Di, 14:16 Uhr
13.09.2011
Für den Notfall fortgebildet
Großen Anklang hat der erste Christoph 37-Tag gefunden, den die Nordhäuser Luftretter am vergangenen Samstag veranstaltet haben. Themenschwerpunkt der Fachveranstaltung, die die DRF Luftrettung gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz durchführte, war der Faktor Zeit im Rettungsdienst....
Neben den Besatzungsmitgliedern der Nordhäuser Hubschrauberstation nahmen 110 Mitarbeiter von Rettungsorganisationen und Kliniken aus der Region an dieser Fortbildung teil. Nach einem kurzen Eröffnungsvortrag zu dem in Nordhausen stationierten Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung und den Einsatzmöglichkeiten von Christoph 37, schlossen sich fünf Fachbeiträge an, die sich mit der zeitkritischen Versorgung und dem Transport von Notfallpatienten beschäftigen. Dr. Ulrich Erdmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Südharz- Krankenhaus Nordhausen ging in seinem Beitrag Der neurologische Notfall darauf ein, wie wichtig beispielsweise bei einem Schlaganfallpatienten die schnelle Versorgung am Einsatzort und der Transport in die Klinik ist.
Je schneller dieser in einer Spezialklinik (Stroke Unit) behandelt wird, desto höher sind seine Überlebenschancen. Nicht nur für Notfallpatienten sondern auch für kritische Patienten, die für eine spezielle Therapie von einer Klinik in eine andere Klinik transportiert werden müssen, ist der Faktor Zeit entscheidend. Darauf ging Dr. Ulf Aschenbrenner, der auch als Notarzt an Bord des Dresdner Rettungshubschraubers der DRF Luftrettung tätig ist, ein.
Mit großem Interesse wurde auch der Vortrag Präklinische Versorgung von Traumapatienten von Dr. Andreas Flemming, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Hannover, verfolgt. Ob Verkehrs- oder Arbeitsunfall, schwerer Sturz – zur Behandlung von Schwerverletzten gibt es im Rettungsdienst standardisierte Behandlungs- und Versorgungsverfahren. Dr. Flemming stellte die Systeme ITLS (International Trauma Life Support) und PHTLS (Prehospital Trauma Life Support) gegenüber und zeigt deren Vor- und Nachteile auf. Außerdem berichtete er aus eigener Erfahrung über die Patientenübernahme in der Klinik, ging also insbesondere auf die Schnittstelle Präklinik – Klinik ein.
Intensivmediziner Dr. Meik Lustermann des Südharz-Krankenhauses Nordhausen referierte im Anschluss zu den ERC-Leitlinien 2010. Er erläuterte die Neuerungen der Reanimationsrichtlinien und deren Auswirkungen auf den Rettungsdienst und die Notfallmedizin.
Den Abschluss bildete der Vortrag Notfälle während der Schwangerschaft – Geburt im Rettungsdienst von Kinderärztin Dr. Christiane Gruppe und Hebamme Susanne Liebold, die beide im Südharz-Krankenhaus Nordhausen tätig sind. Sie ließen ihre Erfahrungen aus der Geburtshilfe einfließen und gingen auf die Herausforderungen ihrer Arbeit ein.
Die regionalen Fortbildungsveranstaltungen an den Stationen der DRF Luftrettung dienen dazu die Intensiv- und Notfallmedizin zum Wohle der Patienten weiterzuentwickeln. Wir haben uns gefreut, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem DRK unseren ersten Christoph 37-Tag durchführen konnten. Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv, eine Fortführung der Fortbildung, wie an den anderen Stationen der DRF Luftrettung, ist in jedem Fall geplant, erläutert Stationsleiter Martin Wagner.
Autor: nnzNeben den Besatzungsmitgliedern der Nordhäuser Hubschrauberstation nahmen 110 Mitarbeiter von Rettungsorganisationen und Kliniken aus der Region an dieser Fortbildung teil. Nach einem kurzen Eröffnungsvortrag zu dem in Nordhausen stationierten Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung und den Einsatzmöglichkeiten von Christoph 37, schlossen sich fünf Fachbeiträge an, die sich mit der zeitkritischen Versorgung und dem Transport von Notfallpatienten beschäftigen. Dr. Ulrich Erdmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Südharz- Krankenhaus Nordhausen ging in seinem Beitrag Der neurologische Notfall darauf ein, wie wichtig beispielsweise bei einem Schlaganfallpatienten die schnelle Versorgung am Einsatzort und der Transport in die Klinik ist.
Je schneller dieser in einer Spezialklinik (Stroke Unit) behandelt wird, desto höher sind seine Überlebenschancen. Nicht nur für Notfallpatienten sondern auch für kritische Patienten, die für eine spezielle Therapie von einer Klinik in eine andere Klinik transportiert werden müssen, ist der Faktor Zeit entscheidend. Darauf ging Dr. Ulf Aschenbrenner, der auch als Notarzt an Bord des Dresdner Rettungshubschraubers der DRF Luftrettung tätig ist, ein.
Mit großem Interesse wurde auch der Vortrag Präklinische Versorgung von Traumapatienten von Dr. Andreas Flemming, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Hannover, verfolgt. Ob Verkehrs- oder Arbeitsunfall, schwerer Sturz – zur Behandlung von Schwerverletzten gibt es im Rettungsdienst standardisierte Behandlungs- und Versorgungsverfahren. Dr. Flemming stellte die Systeme ITLS (International Trauma Life Support) und PHTLS (Prehospital Trauma Life Support) gegenüber und zeigt deren Vor- und Nachteile auf. Außerdem berichtete er aus eigener Erfahrung über die Patientenübernahme in der Klinik, ging also insbesondere auf die Schnittstelle Präklinik – Klinik ein.
Intensivmediziner Dr. Meik Lustermann des Südharz-Krankenhauses Nordhausen referierte im Anschluss zu den ERC-Leitlinien 2010. Er erläuterte die Neuerungen der Reanimationsrichtlinien und deren Auswirkungen auf den Rettungsdienst und die Notfallmedizin.
Den Abschluss bildete der Vortrag Notfälle während der Schwangerschaft – Geburt im Rettungsdienst von Kinderärztin Dr. Christiane Gruppe und Hebamme Susanne Liebold, die beide im Südharz-Krankenhaus Nordhausen tätig sind. Sie ließen ihre Erfahrungen aus der Geburtshilfe einfließen und gingen auf die Herausforderungen ihrer Arbeit ein.
Die regionalen Fortbildungsveranstaltungen an den Stationen der DRF Luftrettung dienen dazu die Intensiv- und Notfallmedizin zum Wohle der Patienten weiterzuentwickeln. Wir haben uns gefreut, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem DRK unseren ersten Christoph 37-Tag durchführen konnten. Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv, eine Fortführung der Fortbildung, wie an den anderen Stationen der DRF Luftrettung, ist in jedem Fall geplant, erläutert Stationsleiter Martin Wagner.


