mecklenburg´s Hof ihre Vorstellungen zur Entwicklung der Stadt Nordhausen und des Landkreises. Die anstehenden Landrats- und Oberbürgermeister-Wahlen 2012 liefern derzeit eine erhebliche Fülle an Gesprächsstoff beim bündnisgrünen Kreisverband...


Gestärkt fühlt man sich insbesondere durch die eigenen Kandidaten als auch durch erfolgreiche Anträge aus Nordhausen auf der Landesdelegiertenkonferenz am vergangenen Samstag in Gotha. Der von OB-Kandidaten Christian Darr vorgestellte Antrag zur Einrichtung eines Biosphärenreservates Südharz wurde von den Delegierten auf Landesebene sogar einstimmig befürwortet.

Gefordert wird die Umsetzung des im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU 2009 formulierten Diskussionsprozesses mit VertreterInnen der Wissenschaft, der Wirtschaft und dem Tourismus sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel für die Aufklärung der verschiedenen Interessengruppen in der Region.

Für mehr direkte Demokratie sprach sich der Kandidat für das Amt des Landrates in Nordhausen, John Dauert, aus. Der Antrag zur Änderung der Thüringer Kommunalordnung zielt darauf ab, dass vorberatene Ausschüsse öffentlich sind. Damit soll es BürgerInnen möglich sein, sich bereits im Anfangsstadium über sie betreffende Planungen leicht informieren kommen können.

Nach diesen Entscheidungen wird sich nun die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Nordhäuser Themen noch stärker annehmen. Kreissprecherin Gisela Hartmann will dazu ihren „guten Draht“ nach Erfurt nutzen, um etwas in der Sache voranzubringen. Ebenso will man bei den Themen Bildung und Kultur 2012 stärker in die öffentliche Debatte gehen. Ob Schule oder Theater, für die GRÜNEN gilt Bildungsgerechtigkeit für alle, die künftig verbessert werden muss.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
18.11.2011, 15:34 Uhr
Erklärung zum Biosphärenreservat zukunftsweisend
Ich kann die einstimmige Beschlussfassung der Grünen als Vorstandsmitglied der Kreisgruooe Nordhausen des BUND eindeutig begrüßen und unterstützen, sicher auch im Namen der anderen Mitglieder.

Vor allem wünsche ich mir nun eines: Dass die Koaliition in Erfurt ihren eigenen Beshluss umsetzt, der die Prüfung bzw. Vorbereitung der Schaffung eines Biospärenreservates im Südharz nun auch auf Thüringer Staatsgebiet bis 2012 beeinhaltet. Auch möchte ich alle Skeptiker v.a. aus den Kreisen der Wirtschaft bitten, keine Bedenken gegen ein solches Reservat zu haben.

Ein BR bedeutet nicht, irgendjemanden zu vertreiben. Lediglich in einem winzigen Bereich, also in der Kernzone, (meist Wälder), ist eine Bewirtschaftung ausgeschlossen. Ein BR dient der Sicherung der Kulturlandschaft mit und für die Menschen und nicht gegen sie. Ein BR kann im Gegenteil die Wirtschaft voranbringen, wie das länderübergreifende BR Rhön beweist. Zudem ist ein BR ein Aushängeschild, mit dem sogar international auf die Bedeutung des Südharzer Gipskarstes aufmerksam gemacht wird.

Zudem beweist die Entwicklung unserer Region, dass für die Wirtschaft und Gewerbe eine Menge getan wurde und zwar vielfach mehr, als im Umweltbereich. So fließen in das Industriegebiet viele Millionen, während in Steigerthal noch immer, 20 Jahre nach der Wende, Abwässer im Erdreich versickern und angeblich kein Geld vorhanden ist. Auch die Landschaftspflege, inkl. Umsetzung der FFH-Richtlinie wird in Thüringen
nach wie vor bedeutend stiefmütterlicher behandelt, als die Wirtschaftsförderung. Zudem sollten wir nie vergessen, dass die Wirtschaft auf eine intakte Biosphäre existentiell angewiesen ist.

Jeder betriebliche Gewinn beruht letztlich in seinen absoluten Wurzeln auf natürlichen Ressourcen. In einigen Ländern beginnen die Kosten für die Beseitigung von Umweltschäden die Kassen schon so zu belasten, dass die Wirtschaft gefährdet ist. Beispiel ist der übersteigerte Monsun von 2010 in Pakistan, wo die Wirtschaft monatelanng großflächig am Boden lag. Und das ist nur ein Beispiel. Noch nie zuvor hatte der Monsun zuvor bis nach Pakistan gereicht. Forscher sehen den Klimawandel und damit die Wirtschafts- und Lebensweise der Menschen als Ursache.
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