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Di, 22:11 Uhr
14.08.2018
Stadt macht Ergebnisse öffentlich

AKS hat keine Priorität für das Rathaus

Erst hatte man die Beauftragung der Studie geheimgehalten, nun nimmt die Verwaltungsspitze dazu Stellung. Auch auf Druck der Öffentlichkeit. Fazit. Der AKS hat für die Rathausspitze keine Priorität mehr....

Grafik (Foto: privat)

Erklärung der Stadtverwaltung

Nordhausen (psv) Gemäß Absprache mit dem Fördermittelgeber wurden am 12.06.2018 die Büros Drees & Sommer sowie AS+P Albert Speer + Partner separat durch den Oberbürgermeister damit beauftragt, der Stadt, den Stadträten sowie dem Fördermittelgeber eine plausible und nachvollziehbare Kostenberechnung eines Um- bzw. Neubaus für den aktuellen Ligabetrieb (Regionalliga) sowie für die Ambitionen des Vereins Wacker 90 Nordhausen für die 3. Liga (Grundlage Habau-Studie aus 2015 als Wunschlösung des Vereins Wacker 90 Nordhausen) zu erstellen. Und somit die avisierten Fördermittel des Freistaates Thüringen in 2018 zu beantragen und abrufen zu können.

Die Ergebnisse beider Büros liegen nunmehr vor und stehen auf der städtischen Homepage öffentlich zugänglich bereit.

„Das Gutachten zeigt zum ersten Mal verifizierbare Fakten für die Diskussion um den Neubau des AKS und ggfs. dessen Ausbau hin zu einem drittligatauglichen Stadion. Es wird deutlich, dass ein Neubau für den derzeitigen Ligabetrieb im Rahmen der veranschlagten 15,4 Mio. Euro sowie für dessen Erweiterung im Zuge des potentiellen Aufstiegs des Vereins Wacker 90 Nordhausen, finanziell durch die Stadt und mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung nicht darstellbar ist. Alle anderen Projekte der Stadt Nordhausen würden für den AKS in der Priorität um Jahre zurücktreten müssen“, so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

Mit Blick auf die Finanzierungsseite führt er weiter aus: „Ich werde mich natürlich für eine Erhöhung der zugesicherten Fördermittel des Freistaates vor Ort in Erfurt einsetzen. Dies würde ich auch bei einer Übertragung des AKS an den Landkreis gemeinsam mit dem Landrat tun!“
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Kommentare

14.08.2018, 22.27 Uhr
Hans Dittmar | Stadionbau in weite ferne
Ein Gutachten, genau jetzt, warum nicht schon früher? Es ist niederschmetternd für Wacker, für den Standort und evtl. auch für die Zukunft. Der Oberbürgermeister wird durchatmen, weil er das Stadion wohl nie glaubhaft bauen wollte.
Aber wie geht es nun weiter? Ist es das Aus für einen Traum in der 3. Liga in Nordhausen spielen zu können?
14.08.2018, 22.46 Uhr
Kilian Baltres | Heiligenstadt hat ein neues Stadion ist aber kleiner als Nordhausen????
Hat nicht Heiligenstadt gerade erst ein neues Stadion eingeweiht obwohl die Stadt viel kleiner als Nordhausen ist? Warum geht alles überall nur in unserer Stadt nicht? Die Erklärungen verwirren nur noch und sie sind oft nicht zu verstehen. (HABAU Projekt? Was ist das???).
Aber ich denke die Leute sollen das auch nicht verstehen damit sie nicht kritisch hinterfragen was eigentlich beschlossen wird. Ich finde es nur sehr!!!! schade wie sich Nordhausen wieder lächerlich macht und im Eichsfeld mal wieder alles läuft. K. Baltres
15.08.2018, 06.37 Uhr
Jörg Thümmel | wieso schreien alle
immer nach einer kommunalen oder staatlichen Finanzierung für einen privatwirtschaftlich arbeitenden Verein?
Welchen Vorteil hätte Nordhausen davon, dem Verein Wacker eine drittligataugliche Spielstätte zur Verfügung zu stellen, die als reines Fussballstadion konzipiert ist und demzufolge auch von der Stadt nur als Einspartenstadion genutzt werden könnte, wenn überhaupt?

