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Mi, 17:53 Uhr
14.09.2011

Viel geredet

Wieder waren Sie bei einer Sitzung des Nordhäuser Hauptausschusses zugegen – die Bürgerbewegten aus dem Ortsteil Sundhausen. Sie wollten die Umwidmung des jetzigen Gewerbegebietes in landwirtschaftliche Nutzfläche verfolgen. Ob das aber so einfach geht? Die Antwort auf die und andere Problemfelder kommunaler Politik gibt mit dem bekannten Klick...

Befördert (Foto: nnz) Befördert (Foto: nnz)
Von links: Jendricke, Jung, Schinköt

Bevor die Sundhäuser Wünsche nun in Erfüllung gingen, wurden zwei Beamte der Nordhäuser Berufsfeuerwehr befördert. Gerd Jung ist ab 1. Oktober Brandoberamtsrat und Thomas Schinköt wurde zum Brandamtmann befördert und wird nach dem Ausscheiden von Bernd Recknagel die Stellvertretung von Jung übernehmen.

Danach gings los. Die LINKE will unbedingt ein Kinder- und Jugendparlament etabliert haben. Nun muss man sagen, dass es kein kommunales Parlament gibt, diesen Synonym ist lediglich den Gesetzgebern, also Bundestag und Landtagen vorbehalten. Also gibt es auch kein Kinder- und Jugendparlament. Soviel dazu. Es gibt also – jetzt auch schriftlich festgehalten – die Möglichkeit, einen Kinder- und Jugendstadtrat einzurichten. Darin sollen die Schülersprecher der Nordhäuser Schulen mitarbeiten, es müsse also nicht eine Wahl einhergehen. Und allzu viel dürfe das alles nicht kosten, sagte Alexander Scharff in der Begründung zu diesem Antrag.

Volker Fütterer (SPD) hätte sich gewünscht, wenn nicht eine Partei, sondern wenn die Jugendlichen mit einem solchen Antrag an den Stadtrat gewandt hätten. Eben, weil sie Interesse an kommunaler Politik haben. Norbert Klodt (CDU) wollte eine Entscheidung nicht an den Finanzen festmachen, der zuständige Ausschuss könnte sich ja noch einmal damit beschäftigen. Politisch sei dagegen nichts einzuwenden. Stefan Nüßle (CDU) forderte, vor einer Beschlussfassung den Bedarf unter den Jugendlichen und Kindern zu ermitteln.

Nach den Kindern und Jugendlichen nun die Sundhäuser. Der Antrag zur Umwidmung sei in mehreren Ausschüssen beraten worden, beide Ausschüsse hätten sich bislang gegen die Umwidmung ausgesprochen. Der Flächennutzungsplan sei hier das notwendige Instrument und da werde es keine Veränderung geben. Allerdings solle der Stadtrat weiterhin die Kontrolle über die Entwicklung der Fläche haben. Das letzte Wort wird nun der Stadtrat Anfang Oktober haben müssen.

Volker Fütterer fand es merkwürdig, dass alle in Sundhausen „ganz scharf“ auf eine landwirtschaftliche Nutzfläche sind. Eine Fläche für Ausgleichsmaßnahmen wie eine Aufforstung wäre doch den Sundhäusern vermutlich angenehmer, fragt Fütterer. Bleibt auch weiterhin die Frage, ob es schon Interessenten aus Sundhausen für eine landwirtschaftliche Nutzung gibt? Abgehakt.

Die Bündnisgrünen wollen endlich eine Parkkonzeption erstellt haben. Dies solle der Förderung des Tourismus dienen, so Gisela Hartmann in der heutigen Sitzung des Hauptausschusses. Es gehe nicht ums Geld, sondern die Bürger sollen daran mitarbeiten. Die einzelnen Parkanlagen seien wichtiger Bestandteil dieser Stadt, sie gemeinsam zu nutzen und zu vermarkten sei für die Zukunft dieser Stadt wichtig. Und für ganz Nordthüringen.

Im Anschluss an diese wichtigen Polit-Entscheidungen wurden die Aufträge für den Straßenbau des Neuen Weges vergeben. Freuen kann sich eine Bietergemeinschaft aus Strabag und Granitbau Nordhausen. Das Volumen beläuft sich auf mehr als 410.000 Euro.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
14.09.2011, 19:06 Uhr
Kinder-Jugendparlament
Was soll den das wieder sein, wieder so eine Augenwischerei und Verdummung unserer Kinder. Ich frage DIE LINKEN, was das einbringen soll.Die Führung der LINKEN nimmt ja nicht einmal Ihre eigenen Mitglieder ernst, dann sollen sie Kinder ernst nehmen.

Vielleicht gründen wir dann wieder eine FDJ-Gruppe, Frau Merkel könnte die Patin sein, sie hat ja genug Erfahrung mit der Leitung von solchen Organisationen, als EHEMALIGE Sekretärin und Agigpropchefin.

Den Sundhäusern kann nur raten sehr WACHSAM zu sein, denn ich habe so meine Zweifel, wenn es um den AH geht, glauben sie ja nicht, dass die Stadt so schnell aufgibt. Ich denke hier brüten die Verantwortlichen noch so einige Eier aus, um den Sundhäusern doch noch ein FAULES unter zuschieben.
Bodo Schwarzberg
15.09.2011, 00:52 Uhr
Fütterers "Merkwürdigkeiten" um Sundhausen
Ich empfinde den Hinweis auf den offenbar unabänderlichen Flächennutzungsplan für die für den stornierten Autohof vorgesehene Fläche als bedeutend merkwürdiger als das Bestreben der Sundhäuser, diese wieder in eine lw. Nutzfläche umzuwidmen. Aus der Bemerkung von Herrn Fütterer wird doch deutlich, wie wenig es manchem Stadtverordneten gelingt, längerfristige Prozesse in ihre Denkweise einzubeziehen.

Angesichts der Tatsache, dass in der Goldenen Aue seit der Wende mehr als 400 Hektar (!) zubetoniert wurden (und wweitere stehen an), hätte Herr Fütterer diesen Wunsch der Sundhäuser doch eher loben müssen! Schließlich ist die Goldene Aue traditionell eines der bedeutendsten Anbaugebiete Ostdeutschlands mit überaus hohen Bodenwertzahlen und in der Kernstadt bleiben zig Hektar weiterhin ungenutzt!

Angesichts dieser Tatsachen wäre eine Umwidmung des Flächennutzungsplanes nur folgerichtig, zumindest, wenn Herr Fütterer und andere Stadtverordnete etwas weiter denken würden. Ich werde den Eindruck nicht los, dass man sich bei der Stadt noch immer nicht mit dem Bürgerwillen der Sundhäuser abfinden will, ganz nach dem Motto: Wir lassen erst einmal etwas Gras über die Sache wachsen und vielleicht können wir später dort doch noch etwas anderes hinbauen.
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