nnz-Forum: Zugemüllt
So schön wie die jungen Damen in der Südharz-Galerie hat sich die Stadt am Wochenende nicht gezeigt. nnz-Leser Sören Wehrhan hatte da in der Bahnhofstraße seine Beobachtungen gemacht...
Vermüllt (Foto: privat)
Neben dem geschäftlichen Treiben war die Bahnhofsstraße und vereinzelt auch die Rautenstraße dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Mülleimer übergequollen sind. Ich bin nur noch selten in der Stadt und finde es traurig, dass die Stadtoberen eine solche Präsentation zulassen.
Es ist eines verkaufsoffenen Sonntags und schon gar nicht eines Feiertags würdig. Ich habe vor kurzem Nordspanien bereist. Dort wurden die Innenstädte morgens vor Geschäftsbeginn mit großer Mühe gereinigt, um sich den Gästen bestmöglich zu zeigen.
Auch wenn die Spanier in Sachen Finanzen von uns lernen müssen, so können wir uns in dieser Hinsicht etwas abschauen. Weiterhin war gestern die Gästeführergilde in diesen Bereichen mit Touristen
unterwegs. Welche Erinnerung da wohl an die Stadt bleibt?
Sören Wehrhan
Autor: nnz
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Kommentare
Klaro
04.10.2011, 18:20 Uhr
Zugemüllte Bahnhofstraße
Welchen Einfluß zur Sauberhaltung der Stadt
nimmt denn das Ordnungsamt,fragt man sich.
Oder ist diese Institution nur für das Ahnden von Parkvergehen zuständig? Aber da fließt ja kein Geld in`s Stadtsäckel, denn der teure Fuhrpark muß ja auch finanziert werden!
Bodo Schwarzberg
04.10.2011, 19:14 Uhr
Papierkörbe leeren: ein Verwaltungsakt?
Ich könnte mir vorstellen, dass es ein gewisser bürokratischer Akt ist, die Papierkörbe an einem verkaufsoffenem Feiertag zu leeren, weil dieser schlichtweg den üblichen Leerungsrhythmus durcheiander bringt. An solchen Tagen werden die Müllmänner und -frauen sicher nicht arbeiten. Wer also soll dann diese Arbeit erledigen?
Ich bin auch der Meinung, dass an den Wochenenden ein bis zwei Leute zusätzlich in der Stadt unterwegs sein sollten, um Papierkörben das Überquellen und den Passanten und Touristen den daraus resultierenden Anblick zu ersparen. Und da ja die Stadt sparen muss, bin ich der Meinung, dass diese zusätzlichen Aufgaben von den sowieso eingeteilten Ordnungsamtmitarbeitern mit zu erledigen sind.
Dies würde zudem den Ruf des Ordnungsamtes verbessern helfen. Ich bin mir sicher, dass ein papierkorbleerendes Ordnungsamt bei der Bevölkerung gut ankäme.
Schließlich verfügt das Amt über viele und geräumige Fahrzeuge, die zu unserer aller Wohle in der Stadt patroullieren. Bliebe nur noch die Organisation eines Containers für den zusätzlichen Sonn- und Feiertagsmüll. Aber das sollte doch nicht das Problem sein?
Allerdings sollte vielleicht auch noch an das Gewissen der Passanten appelliert werden: Wenn sie sehen, dass ein Papierkorb schon voll ist, dann ist es bestimmt nicht so schwer für sie, ihren Müll bis zum nächsten oder übernächsten zu tragen, oder eventuell sogar mit nach Hause zu nehmen - im Interesse des Antlitzes der Stadt?
Eine weitere mögliche Alternative wäre natürlich die Vergrößerung der Zahl an Papierkörbe oder die Vergrößerung des Volumens der bereits bestehenden. Wie man leicht sieht, ist das Problem also lösbar.
Die beste Lösung ist natürlich Müllvermeidung, womit wir bei den Ausgabestellen für den Müll wären. Vielleicht sollten diese sich auf Mehrweggeschirr besinnen? Die DDR hat es uns vorgemacht!
Dieser Gedanke ist auch deswegen sinnvoll, weil in Pappbechern und Packpapier all zu oft billiges Regenwaldholz verarbeitet ist. Aber welchen Verkäufer oder durstigen Passanten interessiert das schon, wenn er den Altweibersommer genießen möchte?
andreas66
04.10.2011, 19:45 Uhr
So ist das!
Die Fotos hätten von mir sein können. Nach dem Besuch des Zwiebelmarktes am Sonntag nutzten auch wir die Möglichkeit des verkaufsoffenen Sonntags. Mir fiel es auch gleich auf wie unansehnlich der Platz vor Südharz-Galerie aussah.