Sicher ist es verständlich, dass sich der gottgleiche Landrat J in feiner Tradition seiner Nordhäuser SPD Genossinen und Genossen ein eigenes Denkmal in Form des AKS hinstellen wollte, natürlich auf Basis von Steuergeldern. Aus Sicht der Stadt, die auch bei einem vom Landkreis gebauten und geführten Stadion immer noch für die Zuwegung, Parkplatzsituation und Infrastruktur verantwortlich wäre, hat zum Glück der Denkprozess noch rechtzeitig eingesetzt. Neben den reinen Umbaukosten für ein nicht mal drittligataugliches Stadion kämen mit Sicherheit noch einmal die selbe Summe für den Bau notwendiger Notfallzufahren, Parkplätze und Verkehrsleitmaßnahmen zusammen, die die Stadt mit Sicherheit nicht bewältigen kann.

Wie gesagt grüne Wiese oder Darre oder das Millionengrab an der A38 wären wesentlich geeigneter als der auf beengten Verhältnissen liegende AKS falls Wacker an seinen Ambitionen festhält und irgendwann einmal die sportliche Grundlage schafft und das bitte ohne die Ausgabe von Steuergeldern.
15.08.2018, 06.55 Uhr
Bekanntschaften | Meines Erachtens
die richtige Entscheidung.
15.08.2018, 07.11 Uhr
Liane Enzinger | Nordhäuser die Ostfriesen Thüringens
Wir Nordhäuser dürften bald die Ostfriesen Thüringens werden. Danke an die handelnden Politiker. Die ersten Witze dürften nicht lange auf sich warten lassen. Über uns lacht man sich sicher in Erfurt oder schon neben an im Eichsfeld scheckig. Streit zu allen Themen. Kein Industriegebiet aber das 1001. Gutachten etc.

Weiter so wie bisher. Es hat sich nichts geändert.

