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So, 12:42 Uhr
06.11.2011

Verein will Baustoffbörse aufbauen

Ein Jahr lang haben die Mitglieder des Vereins „Südharzer Fachwerkzentrum Nordhausen“ darauf gewartet, dass sie Altendorf 48 übernehmen können. Jetzt wurden die weiteren Projekte in Angriff genommen...

Altes Haus soll gerettet werden (Foto: M. Garke) Altes Haus soll gerettet werden (Foto: M. Garke)

Es handelt sich um eines der ältesten Häuser Nordhausens mit wertvoller Fassade, Hausbrunnen, historischem Backofen und vor allem zwei bemalten Holzdecken im Ober- und Untergeschoss. Es sollte ursprünglich abgerissen werden. Nun wollen die Hausretter Dampf machen. Sie müssen das Konzept, hier ein Dokumentationszentrum für Fachwerk im Südharz zu etablieren, ausarbeiten, sie wollen das Gebäude noch in diesem Monat so sichern, dass es unbeschadet über den Winter kommt und sie erarbeiten einen Bauantrag, der im nächsten halben Jahr eingereicht sein soll.

Eine Menge Aufgaben. „Und das ist bei weitem nicht alles“, sagt der stellvertretende Vereinschef Markus Veit. „Nach außen wollen wir wesentlich mehr zeigen, welche Anliegen wir vertreten.“ Darum plant das Südharzer Fachwerkzentrum oder SFZ, wie der Verein kurz genannt wird, schon am 19. November einen Arbeitseinsatz. Dazu sind interessierte Nordhäuser herzlich eingeladen. Der Hof soll gesäubert, die Dachrinne erneuert und das frühere Schaufenster der Bäckerei provisorisch wiederhergerichtet werden.

Altes Haus soll gerettet werden (Foto: M. Garke) Altes Haus soll gerettet werden (Foto: M. Garke) Öffentlich wird sich der Verein nach dem Denkmaltag (Foto) zum zweiten Mal bei der Aktion „Advent in den Höfen“ am 3. Und 10. Dezember präsentieren. Unter dem Motto „Weihnachtsbäckerei in Altendorf 48“. Und im kommenden Jahr ist eine erste Ausstellung zum Thema „Fachwerk im Südharz“ geplant.

Zu den größten Projekten zählt der Aufbau einer Börse für historische Baustoffe. Die Mitglieder sammeln schon seit geraumer Zeit erhaltenswerte Türen, Beschläge, Treppen, Schaufensterfassaden und Ornamentik von Häusern, die abgerissen werden. Diese Baumaterialien sind heute auf dem Markt viel wert. „Doch uns geht es nicht ums Geld, wir wollen, dass diese Dinge erhalten bleiben“, erklärt Markus Veit.

Wer baut, kann sich in der Börse umschauen und Dinge mitnehmen oder gegen andere Baustoffe tauschen. Das ist die Idee. Die für Nordhausen neu ist, aber in Städten wie Quedlinburg oder Görlitz schon lange praktiziert wird. „Dabei legen wir Wert darauf, nicht nur in Nordhausen aktiv zu sein, sondern im gesamten Südharz, von Heringen über Bleicherode und Ellrich bis nach Großbodungen. Mitglieder aus dem gesamten Landkreis sind willkommen“, betont Schatzmeister Prof. Jörg Arnsmeyer. Derzeit suchen die SFZler nach einem Domizil für die Börse.

Dass sie nach einem Jahr schon eine Menge geschafft haben, konstatierte Vereinschef Thomas Müller am Donnerstag bei der Jahreshauptversammlung in der „Brandenburg“. Hier konnten sechs neue Mitglieder aufgenommen werden, darunter der frühere Stadtarchivar Hans-Jürgen Grönke und Bürgermeister Matthias Jendricke.
Michael Garke
Autor: nnz

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