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Do, 10:48 Uhr
22.09.2011

Dank an Einsatzkräfte

Derzeit laufen die Aufräumarbeiten nach dem Zugunglück gestern Abend in Bleicherode. Das ist die Zeit, den zahlreichen Rettungskräften vor Ort zu danken...


Das Benzin und die zweite Gefahrgutflüssigkeit, ein Lösungsmittel, werden abgepumpt. Danach soll die Bergung der Züge beginnen. Die gut 30 evakuierten Anwohner sind in Hotels untergebracht.

Am Unglücksort (Foto: J. Piper) Am Unglücksort (Foto: J. Piper)

Rund 150 Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren Bleicherode, Niedersachswerfen, Ellrich, Lipprechterode, Obergebra, Niedergebra, von der Nordhäuser Berufsfeuerwehr, den Werksfeuerwehren Leuna und Bölen sowie zusätzlich Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges des Landkreises Nordhausen waren und sind im Einsatz – zum Teil inzwischen seit mehr als 12 Stunden.

Am Unglücksort (Foto: J. Piper) Am Unglücksort (Foto: J. Piper)

„Wir danken allen Kräften für ihren engagierten, unermüdlichen Einsatz“, so Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen und Landrat Joachim Claus, der am Morgen die Unfallstelle besuchte.

nnz-tv wird heute noch ausführlich berichten
Autor: nnz

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Kommentare
RebeccaW22
22.09.2011, 13:00 Uhr
Wie gut das es euch gibt
Danke das es euch gibt, wie wäre es bloß ohne euch. Euch gebührt der größte Respekt.
Ihr setzt euer Leben aufs Spiel und das soll was heißen. Ein dreifaches hoch auf die Feuerwehr und den anderen Einsatzkräften.

Danke für euren Einsatz

Lg Rebecca Weisel
Bodo Schwarzberg
22.09.2011, 13:26 Uhr
Zugunglück - Meinung über mögliche Ursachen
Zugegeben: Die Antwort wissen wir. So weit ich weiß, ist offiziell noch keine Ursache bekannt. Dennoch fiel mir eine Parallele zum Zugunglück von Hordorf bei Halberstadt auf, bei dem im Januar ein HEX-Regionalexpress mit einem Güterzug zusammenstieß.

Der eine Unfallgegner war damals nach den erstellten Gutachten der Lokführer eines privaten Güterzuges, der mutmaßlich bei schlechter Sicht mehrere rote Signale missachtete. 10 Tote waren die Folge.

Damals wurde u.a. über die Unterschiede zwischen DB-Lockführern und denen der Privatbahnen diskutiert. Zutage gefördet wurde u.a. eine deutlich einfacherere Ausbildung bei den Privatbahnen, weniger Gehalt, Druck auf die Lokführer bezüglich ihrer Arbeitszeiten u.s.w. Einge Lokführer von Privatbahnen äußerten sich damals anonym.

Ohne, dass wir die Ursache des Bleicheröder Unglücks kennen: Unabhängig davon halte ich die die damals diskutierten Unterschiede zwischen den genannten Lokführern für nicht hinnehmbar. Denn die Reisenden wollen gesund an ihr Ziel kommen. Und die benutzten Gleise sind für alle Firmen dieselben. Das müsste meiner Meinung nach einheitliche Ausbilduungsstandards und auch Gehälter nach sich ziehen.

Wenn die DB ihre Gleise Firmen zur Verfügung stellt, dann ist sie meines Erachtens mit für die Einhaltung der Sicherheitsstandards aller Schienennutzer verantwortlich. Fragwürdige Fluggesellschaften dürfen auch den EU-Luftraum nicht anfliegen. Solche Regelungen müsste es auch für die Schiene geben. Und das meine ich, gilt vollkommen unabhängig von der Ursache des Zugunglücks bei Bleicherode. - Der haltende Güterzug hätte übrigens auch ein Personenzug sein können. Nocheinmal haben wir Glück im Unglück gehabt! Das es auch anders ausgehen kann, das hat der schwere Zugunfalls von Hordorf gezeigt.

Ich bin gespannt, was herauskommt: In Hordorf fehlte je bekanntermaßen die so genannte punktförmige Zugbeeinflussung, die den Zug bei Überfahren eines Roten Signals automatisch abbremst. So weit ich weiß, ist ein solches System aber auf der Bleicheröder Strecke Standard. Von der Warte her ist es schon fraglich, warum der hintere Zug auf den vorderen auffahren konnte, sofern der Lokführer eventuell ein Signal überfahren haben sollte.