Liane Enzinger, M.A.
15.08.2018, 07.53 Uhr
Herr Schröder | Buchmann wirft sein erstes Wahlversprechen über Bord und wie!
In Nordhausen legt die Priorität auf die vielleicht 40.000.000 € Investition in ein Theater welches jährlich mit 10.000.000 € an Steuergeldern am Leben erhalten werden muss und dessen Betrieb wegen des Theaterfinanzierungsvertrags mit dem Land alle paar Jahre neu ausgehandelt werden muss. Es ist dabei davon auszugehen, dass die Kosten für Nordhausen und die anderen Gesellschafter in den kommenden Jahren weiter steigen. Das nenne ich Investition in die Zukunft! Wenn das Land Thüringen mit welcher Regierung auch immer keine Lust mehr hat oder einem Gesellschafter finanziell die Puste ausgeht, dann steht der 40.000.000 € Bunker leer! Egal, Theater muss einfach sein! Buchmann hat sich und den anderen Stadiongegnern im Stadtrat, und das sind einige, mit dem Gutachten eine Steilvorlage geliefert. Zuerst zieht man den Kostenfaktor. In dem Gutachten werden so genannte Risikofaktoren wie die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs mit aufgelistet. Was soll das? Dafür hat Wacker schon längst Lösungen in der Schublade! Dann vergleicht man die „HABAU Studie“ welche zunächst einen Neubau für 5.000 Zuschauer beinhaltet, mit einer Studie für ein 10.000 Zuschauer Stadion. Die DFL ist durchaus zu Kompromissen bei der Stadionfrage bereit, dass zeigen die Beispiele Paderborn, Kiel oder Darmstadt. Wichtig ist denen nur, dass etwas passiert, dann kann auch über mehrere Jahre eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Aber egal, würde die Kostenfrage geklärt werden hat Buchmann ein zweites Argument gegen das neue Stadion, den Standort. Da frage ich mich ernsthaft von was Buchmann in seinem Wahlkampf geredet hat. Kannte er den AKS überhaupt? Wie kann man plötzlich so unwissend sein? Die Politiker Müller und Mohr (SPD / LINKE) wollen jetzt den Knoten zerschlagen. Aber Obacht, hinter jedem Knoten hat Buchmann mit seinen Gegnern bereits einen neuen geknotet! Kommendes Jahr sind Kommunalwahlen und der Bürger wird dem Stadtrat die AfD ins Bürgerhaus pflanzen. Nicht weil die AfD die besseren Lösungen und Köpfe hat, mit Nichten. Das hat uns ja Herr Galland jüngst auf Bundesebene erst bewiesen. Von vielen Themen keine Ahnung aber Hauptsache erst mal Dagegen! Und genau solche Politiker habt ihr im Stadtrat verdient, keine Ahnung aber erst mal dagegen. Viel Spaß!
15.08.2018, 08.45 Uhr
h3631 | @Jörg Thümmel
Wie sehen Sie den Umbau des Theaters? Welchen Vorteil hätte Nordhausen davon für mehr nicht Nordhäuser das Theater für 30 Millionen umzubauen? Ich habe nichts gegen das Theater. Dann aber auch ohne Steuergelder, nicht nur beim Stadion Bau. Sagen Sie mir mal wo keine Steuergelder ausgegeben werden.
15.08.2018, 09.03 Uhr
Flitzpiepe | Das ist ein grobes Foul
wenn nicht sogar eine Tätlichkeit der Stadtverwaltung zusammen mit dem Land.
Von mir bekommen beide die Rote Karte.
Mehr sage ich nicht dazu.
Ich bin sprachlos.
15.08.2018, 09.28 Uhr
Herr Schröder | Flitzpiepe
So sieht es aus. Als echtem Wacker Fan, der seinem Verein seit fast 40 Jahren die Treue hält und von der 7. bis zur 2. DDR Liga fast immer im Stadion war, können einem hier nur noch die Tränen kommen. An alle, die das jetzt witzig finden, erspart euch eure Kommentare, ihr versteht das nicht!
Da scheint es sportlich endlich in die richtige Richtung zu laufen und schon grätscht die Politik wieder dazwischen.
Die Quittung gibt es kommendes Jahr!
15.08.2018, 09.47 Uhr
Jörg Thümmel | @h3631
das müssten Sie die Abgeordnete der Linke, Katja Mitteldorf fragen, die mit 9E6 Euro Fördergeldern für die Theatersanierung hausieren ging und ob dieser ungefragten Fördermittelzusage den Stein ins Rollen brachte, offenbar nicht ganz uneigennützig, arbeitet doch ihr Mann temporär am hiesigen Theater?

Grundsätzlich sehe ich Förderung von Spielbetrieb und Sanierungskosten des Hauses ähnlich wie die Stadionfinanzierung. Steuergelder haben in beiden Fällen nichts verloren und beide Bereiche gehören auch nicht zu den originären Aufgabe des Staates auch wenn das einige Salonkommunisten sicher anders sehen werden.

