Mi, 17:54 Uhr
05.10.2011
Für gesunde Zähne
Anke Heidecke hält Hund Bello noch oben. Gespannt beobachten die Jungen und Mädchen die Handpuppe mit dem großen Gebiss, an der die Prophylaxeschwester zeigt, wie man die Zähne richtig putzt und machen es dann mit ihrer Zahnbürste gleich nach. Diese Putzübungen sind ein Programmpunkt des heutigen Aktionstages in den Kindertageseinrichtungen in Nordhausen Ost...
Anlässlich des bundesweiten Tages der Zahngesundheit sind die Zahnärztin Marie-Luise Kardach und Zahnarzthelferin Sybille Reiche vom Jugendzahnärztlichen Dienst des Landratsamtes mit Anke Heidecke von der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Thüringen e.V. zu Gast in den Kitas Haus Kunterbunt und Spielkiste. Ganz spielerisch erfahren die Kinder, wie wichtig gesunde Ernährung auch für die Zähne ist und worauf sie beim Zähneputzen achten müssen: so puzzeln die Kinder Äpfel, Orangen und Bananen, spielen Memory mit Obst- und Gemüsemotiven, werfen mit kleinen Bällen auf eine große Zahn-Torwand und bekommen ein glitzerndes Zahn-Tattoo auf den Arm, den sie danach stolz empor strecken.
Auch die Eltern bezieht der Jugendzahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes in diesen Aktionstag mit ein. Am Morgen erwartete die Mütter und Väter ein Informationsstand mit vielen Hinweisen rund um gesunde Zähne, beispielsweise darüber, in welchen Lebensmitteln sich wie viel Zucker versteckt. Neben solchen Aktionstagen ist der Jugendzahnärztliche Dienst auch sonst in den Kitas und Schulen im Landkreis unterwegs. Viermal im Jahr zeigt Prophylaxeschwester Anke Heidecke in insgesamt 35 Kindertageseinrichtungen, wie man richtig die Zähne putzt. Die übrigen Kitas betreuen Patenschaftszahnärzte. An den Reihenuntersuchungen des Jugendzahnärztlichen Dienstes nehmen einmal im Jahr Kinder ab zwei Jahren in Kitas sowie Schüler in Grund- und Regelschule und Gymnasien bis zur 12. Klasse im gesamten Landkreis teil. Nach diesen jährlichen Untersuchungen erhalten die Eltern ein Informationsschreiben mit dem jeweiligen Befund.
Dabei zeigt sich, dass viele Kinder behandlungsbedürftig sind. So war von den 826 Zwei- bis Dreijährigen, die im Schuljahr 2009/10 an der Reihenuntersuchung teilgenommen haben, bei 661 Jungen und Mädchen alles in Ordnung – 154 Kinder bekamen jedoch den Hinweis, möglichst bald zum Zahnarzt zu gehen. Das war fast jedes fünfte Kind. Bei den Sechsjährigen betraf das fast 40 Prozent der untersuchten Kinder, bei den Siebenjährigen 43 Prozent. Gerade bei den kleinen Kindern bereite die Nuckelflaschenkaries Probleme, so Marie-Luise Kardach.
Wichtig ist, den Kindern nicht die Nuckelflasche ständig in die Hand zu geben, so dass sie andauernd trinken können und die Zähne immer umspült werden, sagt die Zahnärztin. Wenn schon trinken, dann am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Wichtig sei auch, gleich mit dem ersten Milchzahn mit dem Putzen zu beginnen, auch wenn noch gestillt wird, den Nuckel so früh wie möglich abzugewöhnen, damit Zahnfehlstellungen vermieden werden und rechtzeitig und regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen. Am besten, bevor es Beschwerde gibt, so Marie-Luise Kardach, denn dann verbinden die Kinder gleich von Beginn an negative Erfahrungen mit dem Besuch beim Zahnarzt.
Jessica Piper
Autor: nnzAnlässlich des bundesweiten Tages der Zahngesundheit sind die Zahnärztin Marie-Luise Kardach und Zahnarzthelferin Sybille Reiche vom Jugendzahnärztlichen Dienst des Landratsamtes mit Anke Heidecke von der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Thüringen e.V. zu Gast in den Kitas Haus Kunterbunt und Spielkiste. Ganz spielerisch erfahren die Kinder, wie wichtig gesunde Ernährung auch für die Zähne ist und worauf sie beim Zähneputzen achten müssen: so puzzeln die Kinder Äpfel, Orangen und Bananen, spielen Memory mit Obst- und Gemüsemotiven, werfen mit kleinen Bällen auf eine große Zahn-Torwand und bekommen ein glitzerndes Zahn-Tattoo auf den Arm, den sie danach stolz empor strecken.
Auch die Eltern bezieht der Jugendzahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes in diesen Aktionstag mit ein. Am Morgen erwartete die Mütter und Väter ein Informationsstand mit vielen Hinweisen rund um gesunde Zähne, beispielsweise darüber, in welchen Lebensmitteln sich wie viel Zucker versteckt. Neben solchen Aktionstagen ist der Jugendzahnärztliche Dienst auch sonst in den Kitas und Schulen im Landkreis unterwegs. Viermal im Jahr zeigt Prophylaxeschwester Anke Heidecke in insgesamt 35 Kindertageseinrichtungen, wie man richtig die Zähne putzt. Die übrigen Kitas betreuen Patenschaftszahnärzte. An den Reihenuntersuchungen des Jugendzahnärztlichen Dienstes nehmen einmal im Jahr Kinder ab zwei Jahren in Kitas sowie Schüler in Grund- und Regelschule und Gymnasien bis zur 12. Klasse im gesamten Landkreis teil. Nach diesen jährlichen Untersuchungen erhalten die Eltern ein Informationsschreiben mit dem jeweiligen Befund.
Dabei zeigt sich, dass viele Kinder behandlungsbedürftig sind. So war von den 826 Zwei- bis Dreijährigen, die im Schuljahr 2009/10 an der Reihenuntersuchung teilgenommen haben, bei 661 Jungen und Mädchen alles in Ordnung – 154 Kinder bekamen jedoch den Hinweis, möglichst bald zum Zahnarzt zu gehen. Das war fast jedes fünfte Kind. Bei den Sechsjährigen betraf das fast 40 Prozent der untersuchten Kinder, bei den Siebenjährigen 43 Prozent. Gerade bei den kleinen Kindern bereite die Nuckelflaschenkaries Probleme, so Marie-Luise Kardach.
Wichtig ist, den Kindern nicht die Nuckelflasche ständig in die Hand zu geben, so dass sie andauernd trinken können und die Zähne immer umspült werden, sagt die Zahnärztin. Wenn schon trinken, dann am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Wichtig sei auch, gleich mit dem ersten Milchzahn mit dem Putzen zu beginnen, auch wenn noch gestillt wird, den Nuckel so früh wie möglich abzugewöhnen, damit Zahnfehlstellungen vermieden werden und rechtzeitig und regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen. Am besten, bevor es Beschwerde gibt, so Marie-Luise Kardach, denn dann verbinden die Kinder gleich von Beginn an negative Erfahrungen mit dem Besuch beim Zahnarzt.
Jessica Piper