Es gibt aber immer wieder Fälle, wo die Bremswege nach Überfahren einer solchen punktförmigen Zugbeeinflussungsstelle doch nicht ausreichen, um einen Zusammenstoß trotz Vollbremsungg zu verhindern. Mehrere solche Fälle beschreibt Erich Preuß in seinem Buch "Eisenbahnunfälle in Europa". - Lassen wir uns also überraschen.
ulli
22.09.2011, 15:09 Uhr
DB oder Privat
Großen dank an die Helfer. Vieleicht sehen die Leute langsam mal das die Menschen von den FFW´s und anderen freiwilligen Organisationen wichtig sind in der heutigen zeit.

@ Bodo Schwarzberg. So stimmt das nicht ganz. Der Hauptgrund war zwar in Hordorf menschliches versagen ABER auf der einseitigen strecke dort lagen keine INDUSI Magneten die ein Zwangsbremsung ausgelöst hätten. Dieses System gibt es schon seit den 60er Jahren,ergo 50 Jahre und kostet nicht viel da JEDER Zug oder JEDE LOK das System besitzt.

Es würde nur ein kleiner länglicher Kasten an den Signalen benötigt und solche "menschlichen" Fehler würden ausgeschlossen werden. Ich würde wetten das dort keine Magneten liegen da sie erst ab 120km/h Strecken Vorschrift sind.

MFG Ulli
whiterzauberhase
22.09.2011, 16:05 Uhr
Dafür
Dafür sind die Rettungskräfte da. :-) Aber mal im Ernst, ich finde es auch klasse wie schnell die Helfer immer vor Ort sind und schlimmeres zu verhindern versuchen. Auch sollte man die Ehrenamtlich hierbei mal besonders erwähnen. Denn deise "Opfern" ihre Freizeit um eben anderen Menschen zu helfen. Auch mal an dieser Stelle ein dickes Lob und sowas von Daumen hoch an euch. Ohne euch wäre es undenkbar.
Wolfi65
22.09.2011, 16:51 Uhr
Nachtrag
@Ulli Gleismagneten sind Vorschrift ab oder über V-max=100km/h oder ein zweiter Lokführer muss mitfahren. Aber wer will den zusätzlichen Lokführer unter Mehdorn oder Grube bezahlen?

Der sitzt dann doch bloß wieder nur herum und kostet der Aktiengesellschaft Geld.
Ich kenne übrigens viele in Frankfurt und Berlin, welche der Deutschen Bahn AG Geld kosten und ausgeruht nach hause fahren.
Selbstverständlich mit dem privaten PKW, denn auf das eigene Unternehmen ist ja kein Verlass.

Man kennt sich da bestens aus, denn man hat ja mitgeholfen die Bahn kaputt zu sparen. Und jetzt geht der ganze Sparzirkus bei Air Berlin weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Flugzeug dieser Gesellschaft wegen Spritmangels und oder technischen Defektes am Boden verbleiben muss. Aber Hauptsache Billig!
ulli
22.09.2011, 18:28 Uhr
so ist es
ob 100 oder 120 wenn es knallt dann knallt es. Zweiter lokführer stimmt so auch nicht ganz. Wenn keine INDUSI auf der Lok installiert ist, "muss" ein zweiter mitfahren. Ist aber kein Magnet an der Strecke verbaut kann man alleine fahren. Siehe Hordorf. Es wird an der Sicherkeit gespart, um Projekte wie Studgart 21 zu finanzieren. Es gibt die Technik und ich kenne keine Lok (nicht Anschlussbahn wie V23,22,18,Kö....) die auf Strecke fahren die keine Indusi haben.

Komisch nur das in Hordorf kurz nach dem Unfall gleich Magnete nachgerüstet wurden. Fehler sind halt menschlich aber er gibt die Technik um Unfälle in diesen Situationen zu verhindern.
Wolfi65
23.09.2011, 07:27 Uhr
Wenn das Kind erst...
in den Brunnen gefallen ist, werden viele Leute wach. Dann heißt es: Wir hätten doch, wir müssen doch, wir hatten dafür kein Geld. Wenn dann aber so ein Haufen Fahrzeuge und ein Millionenschaden wie jetzt in Bleicherode-Ost enstanden ist, ist das Geschrei nach mehr Sicherheit und Technik groß.

Aber ich bin der festen Überzeugung, dass die Einfahrt in ein besetztes Gleis auf dem Bhf-Bleicherode-Ost nicht viel mit der fehlenden INDUSI zu tun hatte. Wie schnell sind bei einer Störung auf dem Stellwerk die Sicherheitsmechanismen ausgeschaltet, eine Hilfsfahrstrasse gelegt und Ersatzsignal "gezogen" und oder auf mündlichen/schriftlichen Befehl gefahren worden.

"Ach ja und da war ja noch der Zug in Gleis fünf..." Dunkelheit, schlechte Sicht,die Gefahr im letzten Moment erkannt, Schnellbremsung hingelegt und dann kommt der Zusammenstoß.

Menschliche Tragödien, welche sich so gut wie nicht korrigieren lassen, sind die Folge. Technik hin oder her. Am Ende steht immer der Faktor Mensch.
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