Aber zurück zum Stadion. Ich denke den Ausschlag geben vielmehr die Punkte, Zuwegung, Risiko von Lärmschutzklagen der Anwohner und damit Nutzungseinschränkung bzw. Unnutzbarkeit und fehlende verkehrliche Infrastruktur. Und die Kosten dafür sind bisher weder von Habau noch in der neuen Studie berücksichtigt und würden zwangsweise an der Stadt hängenbleiben.
15.08.2018, 09.50 Uhr
Flitzpiepe | Grätsche der Politik
Genau das ist es!
Dem Landeshauptstadtverein wird für 40 Mio. € Fördergeld ein hässliches Stadion hingestellt, dann muss die Politik auch mit allen Mitteln dafür sorgen, dass der Hauptstadtverein wenn schon nicht Platz1 aber dann wenigstens Platz 2 im Land bleibt.
Das hat man hiermit (vielleicht) geschafft.
War es am Ende sogar 'unsere' Frau Keller?
Mit OB Buchmann haben wir uns aber ein Ei ins Nest gelegt. Dieser Mann hat nicht das Format eine Stadt zu lenken!
An Wackers Stelle würde ich jetzt all den Verhinderern aber einen Mittelfinger zeigen. Knauf baut als Investor im Süden der Stadt eine neue Spielstätte nach der HABAU-Vorlage für 5200 Zuschauer aber erweiterbar.
Politiker können dort natürlich nicht nur im Wahlkampf auftauchen, aber empfehlen würde ich es ihnen nicht.
15.08.2018, 10.01 Uhr
dicker | Weg aus NDH
Es gibt doch jetzt nur noch eine Alternative - das Stadion muss außerhalb der Gemarkung Stadt Nordhausen errichtet werden.
Der AKS bleibt für die Jugend, die Zweite und den Trainingsbetrieb.
Wacker hat bestimmt Plan B und der wird nun zum Tragen kommen.
Das Stadion wird gebaut werden...
15.08.2018, 10.23 Uhr
Fönix | Wer soll das bezahlen?
Alle, die jetzt nach einer Stadionsanierung oder gar nach einem Neubau schreien, beweisen in meinen Augen, dass sie hinsichtlich der finanziellen Verantwortung gegenüber der steuerzahlenden Bevölkerung jeglichen Realitätsbezug verloren haben. Die Preise für Bauleistungen sind in den letzten Jahren durch die Decke gegangen und die Tendenz zeigt auch weiterhin eher nach oben als nach unten. Der politisch zu verantwortende Fachkräftemangel ("Kinder bekommen die Menschen von allein") wirkt hier zunehmend als stabilisierender Faktor, allerdings ausschließlich im unrühmlichen Sinn.
Die Möglichkeiten bezüglich des AKS für zeitgemäße Verhältnisse zu sorgen sind in NDH in den letzten 25 Jahren vergeigt worden. Genau so wie für viele andere überregional wirksame Problemlösungen auch, den Ausbau der B4 nach Norden und Süden nur mal exemplarisch genannt. Ich kann mich noch gut an die "Goldenen Zeiten" erinnern, als Namen wie Willing, Weißhaupt, Weißhaupt, Lindemann und Co. auf dem watteweichen und doch uneingeschränkt belastbaren Bilderbuchrasen des AKS überragenden Fußball boten. Der Rasen galt dank unermüdlicher Arbeit eines Fachmannes als der mit Abstand Beste der ganzen Liga, ebenbürtig dem Oberligastandard. Die aktuellen sportlichen Bemühungen in allen Ehren, aber die vielen "Verantwortlichen" im Nordhäuser Fußball haben sich nachwendlich zu viel mit sich selber und ihren selbsternannten Feindbildern beschäftigt. Der Verein hat sich dabei hinsichtlich der infrastrukturellen Rahmenbedingungen mittlerweile Lichtjahre vom eigenen Anspruch entfernt. Es ist müßig, nach vermeintlich Schuldigen zu suchen. Die Kassen der öffentlichen Hand sind leer, diese hat große Probleme, auch nur den Pflichtaufgaben nachzukommen, auch und gerade hinsichtlich der Bildung, der Schulsport gehört (ge-)wichtigerweise dazu. Dafür braucht man aber kein Stadion, da reicht jeder gut gepflegte Sportplatz sowie für das Winterhalbjahr ausreichend Kapazitäten zur Nutzung von Sport- und Schwimmhallen.
Vor diesem Hintergrund ist für mich die Entscheidung der Stadtverwaltung nachvollziehbar, auch wenn der Weg dahin genauso fragwürdig wie bezeichnend ist. Die Ursache des ganzen Geplänkels liegt in der speziellen Nordhäuser Version, Politik zu gestalten (lieber dauerhaft den politischen Gegner bekämpfen als gemeinsam mit ihm etwas zu erreichen). Und genauer betrachtet zielt das ganze politische System unserer Bundesrepublik genau darauf ab: Das Prinzip "Teile und Herrsche" ist allgegenwärtig, die etablierten Fördermechanismen zementieren den ganzen Zirkus in all seinen Facetten. Für mich ist das schon lange keine Demokratie mehr, in der Art und Weise, wie diese Politik Tag für Tag umgesetzt wird, nehme ich sie vielmehr als Verwaltungsdiktatur wahr.
Insofern sind die "Wackeren" gut beraten, verstärkt auf private/privatwirtschaftliche Initiativen zu setzen. Aktuell scheint nur dieser Weg in eine zukunftsfeste Richtung zu weisen. Wenn die Politik Brücken bauen möchte, kann sie das gerne tun, den Nachweis der Belastbarkeit und Nachhaltigkeit solcher Offerten muss sie aber noch erbringen.
15.08.2018, 11.05 Uhr
Fönix | Mal noch was Anderes…
Deutschland gilt (noch) als ein Land voller Kultur und hat in dieser Hinsicht eine lange Tradition, die weit in frühere Epochen zurückreicht. In den politischen Strukturen wird der Sport übrigens nach wie vor sehr oft der Kultur zugeordnet. Ich will jetzt keinesfalls Theater gegen AKS ausspielen, das überlasse ich der Politik (schon wieder "Teile und Herrsche"!). Aber vor die Wahl gestellt (leider nur eine Fiktion, denn ich habe ja keinen Einfluss darauf), würde ich die von mir gezahlten Steuern und Abgaben derzeit lieber in das Theater als in das AKS investiert sehen, trotz der immensen laufenden Kosten für den Theaterbetrieb. Warum? Ohne Beibehaltung, Festigung und Entwicklung unserer Kultur als Basis unserer Gesellschaft werden wir schnell zu Barbaren. Erste Ansätze eines solchen Prozesses können wir jeden Tag (und jede Nacht) auf unseren Straßen (und nicht nur dort) beobachten. Der Sport und insbesondere der Fußball (bzw. sein alkohol- und gewaltgeschwängertes Gefolge) gehen hier leider mit ungutem Beispiel voran.

