Mi, 13:11 Uhr
09.11.2011
Soziale Partnerschaft
Die Firma Feuer Powertrain ist in den vergangenen Jahren durchweg mit positiven Nachrichten der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Heute war die IG Metall im Haus in der Rothenburgstraße...
Endlich, nach acht Jahren konnten die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite sich an einem Tisch einigen und einen Tarifvertrag abschließen. Einen Firmentarifvertrag, wohl gemerkt, der aus 13 Einzelverträgen besteht.
Armin Schild, der Vertreter der Gewerkschaft, war des Lobes voll ob der Entwicklung des Nordhäuser Unternehmens. Schild, seines Zeichens IG-Bezirksleiter, versteht die Gewerkschaft als fairer Partner eines solchen Unternehmens, der neun Monate lang verhandeln musste, ehe die Papiere unterschriftsreif waren. Kernaussage: die Lohnentwicklung ist an die des Flächentarifvertrages gebunden. Warum also nicht gleich ein Beitritt zum Flächentarifvertrag?
Für die Gewerkschaft sei das der Einstieg in das Flächenniveau, sagte Klaus-Dieter Schmidt von der IG Metall in Nordthüringen, der federführend die Verhandlungen führte. Vor allem in den Sonderzahlungen gebe es aber noch Nachholebedarf (Weihnachts- und Urlaubsgeld). Doch das Erreichte kann sich sehen lassen, zum Beispiel:
Gulden schätzte ein, dass das Unternehmen einen schwierigen Start hatte, man denke nur an die Automobilkrise. Eigentlich konnten die Kurbelwellenhersteller erst vor einem Jahr deutliche schwarze Zahlen schreiben. Dem gegenüber stehen auch rund 150 Millionen Euro an Investitionen in Nordhausen. Das ist die materielle Seite, die menschliche Seite aber ist genau so wichtig. Mit 60 Auszubildenden wird die Zukunft ebenso gesichert wie dem berühmten Geld in die Hand nehmen.
Mit Blick auf die Zukunft beider Tarifparteien sei es notwendig, künftig noch flexibler zu reagieren und zu agieren, um so den Anforderungen der kommenden Jahre auch aus dem demografischen Gesichtswinkel heraus gerecht zu werden. Und so bekommt der Begriff einer Tarifpartnerschaft vielleicht eine gänzlich neue Bedeutung.
Autor: nnzEndlich, nach acht Jahren konnten die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite sich an einem Tisch einigen und einen Tarifvertrag abschließen. Einen Firmentarifvertrag, wohl gemerkt, der aus 13 Einzelverträgen besteht.
Armin Schild, der Vertreter der Gewerkschaft, war des Lobes voll ob der Entwicklung des Nordhäuser Unternehmens. Schild, seines Zeichens IG-Bezirksleiter, versteht die Gewerkschaft als fairer Partner eines solchen Unternehmens, der neun Monate lang verhandeln musste, ehe die Papiere unterschriftsreif waren. Kernaussage: die Lohnentwicklung ist an die des Flächentarifvertrages gebunden. Warum also nicht gleich ein Beitritt zum Flächentarifvertrag?
Für die Gewerkschaft sei das der Einstieg in das Flächenniveau, sagte Klaus-Dieter Schmidt von der IG Metall in Nordthüringen, der federführend die Verhandlungen führte. Vor allem in den Sonderzahlungen gebe es aber noch Nachholebedarf (Weihnachts- und Urlaubsgeld). Doch das Erreichte kann sich sehen lassen, zum Beispiel:
- Einführung der 38-Stundne-Arbeitswoche
- Einführung einer Altersteilzeitregelung
- 30 Tage Urlaub oder die Eins zu Eins Übernahme der zukünftigen Thüringer Tarifabschlüsse
Gulden schätzte ein, dass das Unternehmen einen schwierigen Start hatte, man denke nur an die Automobilkrise. Eigentlich konnten die Kurbelwellenhersteller erst vor einem Jahr deutliche schwarze Zahlen schreiben. Dem gegenüber stehen auch rund 150 Millionen Euro an Investitionen in Nordhausen. Das ist die materielle Seite, die menschliche Seite aber ist genau so wichtig. Mit 60 Auszubildenden wird die Zukunft ebenso gesichert wie dem berühmten Geld in die Hand nehmen.
Mit Blick auf die Zukunft beider Tarifparteien sei es notwendig, künftig noch flexibler zu reagieren und zu agieren, um so den Anforderungen der kommenden Jahre auch aus dem demografischen Gesichtswinkel heraus gerecht zu werden. Und so bekommt der Begriff einer Tarifpartnerschaft vielleicht eine gänzlich neue Bedeutung.


