Di, 12:24 Uhr
26.08.2003
Tourismus bleibt Schwergewicht
Nordhausen (nnz). Obwohl das vor allem im Landkreis Nordhausen nicht so aussieht: Der Tourismus bleibt in Thüringen weiterhin ein Umsatz-Schwergewicht. Gestern stellte die IHK dazu erste Zahlen vor. Heute schon können Sie sich in der Ihrer nnz dazu informieren.
Mit einem Bruttoumsatz von 3,5 Mrd. Euro im Jahr 2002 und 65.000 Beschäftigten hat sich der Tourismus in Thüringen zu einem wirtschaftlichen Schwergewicht entwickelt und rangiert im Branchenvergleich noch vor dem Baugewerbe mit 2,9 Mrd. Euro und 32.900 Arbeitnehmern, dem Ernährungsgewerbe mit 2,6 Mrd. Euro und 16.400 Beschäftigten sowie der Automobilindustrie mit 2,2 Mrd. Euro Umsatz und 10.800 Erwerbstätigen. Dies geht aus einer Studie der Industrie- und Handelskammer Erfurt hervor, die gestern Abend im Rahmen eines Wirtschaftspodiums zum Thema "Wirtschaftsfaktor Tourismus?!" vorgestellt wurde.
"Die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für das Land wird oft unterschätzt", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Statistik erfasse in der Regel nur Beherbergungsstätten ab neun Betten. Nicht gezählt würden die Übernachtungen in kleineren Pensionen oder bei privaten Vermietern, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Übernachtungen auf Campingplätzen oder Freizeitwohnsitze.
"Dieser sog. graue Beherbergungsmarkt ist in unsere Berechnungen erstmalig eingeflossen", verweist Grusser auf erhebliche Differenzen zu bislang vorliegenden amtlichen Zahlen. So müssten den statistisch ausgewiesenen 8,3 Mio. Übernachtungen im Jahr 2002 weitere 16,2 Mio. hinzugezählt werden (gesamt: 24,5 Mio. Übernachtungen). Während Gäste größerer Hotels (ab neun Betten) im Durchschnitt 84,50 Euro pro Kopf und Tag aufwenden, verringern sich die Ausgaben bei Besuchern kleinerer Beherbergungsstätten auf 44,10 Euro, auf Campingplätzen bis 18,20 Euro und bei Dauercampern auf 10,33 Euro pro Kopf und Tag.
Und auch die Einnahmen aus dem Tagesreiseverkehr seien bislang nicht berücksichtigt worden, stellten aber mit 72 Prozent der touristischen Bruttoumsätze in Thüringen ein enormes Potenzial dar. Schließlich würden die im letzten Jahr ermittelten ca. 90,7 Mio. Tagesgäste durchschnittlich 26,74 Euro pro Kopf und Tag ausgeben. Davon entfielen zwei Drittel auf Einzelhandel, Freizeit/Unterhaltung, lokalen Transport sowie sonstige Dienstleistungen. Für Interessenten gibt es mit diesem Klick mehr Infos zur IHK-Studie.
Autor: nnzMit einem Bruttoumsatz von 3,5 Mrd. Euro im Jahr 2002 und 65.000 Beschäftigten hat sich der Tourismus in Thüringen zu einem wirtschaftlichen Schwergewicht entwickelt und rangiert im Branchenvergleich noch vor dem Baugewerbe mit 2,9 Mrd. Euro und 32.900 Arbeitnehmern, dem Ernährungsgewerbe mit 2,6 Mrd. Euro und 16.400 Beschäftigten sowie der Automobilindustrie mit 2,2 Mrd. Euro Umsatz und 10.800 Erwerbstätigen. Dies geht aus einer Studie der Industrie- und Handelskammer Erfurt hervor, die gestern Abend im Rahmen eines Wirtschaftspodiums zum Thema "Wirtschaftsfaktor Tourismus?!" vorgestellt wurde.
"Die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für das Land wird oft unterschätzt", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Statistik erfasse in der Regel nur Beherbergungsstätten ab neun Betten. Nicht gezählt würden die Übernachtungen in kleineren Pensionen oder bei privaten Vermietern, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Übernachtungen auf Campingplätzen oder Freizeitwohnsitze.
"Dieser sog. graue Beherbergungsmarkt ist in unsere Berechnungen erstmalig eingeflossen", verweist Grusser auf erhebliche Differenzen zu bislang vorliegenden amtlichen Zahlen. So müssten den statistisch ausgewiesenen 8,3 Mio. Übernachtungen im Jahr 2002 weitere 16,2 Mio. hinzugezählt werden (gesamt: 24,5 Mio. Übernachtungen). Während Gäste größerer Hotels (ab neun Betten) im Durchschnitt 84,50 Euro pro Kopf und Tag aufwenden, verringern sich die Ausgaben bei Besuchern kleinerer Beherbergungsstätten auf 44,10 Euro, auf Campingplätzen bis 18,20 Euro und bei Dauercampern auf 10,33 Euro pro Kopf und Tag.
Und auch die Einnahmen aus dem Tagesreiseverkehr seien bislang nicht berücksichtigt worden, stellten aber mit 72 Prozent der touristischen Bruttoumsätze in Thüringen ein enormes Potenzial dar. Schließlich würden die im letzten Jahr ermittelten ca. 90,7 Mio. Tagesgäste durchschnittlich 26,74 Euro pro Kopf und Tag ausgeben. Davon entfielen zwei Drittel auf Einzelhandel, Freizeit/Unterhaltung, lokalen Transport sowie sonstige Dienstleistungen. Für Interessenten gibt es mit diesem Klick mehr Infos zur IHK-Studie.