Bitte nicht missverstehen: Ich bin durchaus ein Sympathisant der "Wackeren" und ihrer Vorläufer von "Motor West". Aber nach meiner Wahrnehmung entfernt sich aktuell der Sport immer mehr von seinen ursprünglichen Idealen der Leibesertüchtigung und des Zusammengehörigkeitsgefühls. Und zwar genau in dem Maß, in dem er sich (in welchem Wortsinn auch immer!) professionalisiert. Er wird nebenbei auch (von der Politik ?) zum Ventil der vielen Unzufriedenen (missbraucht), die ihrem Unmut freien Lauf lassen in einer Art und Weise, die mit Sport nicht mehr das Geringste zu tun hat. Ich möchte hier stellvertretend nur die aktuellen Vorfälle in Magdeburg und Köln anführen. Dass die Politik versucht, die Verantwortung für das Entstehen, Wirken und Wachsen der Hooligan-Szene zunehmend den Vereinen zuzuschanzen, zeigt deren ganze Verlogenheit und Verantwortungslosigkeit.

Ich hoffe, dass Wacker aktuell einen Weg zwischen den Welten findet, mit hohem Leistungsanspruch und großer Bürgernähe gleichermaßen und vor allem ohne sinnentleerte Parolen grölendes Gefolge. Die Voraussetzungen sehe ich durchaus gegeben. Jede Unterstützung aus der Region sollte dann willkommen sein. Die grundsätzlichen Konflikte in der Gesellschaft kann der Verein freilich nicht lösen, hier ist die Politik gefordert. Wer diese gestaltet, hängt auch von unserem Wahlverhalten ab.
15.08.2018, 11.26 Uhr
Mueller13 | @ Herr Schröder: Überall AfD!?
Zitat Schröder: "Nicht weil die AfD die besseren Lösungen und Köpfe hat, mit Nichten. Das hat uns ja Herr Galland jüngst auf Bundesebene erst bewiesen. Von vielen Themen keine Ahnung aber Hauptsache erst mal Dagegen! Und genau solche Politiker habt ihr im Stadtrat verdient, keine Ahnung aber erst mal dagegen. Viel Spaß!"

Sie kommen also vom AKS und Wacker NDH zu Gauland und diesem sinnbefreiten Sommerinterview, zum Nordhäuser Stadtrat und den lokalen AfD-Politikern. Herzlichen Glückwunsch. Wollen wir uns wirklich auf diesem Level unterhalten? Sind Sie ideologisch wirklich so verbrannt? Sie tun mir aufrichtig leid.
15.08.2018, 11.41 Uhr
Flitzpiepe | Fast alles richtig @Fönix
Aber es ist genug Geld bei der öffentlichen Hand da, es kommt nur nicht an den Stellen an, an denen es benötigt wird.
Ja, ein Stadion für Profifußball sollte nicht gefördert werden.
Aber wenn man es einmal macht, muss man es an anderer Stelle auch machen. Schon allein wegen der Chancengleichheit.
Wenn dann aber schon bei der neuen Feuerwehr so viel diskutiert wird, wo eigentlich von der Wichtigkeit gar nicht diskutiert werden darf, ist was falsch in diesem Land.
Genauso beim Theater. 30 Mio. € und mehr für eine Theatersanierung sind einfach zu viel für Nordhausen.
Wird diese Summe genauso hinterfragt werden wie beim AKS? Ich hoffe ja, aber denke nein.
Das wird genauso wie beim Bürgerhaus laufen...
Politik muss auf ein gleichmäßiges Wachstum in allen Bereichen des Landes achten. Das passiert aber nicht. Die 'Leuchttürme', bei denen es bereits super läuft, werden weiterhin gefördert bis zum Gehtnichtmehr und die Provinz wird fallen gelassen und siecht dahin. Ich sehe für die Zukunft schwarz für Nordhausen.
15.08.2018, 11.59 Uhr
Fönix | Fast alles richtig @Flitzpiepe
Wenn man Ihre Gedanken weiter- und zusammenführt, landet man ganz schnell bei der Fördermittelvergabe, die ausschließlich von der Politik bestimmt wird. Womit wir wieder beim Thema wären …
15.08.2018, 12.28 Uhr
Fönix | Noch eine Ergänzung@Flitzpiepe
Ihre Aussage " Die 'Leuchttürme', bei denen es bereits super läuft, werden weiterhin gefördert bis zum Gehtnichtmehr und die Provinz wird fallen gelassen und siecht dahin." trifft es auf den Punkt. Während am Erfurter Kreuz die Gewerbeflächen gar nicht so schnell ausgewiesen werden können, wie sie belegt werden, erobern sich in der Goldenen Aue die Feldhamster ihr angestammtes Territorium sicher bald wieder zurück und können dort wahrscheinlich eher beobachtet werden als seriöse Investoren mit Nachhaltigkeitspotential.

