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Fr, 16:51 Uhr
09.09.2011

Alles halb so schlimm?

Der Vorsitzende der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Nordhausen (KPV), Egon Primas, freute sich, den Thüringer Finanzminister Dr. Wolfgang Voß zu einer Fachkonferenz der KPV zum Thema „Kommunaler Finanzausgleich“ in der Gaststätte „Zur Hoffnung“ in Werther begrüßen zu können.

Beratung mit Bürgermeister (Foto: privat) Beratung mit Bürgermeister (Foto: privat)

Vor Kommunalpolitikern aus Stadt und Landkreis Nordhausen erläuterte am gestrigen Abend der Finanzminister das Zahlenwerk des Landeshaushaltes und die daraus resultierenden Finanzzuweisungen an die Kommunen. Er gab einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Finanzen bis 2020. Bis dahin ist mit weiteren Einnahmerückgängen zu rechnen, die allein schon aus den rückläufigen Einnahmen vom Bund aus den Solidarpakt II (Grundlagen für den Aufbau Ost) resultieren, der zu diesem Zeitpunkt ausläuft.

Die niedrigeren Schlüsselzuweisungen vom Land an die Kommune in diesem Jahr resultieren aus den gestiegenen Steuereinnahmen in den Kommunen. Dennoch erhalten die Kommunen weitere Zuschüsse, die die Mindereinnahmen kompensieren.

So erhält der Landkreis Nordhausen beispielsweise 3.682.621 Euro weniger Schlüsselzuweisung vom Land gegenüber dem Vorjahr. Dem gegenüber steht eine Einnahmesteigerung für Leistungen nach Sozialgesetzbuch XIII und Sozialgesetzbuch II in Höhe von 2.617.662 Euro. Somit beläuft sich der Einnahmeverlust des Landkreises an Landeszuweisungen gegenüber dem Vorjahr 1.064.958 Euro.

„Das sind bei einem Haushaltsvolumen des Landkreises Nordhausen von rund 110 Millionen Euro nur rund ein Prozent„ so Egon Primas. „Diese Summe einzusparen muss doch möglich sein. Die CDU-Fraktion des Kreistages Nordhausen wird sich in den nächsten Wochen den Kreishaushalt intensiv in allen Bereichen anschauen und ich bin mir sicher, dass wir mit gutem Willen Einsparpotentiale finden werden“, sagte Primas, der auch Vorsitzender der CDU-Fraktion des Nordhäuser Kreistages ist.

Nach dem Vortrag von Minister Dr. Voß wurde rege über den kommunalen Finanzausgleich und die Nöte und Sorgen der Kommunen vor Ort diskutiert. Klar für alle war letztendlich, dass zukünftig in allen Bereichen mit Einschnitten zu rechnen ist. Für die Kommunen sind die Festschreibung von Standards für die Aufgabenerledigung und eine Planungssicherheit von großer Bedeutung.

Hieran wird derzeit im Thüringer Finanzministerium gearbeitet. Die zum Jahr 2013 geplante Novellierung des Thüringer Finanzausgleichsgesetzes wird entsprechende Regelungen enthalten. Zuvor sind jedoch noch intensive Beratungen zwischen Land und Kommunen nötig. „Wir wollen miteinander und nicht gegeneinander die vor uns stehenden Herausforderungen angehen“, unterstrichen Voß und Primas abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
-Insider-
09.09.2011, 19:33 Uhr
das
ist ja ganz schön und gut, dass es im Fall des LK Nordhausen nur 1% weniger sind. aber einem nackten mann, kann man auch nicht einen Prozent klauen und wenn ich mir die Kommunen in Nordthüringen anschaue (das Eichsfeld mal vorsichtig ausgenommen), dann sehe ich nur nackte Männer denen man mit diesem Gesetz die Luft zum atmen raubt.

aber okay, solange sich der herr primas freut und der herr voß zufrieden ist, solange geht es den kommunen unabhängig von zahlen, ja noch gut.
H.Buntfuß
09.09.2011, 19:37 Uhr
Glaube
Ob es an den baldigen Besuch des Papstes liegt, dass die „CDU“ Mitglieder so euphorisch sind. Eins steht fest, wo Herr Primas und Herr Voß guter Hoffnung sind, um das mal so auszudrücken, sehe ich eher eine GROSSE Pleite. Genau wie im Kreistag wo Primas der CDU vorsteht.

Sollte der Landtag so arbeiten wie unserer Kreistag, dann GUTE NACHT Thüringen
Otto77
09.09.2011, 23:15 Uhr
Bei dem Summenspiel werden die Menschen im Landkreis von der CDU einfach nur für dumm verkauft
Ich kann es ja wohl nicht glauben was ein Herr Primas(CDU) da von sich gibt. Da lese ich am Mittwoch dem 7.09. in der NNZ einen besorgniserregenden Artikel von Herrn Hohberg zum Thema Kreisfinanzen und da sagt doch wohl ein Herr Primas zwei Tage später „1 Million einzusparen ist doch beim Kreis kein Problem“.

Vielleicht denkt er da ja schon an die Schließung einiger Schulen oder daran, dass sich ja der Landkreis bei den Gemeinden über die Erhöhung der Kreisumlage die fehlende Summe holen kann. Wenn die Gemeinden dann in finanzielle Schieflage geraten und nicht mehr wissen, wie sie ihre Aufgaben finanzieren sollen, ist das ja dann nicht mehr das Problem eines Herrn Voß oder Herrn Primas.

Sollte so ein Mann wie Primas, der ja als heißer Kandidat für die Landratswahl 2012 gehandelt wird, zum Landrat gewählt werden, können sich die Gemeinden und ihre Bürger schon jetzt darauf einstellen den Gürtel enger zu schnallen.
Gudrun1974
10.09.2011, 08:50 Uhr
Primas hat Macht - und gutgläubige Wähler
Wer es bis jetzt nicht gemerkt hat: In seiner Schlichtheit ist Herr Primas - Zitat Helmut Peter hier in der nnz: `Diese Blockflöte´ - sehr gefährlich, weil ihm andere schlichte Menschen in seiner Fraktion etwas gegeben haben: Macht. Wer hat ihn denn zum Fraktionsvorsitzenden gemacht? Und wer den Mann kennt, weiß, wo er in den Etat schneiden wird: Im Sozialbereich!

Und: Wer hat ihn gewählt? Jene Menschen, die sich hier in der nnz noch öffentlich bei ehemaligen DDR-CDU-Kresigeschäftsführer dafür bedanken, weil sie sich von Lottomitteln Gartengeräte kaufen konnten. Und tatsächlich glauben, es wären Primas´ Gelder. Solche Bürger haben die Abgeordneten natürlich gern!

(Und was sagt die SPD im Kreistag? Gar nichts -man kennt sich ja z.T. noch von früher. Gleiches gilt für die LINKE))
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