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Sa, 15:19 Uhr
24.09.2011

VHS-Infoabend über Drogen

Drogen, Rauschgift, Betäubungsmittel... diese Begriffe sind den meisten Menschen aus Medienberichten bekannt. Doch das gibt es doch nicht hier bei uns in der Provinz, oder???


Ein Vortrag der Kreisvolkshochschule am 13. Oktober um 18 Uhr im Herder-Gymnasium, Raum 106 geht dieser Frage auf den Grund. Die Polizeidirektion Nordhausen informiert über Drogen und ihre Wirkungsweise sowie über ihre Verbreitung in Deutschland und in der Region Nordhausen.

Fragen zu dieser Problematik werden gern beantwortet. Die Veranstaltung ist für Erwachsene ab 18 Jahren geeignet und ist gebührenfrei.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
24.09.2011, 20:44 Uhr
Drogen in Provinz längst Alltag!
Die im Beitrag eingangs gestellte Frage hat mich verwundert. Natürlich haben wir in der "Provinz" Drogen! In fast jeder mmz-Polizeimeldung ist doch von Autofahrern die Rede,die aus dem Verkehr gezogen und angezeigt wurden. Ich habe das Gefühl, dass der Staat dem Problem vollkommen hilflos gegenübersteht. Wenn man so manchem Jugendlichen auf der Straße in die Augen schaut, dann vermutet man oft nicht "nur" Alkohol.

Hier müsste viel härter durchgegriffen werden, vor allem aber an den Quellen der Produktion: Ich war vor einigen Jahren selbst in Bolivien und habe nicht schlecht gestaunt, wie gut die Produktion von Coca floriert. Ja, sie ist dort oft die einzig lukrative Einnahmequelle für die Bauern - in Bolivien übrigens vollkommen legal. An jeder Straßenecke kann man dort Cocablätter kaufen. Angeblich sind mehr als 90% der Bevölkerung dort abhängig - sie wird allerdings auch kaum 50 Jahre alt.

Wenn aber die großen Industrienationen nicht gewillt sind, durch eine entwicklungslandfreundliche Zollgestaltung international nicht geächteten landwirtschaftlichen Produkten aus diesen Ländern den Weg zu bahnen (und da meine ich um Gottes Willen nicht regenwaldzerstörendes Palmöl und Soja, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn der Stoff weiterhin bei uns einsickert. Er ist viel zu lukrativ, trotz aller Gefahren für die Dealer.

Und was ist mit Afghanistan? Statt immer nur deb florierenden Schlafmohn-Anbau dort zu beklagen, sollten die westlichen Truppen, wenn sie schon dort sind, gemeinsam mit der afghanischen Armee zum einen Opiumfelder zerstören und zum Zweiten für Alternativen sorgen. Das Letztere ist dabei übrigens das Wichtigste.

Man wird den Eindruck nicht los, dass die Staatengemeinschaft sehr inkonsequent gegen die Drogenkartelle vorgeht, mit Ausnahme vom Mexiko vielleicht. Allerdings muss man relativierend auch einschätzen, dass es sehr schwer zu sein scheint, den Sumpf auszutrocknen. Denn seit dem Amtsantritt von Premier Calderon (ich glaube so heißt er), der den Drogenringen in Mexico den Krieg erklärt hat, gab es dort viele tausend Tote.

Bei uns aber müssen die Sicherheitskräfte die Untätigkeit der Regieruzngen ausbaden und sich mit zugekifften Jugendlichen und kriminellen Dealern herumschlagen.
Strafen scheinen nicht abzuschrecken. Sie sind eigentlich schon recht hoch. Aber diese Tatsache zeigt, dass hier internationa an den Quellen angesetzt werden muss.

Der Handel mit Dreogen gehört zu den profitabelsten "Geschäften" weltweit. Und weil das so ist, und weil gewiss gerade in den Entwicklungsländern viele Politiker und kleine Beamte mit an den Milliarden verdienen, wird sich an der Grundsituation wohl nie etwas ändern.

Irgendwo las ich übrigens jüngst, dass die Stadt Wien in ihren Abwässern immer weiter steigende Konzentrationen von Kokain-Abbauprodukten misst. - Wir haben Marktwirtschaft - der Markt dafür ist da und er wird entsprechend bedient. Drogen - Prostitution - Waffenhandel - ein schauriges und zugleich krisenfestes, ja wohl zukunftsfähiges Konglomerat. - Leider eine Perspektive für einige der Millionen Armen dieser Welt, denen andere Chancen verwehrt werden. - Unsere Wohkstandsjugendlichen werden auch in Zukunft gut bedient werden.
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