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Mo, 14:38 Uhr
19.09.2011

Nordhäuser sind Tabellenführer

In den Spielklassen des Thüringer Schachbundes begannen heute die Punktspielserien. Für den SC 51 Nordhausen, der dieses Jahr sein 60-jähriges Vereinsjubiläum feiert, wurden die Karten in der Thüringenliga neu gemischt...


Ziel war es vom Verein aus, diesmal nicht so früh in den Abstiegstrubel zu geraden und eher einen soliden Mittelfeldplatz an zu streben. Das sollte erreicht werden, in dem man nach Möglichkeit sein Top-Brett am Start hat – was aus beruflichen Gründen leider letzte Saison eben nicht immer der Fall war.

Diesmal hatten wir gegen Suhl unser Spitzenbrett dabei – mussten aber Ausfälle von Varvara und Leonid kompensieren. Gegen Suhl – letze Saison 2:6 verloren! – sollte heute ein besseres Ergebnis eingefahren werden.

Und es wurde ein Kampf, der über fünf Stunden ging. Suhl hatte alles an Deck, was Rang und Namen hatte – allerdings an Brett 7 und 8 zwei Ersatzspieler. Wir nur mit 4 Stammspieler – und der „Rest“ Ersatz – wie gesagt. Aber – alle erfahrene Spieler aus der Thüringenliga bzw. Landesklasse.

Diese Variabilität sollte eine entscheidende Rolle spielen. Zum Kampf – hart, dramatisch und sehenswert. Brett 1 war verspätet angereist. Das ist zwar kein Grund zur Sorge, aber der Suhler Gegner (Recknagel) war der bis dato stärkste Gegner, gegen den Ferenc Langheinrich bisher antreten musste. Und was sind schon 100 DWZ-Punkte Unterschied? Mehr als man glaubt! Ferenz schien richtig Lust und Spaß am Spiel zu haben – auch wenn er vor Anstrengung mal richtig rot anlief. Das ist aber eben Konzentration. Und in einer wirklich fulminanten Partie rang er seinen Gegner nieder. Echt Klasse – war eine richtige Augenweide. Wobei er selber noch halb auf Matt stand!!! Aber eben nur HALB!

Brett 2 wurde von IM Milchev abgedeckt. Ein sehr freundlicher und mannschaftsdienlicher Spieler. Aber heute war nicht sein Tag. Lag es an den schwarzen Steinen? Wohl eher hatte er wohl das falsche System gewählt. Letztlich konnte er mit dem Remis zu Frieden sein – auch wenn er alles auf Sieg gespielt hatte. Es läuft eben nicht immer alles nach Wunsch.

Brett 3 wurde von unserem „Unzerstörbaren“ oder Unbesiegbaren? belegt. Andreas Kuntze ist so etwas wie der Fels in der Brandung. Ruhig, speziell auf den Gegner vorbereitet, lässt er sich von nichts aus der Ruhe bringen. Und sein System hat er super gespielt. Leider eben 5 Stunden Spielzeit. Das wurde beeinflusst von den nachfolgenden Ergebnissen, die seinen Gegner „zwangen“ irgendwie einen Gewinnweg zu finden.

Brett 4 wurde von mir, Robert Koksch, in Angriff genommen. Es war nach langen mal wieder an der Zeit mit den schwarzen Steinen zu spielen. Irgendwie spielen die Suhler alle das gleiche System auf meine Eröffnungsvariante. Hatte ich voriges Jahr ein Remis geholt – lief diese Partie einfach besser. Und da mein Gegner Stück für Stück kleine Ungenauigkeiten einbaute konnte ich erst einen Bauer und am Ende sogar die Partie gewinnen.

Am Brett 5 musste Markus Königsmann gegen Stefan Koch ran. Beide kennen sich von den Landeseinzelmeisterschaften. Alle Partien untereinander gingen bis dato Remis aus. Es schien auch heute so auszusehen. Geschenkt haben sich beide nichts. Im schwierigen Dame-Turm-Endspiel hatte Markus dann plötzlich 2 verbundene Freibauer und die Nase vorn. 1:0!! Für uns!

Brett 6 war heute der Leidtragende. Ulrich Reichardt begann sehr gut – baute dann die Stellung nicht aus – und vergeb sie am Ende noch. Oh wie war das ärgerlich! Am liebsten …

Brett 7 – eine Schachlegende von Nordhausen hat hier gekämpft. Rolf Schilling nahm seinen jungen Gegenpart nach allen Regeln der Kunst auseinander. Er steuerte das 1:0 für Nordhausen bei!

Und da sind wir bei diesen Punkten. Nordhausen legte 1:0 vor. Dann das Remis an Brett 2. Kurz danach der Sieg von Brett 4 für Nordhausen. Wir führten 2,5:0,5!!

Und nun noch Brett 8 – zu unserem Hartmut Viererbe. Oh wie hatte er mit sich zu kämpfen. Gegen einen Gegner, gegen den er schon einmal verloren hatte! Es sah zwischen durch gar nicht gut für ihn aus. Aber er kämpfte!

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Nach unseren Siegen am Brett 1 und 5 hatte Nordhausen plötzlich 4,5 Punkte. Hartmut zelebrierte perfekte Mauertaktik und sein Gegner hatte kein Durchkommen. Das Remis hat er sich redlich verdient! Am Ende konnte Nordhausen diesen Kampf mit 5,5 : 2,5 für sich entscheiden. Was waren wir happy!! Die Nordhäuser sind damit Spitzenreiter in der Tabelle.
Robert Koksch, Spielleiter, Sc 51 Nordhausen
Autor: nnz

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Kommentare
s Bernd l
19.09.2011, 15:10 Uhr
Na dann...Herzlichen Glückwunsch!!!
Wollen wir mal hoffen, dass die erste Runde der Schachkids in der U16 (am kommenden Samstag gegen Dingelstädt) genauso erfolgreich verläuft...
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