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Mi, 19:59 Uhr
27.08.2003

Nun soll es amtlich werden

Nordhausen (nnz). Sie liebäugeln seit längerem miteinander. Da treffen sich die Stadtoberen, auch die Stadträte dürfen ab und zu dabei sein. Kommt da etwa ein „Ehe“ zustande? nnz ist der kommunalen Spur von Nord- nach Sonderhausen nachgegangen.


Mit dem Theater läuft die Zusammenarbeit ja schon seit Jahren. Trotz kleiner Verstimmungen und einiger atmosphärischer Störungen in der jetzt auslaufenden Intendantenzeit, gibt es immer wieder Versuche, die Gemeinsamkeiten zwischen Nordhausen und Sondershausen zu betonen. Man braucht einander. Seit dem ausliegenden Entwurf des Landesentwicklungsplanes mehr denn je. Die nnz hatte dazu bereits mehrfach berichtet.

Bis zum 31. Oktober wollen nun die Städte Nordhausen und Sondershausen ihre Kooperation per Vertag vereinbaren. Das ist das Ergebnis eines Treffens des Sondershäuser Bürgermeisters Joachim Kreyer (CDU) mit der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) gestern im Nordhäuser Rathaus. Und dieser Termin ist nicht mal so rein zufällig gewählt, denn just an diesem Tag läuft die Frist für die Stellungnahmen zum Entwurf des neuen Thüringer Landesentwicklungsplanes ab. Und da kann Nordhausen in seinem Bemühen um den Status Oberzentrum vielleicht mit einer etwas dickeren Brust in der Landeshauptstadt auflaufen.

In einer offiziellen Pressemitteilung aus dem Rathaus liest sich das so: „Mit dem Vertrag solle zum einen Nordhausens Entwicklungsziel ‚Oberzentrum’ untermauert werden, zum anderen wolle Sondershausen mit dem Vertrag dokumentieren, dass es sich enger an Nordhausen anlehnen wolle. Nordhausen und Sondershausen wollen mit der Vereinbarung zeigen, dass sie sich gemeinsam entwickeln wollen, soll die Oberbürgermeisterin gesagt haben.

In dem Vertrag sollen neben der Auflistung bereits bestehender Felder der Zusammenarbeit – zum Beispiel Theater GmbH, Flächenvermarktung durch die Wirtschaftsförder-Abteilungen oder die Unternehmensnetzwerke der Elektro-, Werkzeug- und Automobilzuliefererbranche - neue Arbeitsfelder vereinbart werden. Welche Felder da gemeinsam beackert werden sollen, das freilich bleibt noch ein wenig geheim. Diskutiert wurde aber auch die gemeinsame Entwicklung des geplanten Industrieparkes „Goldene Aue“ oder die gemeinsame Vermarktung der kulturellen Angebote. Ob in Richtung Industriegebiet auch die schleppende Bearbeitung der Unterlagen zur Sprache kam, ob dabei auch das Auftauchen neuer, angeblich schützenswerter Tierarten beredet wurde, ob dabei auch die kuriose „Einplanung des Krumbaches“ debattiert wurde, das bleibt ebenfalls der Öffentlichkeit verborgen.

Um weitere Kopperationsfelder auszuloten, werde es am 1. Oktober eine gemeinsame Sitzung der Nordhäuser und Sondershäuser Stadtrats-Ausschüsse für Wirtschaft und Verkehr bzw. Bau, Umwelt und Landwirtschaft in Nordhausen geben, kündigte Barbara Rinke heute an.
Autor: nnz

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