Sa, 08:03 Uhr
12.11.2011
Ein echter Beitrag zur (Land-)Wirtschaft
Am Freitag traf sich Christian Darr, der im Frühjahr die Nachfolge von Barbara Rinke als Nordhäuser Oberbürgermeister antreten möchte, mit einem Mann, welcher sich der Herstellung eines besonders süßen und dennoch gesunden Nahrungsmittels verschrieben hat. Worüber die beiden gesprochen haben, das hat die NNZ erfahren...
Sein Besuch galt dem pensionierten Lehrer und langjährigen Imker Dr. Werner Greiner. Hier informierte sich Christian Darr zunächst über das reichhaltige Angebot des Bienenzüchters. Neben Honig stellen meine Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, wie Dr. Greiner seine Bienen gern nennt, auch viele weitere Produkte her. Auch Bienenwachs, welches vor ca. 150 Jahren vom Erdölprodukt Paraffin als Hauptlieferant für Kerzen verdrängt wurde und auch ganze honiggefüllte Waben, Pollen, Gelée Royale, Propolis und einige weitere Produkte bietet ein Imker an.
Auf die Frage, wie sich der Absatz seiner Produkte gestaltet antwortet Dr. Greiner: Da bin ich recht zufrieden, doch es könnte besser sein. Besonders ärgert ihn das oftmals qualitativ minderwertige Honigangebot in den Supermärkten. Dieser Honig wurde oftmals über lange Strecken transportiert und landet dort häufig bereits überaltert. Zudem verweist Dr. Greiner auf den Preisunterschied, inzwischen ist sein Honig meist sogar deutlich preiswerter als in den Regalen der Lebensmittelkonzerne.
Mit ihrer Arbeit ist die Imkerei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn wer sollte all die Pflanzen, die ja unsere Ernährungsgrundlage bilden, sonst bestäuben, wenn nicht die Bienen? sagt Christian Darr. Dennoch - als Haupterwerbsquelle taugt die Imkerei inzwischen schon lange nicht mehr. Das würde ich niemandem empfehlen. sagt der Hobbyimker Greiner dazu. Daraus resultieren auch die enormen Nachwuchssorgen dieses Berufsstandes, das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei über 60 Jahren.
Auf die Frage, welche Forderungen die Imkerei an die Politik richtet sagt Dr. Greiner: Wir sollten auch in den Städten mehr Pflanzen ansiedeln, die Bienen besonders nützen, zum Beispiel die Linde oder die Schneebeere. In den Großstädten erreicht die Imkerei teilweise beeindruckende Ernten. Besonders wichtig ist aber dass keine genetisch manipulierten Pflanzen angebaut werden. Das Fazit seines Besuches beschreibt Christian Darr mit folgenden Sätzen:
Mit der Imkerei stärken wir die Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln und fördern lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe. Vor allem ist sie ein unersetzbarer Bestandteil der Landwirtschaft. Meine Respekt gilt daher allen Imkerinnen und Imkern, welche oftmals noch im hohen Alter ihrer Tätigkeit nachgehen. Im Gegensatz dazu helfen in keinem Fall Forderungen, wie im Entwurf zum Landesentwicklungsprogramm 2025 oder jüngst von Industrieagrarlobbyist Egon Primas, nach immer mehr Massentierhaltung. Dieses falsche Bild von Landwirtschaft, welches nur mit Agrarfabriken und dem Import von Futtermitteln aus der ganzen Welt aufrecht erhalten werden kann hilft weder der Region noch den Verbrauchern. Es kann deshalb keine Zukunft haben.
Aktuelle Neuigkeiten sowie die Ziele und das Programm des bündnisgrünen Kandidaten finden Sie auf der Seite von Christian Darr, erreichbar unter: www.ob-nordhausen.de
Autor: nnzSein Besuch galt dem pensionierten Lehrer und langjährigen Imker Dr. Werner Greiner. Hier informierte sich Christian Darr zunächst über das reichhaltige Angebot des Bienenzüchters. Neben Honig stellen meine Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, wie Dr. Greiner seine Bienen gern nennt, auch viele weitere Produkte her. Auch Bienenwachs, welches vor ca. 150 Jahren vom Erdölprodukt Paraffin als Hauptlieferant für Kerzen verdrängt wurde und auch ganze honiggefüllte Waben, Pollen, Gelée Royale, Propolis und einige weitere Produkte bietet ein Imker an.
Auf die Frage, wie sich der Absatz seiner Produkte gestaltet antwortet Dr. Greiner: Da bin ich recht zufrieden, doch es könnte besser sein. Besonders ärgert ihn das oftmals qualitativ minderwertige Honigangebot in den Supermärkten. Dieser Honig wurde oftmals über lange Strecken transportiert und landet dort häufig bereits überaltert. Zudem verweist Dr. Greiner auf den Preisunterschied, inzwischen ist sein Honig meist sogar deutlich preiswerter als in den Regalen der Lebensmittelkonzerne.
Mit ihrer Arbeit ist die Imkerei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn wer sollte all die Pflanzen, die ja unsere Ernährungsgrundlage bilden, sonst bestäuben, wenn nicht die Bienen? sagt Christian Darr. Dennoch - als Haupterwerbsquelle taugt die Imkerei inzwischen schon lange nicht mehr. Das würde ich niemandem empfehlen. sagt der Hobbyimker Greiner dazu. Daraus resultieren auch die enormen Nachwuchssorgen dieses Berufsstandes, das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei über 60 Jahren.
Auf die Frage, welche Forderungen die Imkerei an die Politik richtet sagt Dr. Greiner: Wir sollten auch in den Städten mehr Pflanzen ansiedeln, die Bienen besonders nützen, zum Beispiel die Linde oder die Schneebeere. In den Großstädten erreicht die Imkerei teilweise beeindruckende Ernten. Besonders wichtig ist aber dass keine genetisch manipulierten Pflanzen angebaut werden. Das Fazit seines Besuches beschreibt Christian Darr mit folgenden Sätzen:
Mit der Imkerei stärken wir die Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln und fördern lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe. Vor allem ist sie ein unersetzbarer Bestandteil der Landwirtschaft. Meine Respekt gilt daher allen Imkerinnen und Imkern, welche oftmals noch im hohen Alter ihrer Tätigkeit nachgehen. Im Gegensatz dazu helfen in keinem Fall Forderungen, wie im Entwurf zum Landesentwicklungsprogramm 2025 oder jüngst von Industrieagrarlobbyist Egon Primas, nach immer mehr Massentierhaltung. Dieses falsche Bild von Landwirtschaft, welches nur mit Agrarfabriken und dem Import von Futtermitteln aus der ganzen Welt aufrecht erhalten werden kann hilft weder der Region noch den Verbrauchern. Es kann deshalb keine Zukunft haben.
Aktuelle Neuigkeiten sowie die Ziele und das Programm des bündnisgrünen Kandidaten finden Sie auf der Seite von Christian Darr, erreichbar unter: www.ob-nordhausen.de



