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Mo, 10:43 Uhr
25.08.2003

Am Ende bleibt nichts

Nordhausen (nnz). Gegen eines der ältesten Nordhäuser Bauunternehmen ist in diesem Monat das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Gekriselt hatte es bereits seit vielen Jahren. Die Hintergründe dazu mit einem Klick auf MEHR.


Bereits im April ist für die HWB Bau GmbH in Nordhausen der Antrag auf Insolvenz gestellt worden. Vor zwei Wochen wurde das Verfahren eröffnet. Rund 40 Bauleute haben ihren Job verloren. Aus Sicht der Gewerkschaft wird innerhalb des jetzigen Verfahrens kaum „etwas übrigbleiben“, wie es Hartmut Koch einschätzt. Die HWB-Bau GmbH sei für ihn geradezu symptomatisch für das ostdeutsche Baugewerbe. Er beobachte seit 1996 den ruinösen Wettbewerb in der Branche. Erst wurde unter dem Mindestlohn bezahlt, dann versuchte die Firmenleitung mit Dumpingpreisen am Markt zu bleiben, hatte damit in den alten Bundesländern keinerlei Erfolg. Schließlich seien die Lohntüten der Arbeitnehmer über Monate hinweg leer geblieben, dann die Insolvenz.

Die Dumpingmasche hinterließ nicht nur bei diesen Unternehmen ihre Spuren. Auch Unternehmen, die sich an Tarifverträge hielten, hatten Aufträge verloren, auch sie gingen den wirtschaftlichen „Bach runter“.

Gerade deshalb plädierte Koch jetzt noch einmal für den „Mindestlohn 2“. Bei allen Kalkulationen der Unternehmen, die bei Aufträgen abgegeben werden, sollten die derzeit krassen unterschiedlichen Lohnkosten nicht das entscheidende Kriterium sein. Wenn sich die Spirale so weiterdrehe, dann gebe es in nicht allzu langer Zeit die freie Marktwirtschaft. Und das sei aus Sicht der Gewerkschaft nicht das erstrebenswerte Ziel.
Autor: nnz

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