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Mo, 18:22 Uhr
05.09.2011

Pflegender Stützpunkt

Der Landkreis Nordhausen hat heute in gemeinsamer Trägerschaft mit den Thüringer Kranken- und Pflegekassen einen Pflegestützpunkt eröffnet – den zweiten im Freistaat. Und wir haben für Sie natürlich die Einzelheiten und Hintergründe aufbereitet...

Stützpunkt eröffnet (Foto: J. Piper) Stützpunkt eröffnet (Foto: J. Piper)
Günter Schiborr-Wulf (BKK Landesverband Mitte), Loni Grünwald (2. Beigeordnete Landkreis Nordhausen), Dr. Ralf Möller (Knappschaft Regionaldirektion) und Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert enthüllen das Schild des Pflegestützpunkts.

„Wir sind der erste Landkreis in Thüringen, der einen solchen Pflegestützpunkt einrichtet“, sagte die 2. Beigeordnete Loni Grünwald zur Eröffnung. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, Menschen mit Behinderung, Pflegende aber auch Menschen, die sich vorbeugend informieren wollen, weil sie einmal pflegebedürftig werden könnten, können sich im Pflegestützpunkt rund um die vielfältigen Fragen zur Pflege informieren.

So solle für jeden in einer „trägerunabhängigen Beratung“ ein „maßgeschneidertes Konzept“ entwickelt werden, was vor dem Hintergrund der inzwischen stark differenzierten Angebote an Pflegedienstleistungen besonders wichtig sei, so Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Sozial- und Gesundheitsministerium. Der Pflegestützpunkt sei ein „zukunftsträchtiges Angebot“ für die Menschen im Landkreis Nordhausen und beantworte beispielsweise die Frage, welche Pflegemöglichkeiten es vor Ort gebe, meinte Dr. Ralf Möller von der Knappschaft Regionaldirektion.

Man wolle dabei nicht nur über das Internet informieren, sondern „vor Ort helfen mit einem warmen persönlichen Kontakt“. Diese ganz individuelle Beratung hob auch Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales im Landratsamt hervor. „Wir wollen als Lotse sagen, welche Angebote es gibt und welche geeignet sind.“ Dabei sei insbesondere die wohnortnahe Hilfe wichtig, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben könnten. Damit dies gelinge, wolle man vorhandene Netzwerke unterstützen oder falls nötig neue initiieren. Da das Landratsamt viele weitere passende Dienstleistungen anbiete wie die Beratung im Schwerbehindertenrecht, zu Patientenverfügungen, Hilfe zur Pflege u.v.m. sei der Pflegestützpunkt hier besonders gut aufgehoben, so Christine Wagner.

In diesem Sinne geben die Berater eine Orientierung in den umfassenden Service- und Hilfsangeboten der Kassen und kommunalen Einrichtungen und informieren über alle Möglichkeiten der Pflegeunterstützung vor Ort. Hierbei dient die enge Zusammenarbeit von Kassen und Landkreis dem Ziel, eine ganzheitliche, neutrale und individuelle Beratung über die gesetzlichen Rechte und Pflichten der Betroffenen zu ermöglichen. Das Gesamtziel ist, ein innovatives Netzwerk mit allen beteiligten Stellen und Fachkräften der Pflegeanbieter sowie der Anbieter sozialer Versorgungs- und Betreuungsleistungen zur wohnortnahen pflegerischen Beratung, Versorgung und Betreuung aufzubauen.

Deshalb spielt auch die Zusammenarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen in Selbsthilfegruppen, gesellschaftlichen, kirchlichen und anderen interessierten Organisationen und den politischen Seniorenvertretungen eine wichtige Rolle. Damit folgt der Pflegestützpunkt den Ansätzen des Seniorenplans des Landkreises. Bislang war die Seniorenberatungsstelle des Landratsamtes ein wichtiger Ansprechpartner für Ältere. Diese Beratungsstelle geht nun im Pflegestützpunkt auf, deren Strukturen und Angebote wie die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter oder der Kurs für pflegende Angehörige in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule bleiben bestehen.
Jessica Piper

Erreichbar sind die Mitarbeiter des Pflegestützpunkts im Neuen Landratsamt, Behringstraße 3, Telefon 03631/ 911-563 und -564, E-Mail service@pflegestuetzpunkt-landkreisnordhausen.de.
Autor: nnz

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