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Do, 15:08 Uhr
28.08.2003

Fachtagung hat begonnen

Nordhausen (nnz). An der Nordhäuser Fachhochschule hat am Vormittag die erste Thüringer Präventionsfachtagung und –messe begonnen. Sie steht unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“. Thüringens Sozialminister Klaus Zeh (CDU) sprach sich für eine stärkere Unterstützung von Initiativen gegen Rechtsextremismus aus.


Im Freistaat gebe es derzeit rund 250 solcher Initiativen. Es sei wichtig, diese stärker miteinander zu vernetzen beziehungsweise deren Kommunikation untereinander zu fördern, sagte Zeh am Donnerstag auf einer Fachtagung zum Thema Rechtsextremismus an der Fachhochschule Nordhausen. Gerade bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus spiele Prävention eine große Rolle. Daher gebe es in Thüringen eine Reihe von Programmen, beispielsweise zur Unterstützung von Pädagogen bei der Behandlung dieses Themas im Unterricht.

Zeh forderte zugleich ein stärkeres gesellschaftliches Engagement gegen Extremismus. „Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass eine Zunahme von Gewalt zu verzeichnen ist“, sagte der Minister. Deshalb sei es nicht nur Aufgabe der Politik, sondern auch von Schulen und Familien, Kindern und Jugendlichen die Grundwerte einer demokratischen Gesellschaft zu vermitteln.

Nach Angaben des Referatsleiters im Bundesfamilienministerium Sven-Olaf Obst hat die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten sei von 6400 im Jahr 1996 auf 10 700 im Jahr 2002 angestiegen. Die Mehrzahl der Täter seien Jugendliche und junge Erwachsene.

Die Fachtagung dauert noch bis morgen. Am Abend sind die Tagungsteilnehmer auf die Burgruine Hohnstein eingeladen. Dort nehmen sie an einer szenischen Lesung des türkischen Künstlers Serdar Somuncu teil. Organisiert und vorbereitet wurde die Tagung vom Nordhäuser Verein neue ebenen.
Autor: nnz

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