Wenn man dieses ganze Trauerspiel vor dem Hintergrund betrachtet, dass die Stadt Erfurt Richtung Süden (Mühlberg, Thörey, Rudisleben) mit aller Gewalt um Gebietszuwachs rangelt, erkennt auch der unbedarfte Bürger recht schnell, wie das politische Spiel heutzutage gespielt wird. Wie es ausgeht, ist unter den gegenwärtig gegebenen Bedingungen (und damit meine ich keinesfalls ausschließlich RRG, das ist wohl eher eine Episode, die grundsätzliche Gestaltung der Politik wird uns auch unter den meisten anderen Konstellationen erhalten bleiben) ebenfalls vorprogrammiert.
15.08.2018, 13.00 Uhr
Andreas Dittmar | Entweder anfangen mit Bauen oder Reißleine ziehen......
Wie geht das jetzt weiter ? Ganz einfach so : Herr OB Buchmann hat laut Aussage Projektseite zu verstehen gegeben, dass Nordhausen sich das Stadion finanziell so nicht leisten kann. Trotzdem hat er zugesichert, sich für eine Erhöhung der Fördermittel stark zu machen. Fakt ist, dass diese Gelder zurückzuzahlen sind. Wenn er sich für den AKS stark macht, erwarten bestimmt einige Leute im Rathaus und auch in Erfurt, dass sich Herr Buchmann auch für das Theater stark macht. Kräftige Unterstützung wird er da von Frau und Frau bekommen, die wie schon am 1.9.17 geschehen, dann allerdings mit 55 Mio. "Fördermittelzusage" aus dem Landeshaushalt auf der Matte stehen und sich für ihr klares Signal und ihren unermüdlichen Einsatz für AKS und Theater feiern lassen. Auflage ist natürlich das irgendwer zustimmen muß, der sich von niemanden beeinflussen lässt und Nordhausen bedürftig sein muß. Natürlich muß dann auch wieder eine neue Machbarkeitsstudie für na 50000 ? Euro her, die zu dem Ergebnis kommt, das es finanziell hinten und vorne nicht reicht. Bock auf Scheitern soll wohl so eine neue Motivationsmethode sein allerdings bitte nicht mit unseren Steuergeldern.
15.08.2018, 13.39 Uhr
Fönix | Korrektur
In meinem letzten Kommentar bitte "Mühlberg" streichen und dafür "Ichtershausen" einsetzen, sorry für den Fehler.
15.08.2018, 14.20 Uhr
Flitzpiepe | Fördergeld ist Darlehen?
Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass die vom Land bereitliegenden Fördergelder, gar keine Fördergelder in dem Sinne sind.
Wenn diese Mittel also von der Stadt zurückzuzahlen sind, ist es doch gar kein Steuergeld vom Land sondern die Stadt bekommt ein Darlehen (zu welchen Konditionen auch immer) vom Land und bezahlt irgendwann 100% des gesamten Projektes.
Was soll die ganze Aktion dann bei der aktuellen Nullzinsphase?
Warum spricht man da von Fördergeld, wenn es doch gar keines ist?
Will man hier uns an der Nase herum führen?
Die Stadt Erfurt bekommt den Prunkbau MFA zu 87,5% gefördet (also irgendwas um die 35 Mio € ohne Rückzahlung) und andere Kommunen können solche Projekte komplett selbst zahlen?
15.08.2018, 14.52 Uhr
Herr Schröder | Fördergelder
Müssen nicht zurück gezahlt werden. Sie müssen aber meist mit Eigenkapital untermauert werden.
Mal mehr mal weniger. Meines Wissens wird auch das Theater zu 90% gefördert.
15.08.2018, 15.25 Uhr
Jörg Thümmel | der Vergleich EF und NDH hinkt...
und zwar aus folgenden Grund;

in EF handelt es sich um ein Multifunktionsstadion, sprich für Leichtathletik (EF ist glaube ich auch Bundesleistungszentrum LA). Das Beibehalten dieses Statuses auch bei Umbau des Stadions war Voraussetzung für den Umbau. Desweiteren hat EF mit knapp 215.000 EW knapp die fünffache Einwohnerzahl wie NDH.
Rechnet man die Fördersumme aus EF auf den Proporz von NDH herunter, ergibt das die selbe Fördersumme pro Kopf wie in EF. Von daher dünnes Eis.