Der Müll stammt bestimmt nicht nur von einer Nacht. Hatte auch schon Kamera in der Hand, da kam aber schon die Straßenbahn. Eine kurze Beobachtung noch. Auf dem Heimweg heute von der Arbeit fuhr eine Kehrmaschine in die Köllingstraße. Vorneweg das Ordnungsamt, auf der Suche nach Opfern. Das Stadtsäckl muß gefüllt werden. Weiter so!
Luftikus
04.10.2011, 20:42 Uhr
Müll auch bei Mc Donald
Es ist zwar keine neue Nachricht, sondern tägliche Tatsache, aber ich kann nicht verstehen, wieso keine zivil gekleideten Ordnungshüter bei Mc Donald Verwarnungen aussprechen. Klar, hier muß man sich mit dem gegenüber auseinander setzen, aber Geld käme auch hier ins Stadtsäckel. In der halben Stunde wo ich dort stand, wurde aus 6 Fahrzeugen der Müll rausgeworfen, also die Müllkörbe nicht mal genutzt.
Manch einer ist noch so clever und würft die Tüten unters Auto, damit sie erst beim Wegfahren auffällt. Auch Aschenbecher werden so gleich geleert.
Die Verkehrssituation lies es zu, dass ich eine große Tüte, welche der Fahrzeughalter vergessen hatte, ihm wartend vor dem Kreuzungsbereich durch sein Schiebedach nachreichen konnte. Natürlich mit der Öffnung nach Unten! Die mir nachgerufen Schimpfwörter nahm ich lächend entgegen.
Stadtbewohner
04.10.2011, 20:52 Uhr
sieht doch noch gut aus...
... links und rechts der Zorge, oberhalb der Gerhart Hauptmann Brücke sieht es sehr oft noch viel besser aus.
carino
05.10.2011, 00:14 Uhr
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Harzer_Wolf
05.10.2011, 07:53 Uhr
Ganz einfach
Das Müllproblem wäre ganz einfach zu lösen. Zwei Varianten:
Variante 1:
Man erhebt auf alle Dinge wie Becher, Tüten, Teller, Gabeln, Messer usw. einen Pfand.
Variante 2:
Diejenigen Verursacher, die für den Plastikmüll verantwortlich sind werden im Vorfeld mit einer Müllsteuer zur Kasse gebeten. Mal sehen ob dann auch McD oder die Galeriegeschäfte auf Mehrweggeschirr kommen.
Dazu natürlich auch ab und zu mal ein Kontrolleur die diese Leute zur Kasse bittet, die den Müll einfach wegschmeissen. In anderen Länder zahlen Sie 100 Euro, wenn Sie eine Kippe wegwerfen.
In einem anderen Beitrag hier geht es um Umweltschutz und Klima. Damit fängt es an.
Aber ich wette 100 : 1 das die Entscheidungsträger auf Variante 3 kommen. Lassen wir doch den Wohlstandsmüll von den H4-Empfängern über 1-Euro-Job aufsammeln. Damit Sie mal sehen, wie Wohlstand zumindest auf dem Papier aussieht.
andreas66
05.10.2011, 08:02 Uhr
Stadtordnung, wer setzt sie durch???
3.1 Nordhäuser Stadtordnung Ordnungsbehördliche Verordnung zur Abwehr von Gefahren durch:
- Verunreinigungen
- Zweckwidrige Benutzung von Papierkörben
- Fliegende Verkaufsanlagen
- Wildes Plakatieren, unerlaubte Werbung
- Verwilderte Tauben
- Offene Feuer im Freien
- Grillfeuer
- Aschenbecher
- Wildes Zelten
- Alkoholgenuss
- Wasser und Eisglätte
- Betreten und Befahren von Eisflächen
- Baden, motorbetriebene Wasserfahrzeuge
- Ski und Rodel auf öffentlichen Verkehrsflächen
- Leitungen
- Schneeüberhang und Eiszapfen
- Beeinträchtigungen an Einrichtungen für öffentliche Zwecke
- Befahren, Parken und Sondernutzungen auf öffentlichen Anlagen
- Ruhestörenden Lärm
- Anpflanzungen
- Herkulesstaude
- Tiere
- Hunde
- Benutzung von Sportstätten
- Hausnummerierung
- Briefkästen und Klingelanlagen
in der Stadt Nordhausen.
Eben gefunden unter Nordhausen.de. Um die Abwehr von Gefahren durchzusetzen ist bestimmt das Ordnungsamt dann in der Pflicht.
Cäsar
05.10.2011, 09:55 Uhr
Am Wochenende immer voll
Da ich am Wochenende oft in der Bahnhofstrasse bin, habe ich festgestellt, dass die Papierkörbe Sonntags immer übervoll sind. Es liegt nicht an dem verkaufsoffenen Sonntag. Dieses Problemm tritt an jedem Wochende auf. Für Nordhausen ist das kein gutes Aushängeschild.
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