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Fr, 12:56 Uhr
29.08.2003

Zur Kirschblüte nach Tilleda?

Nordhausen (nnz). Der Ausflug ins benachbarte Bundesland ist bald nicht mehr nötig. Im Rahmen eines Rekultivierungsprojektes der Stadt Nordhausen bekommen die Bürger ihre eigene Streuobstwiese direkt vor die Haustür.


Text und Fotos: Wiethoff

Direkt hinter der Gaststätte “Schöne Aussicht” erstreckte sich einst die Bauschuttdeponie Nordhausen Nord. Erfreulicherweise lagerten dort keine Problemstoffe. Ein Rekultivierungsprojekt der Stadt Nordhausen läßt an dieser Stelle jetzt eine Streuobstwiese entstehen. Rund 70 einheimische Gehölze, vor allem Kirschbäume, werden auf den 1,3 Hektar angepflanzt. Das Gebiet soll als ein kleiner Park mit Bänken und temporären Feuchtgebieten allen Bürgern offen stehen. Damit dient die Neugestaltung auch der Wohnumfeldverbesserung in Nordhausen Nord.

Die von der Firma Kemna Bau ausgeführten Erdarbeiten gehen gut voran. Anfang November werden von Firma Parkservice Müller die Bäume gepflanzt. Diese wird in den nächsten drei Jahren auch die Pflege des Grundstücks übernehmen.

Wer in der Gemarkung Nordhausen Baumaßnahmen vornimmt, der muß Ausgleichsleistungen erbringen. Bisher verlief das relativ unkontrolliert und nicht immer standortgerecht. So konnte es nicht weiter gehen, fanden die Verantwortlichen. Im Rahmen eines städtischen Ökopools können nun aus den Geldern für Ausgleichsmaßnahmen auch umfangreichere Projekte wie dieses 130.000 Euro kostende durchgeführt werden. Für Firmen bedeutet dieses System ebenfalls eine Erleichterung, da sie sich nicht mehr selbst um Ausgleich kümmern müssen, sondern Geld für städtische Vorhaben bereitstellen.

Ein weiteres Projekt steht schon in den Startlöchern. Es kann beginnen, sobald geförderte Maßnahmen vom Arbeitsamt bewilligt werden. Der Roßmannsbach in Nordhausen Ost soll im Bereich der Leimbacher Straße renaturiert werden. Dabei werden die im Bachbett verbauten Betonteile entfernt und mehr Platz für das Gewässer geschaffen. Die Bauern brauchen keine Bedenken zu haben, da landwirtschaftliche Nutzflächen nicht berührt werden. Die Stadt Nordhausen hofft, daß die neu geschaffenen Naturflächen von der Bevölkerung zu Erholungszwecken gern genutzt werden.
Autor: nnz

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