Ein kompletter Neubau, außerhalb der Kernstadt bzw. Gebieten mit Wohnbebauung ist bis auf einige wenige Aussnahmen mitlerweile der Königsweg beim Stadionbau. Wiegesagt die vom Rathaus vorgebrachten Argumente mit fehlender Zuwegung, der Gefahr von langen rechtlichen Auseinandersetzungen mit ungewissen Ausgang sind stichhaltig und ohne Wackerbrille mehr als nachvollziehbar. Stadien dieser Größenordnung angrenzend an Wohnbebauung sind nicht mehr zeitgemäß zumal ein kompletter Neubau auf der grünen Wiese auch wesentlich schneller zu realisieren ist als ein Umbau unter laufenden Spielbetrieb.
15.08.2018, 16.14 Uhr
Flitzpiepe | Warum soll der Vergleich mit Erfurt hinken
Es ist mir schon klar, dass man alle Erfurter Summen auf 1/5 für Nordhausen reduzieren muss. Das ist kein Thema.
Mir ging es um die Rückzahlpflicht der im Moment 6 Mio € bereitliegenden 'Fördergelder' für den AKS.
Erfurt muss nichts zurück zahlen(da gab es nur die 12,5% Eigenanteil) und Nordhausen alles (also im Prinzip 100% Eigenanteil), weil die 6 Mio € gar keine Fördergelder in dem Sinne sind.
15.08.2018, 16.24 Uhr
Nörgler | Noch einmal von mir, Flitzepiepe
Fördermittel von Bund oder Land müssen nicht zurückgezahlt werden. Jedenfalls nicht, wenn die Auflagen, die damit verbunden sind, eingehalten werden. Die 6,5 Millionen Euro, die für den AKS bereitliegen sind sozusagen Gelder vom Staat, um die Investition zu fördern. Da besteht keinerlei Rückzahlpflicht. Außer sie werden nicht verbaut.
15.08.2018, 16.56 Uhr
Flitzpiepe | Genau das meine ich ja
Es stehen keine normalen Fördermittel für den AKS bereit.
Da wurde ein anderes spezielles Wort im Beamtendeutsch für genannt. Ich habe es leider nicht wieder gefunden.
Und diese spezielle Form muss von der Stadt zurück gezahlt werden!
Vielleicht kann mal ein Wissender helfen?
15.08.2018, 17.31 Uhr
Flitzpiepe | Schuldendiensthilfe
Das war es:
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=227133
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17.36 Uhr
Zu den Projekten im nächsten Jahr. Bei einem Gespräch mit Ministerin Keller wurden die Sanierung AKS und Theater besprochen. Helfen soll eine sogenannte Schuldendiensthilfe. Das heißt, die Stadt Nordhausen kann - trotz Notleidigkeit - Kredite aufnehmen und das Land trägt sämtliche Kosten wie zum Beispiel Zinsen über einen längeren Zeitraum. Der Pferdefuß: das Landesverwaltungsamt muss das alles genehmigen.
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Also ein fast normales Darlehen für die Stadt über 6 Mio € AKS und 12 Mio € Theater. Die Stadt trägt bis auf die Zinsen 100% des Projektes. Im Landeshaushaltsplan stand das so noch nicht. Keller hat das also nicht als Förderung durch bekommen!
15.08.2018, 18.19 Uhr
Andreas Dittmar | @Flitzpiepe das Wort heisst Schuldendienstleistung
In der Antwort auf die kleine Anfrage über die AfD-Fraktion an die Thüringer Landesregierung wurden die Gelder so deklariert. Frau Keller brachte diese Option ins Spiel. Wenn Schuldendienstleistungen Fördermittel sind, hätte man es auCh so geschrieben
15.08.2018, 19.19 Uhr
murmeltier | Prioritäten
Wieso setzt das Rathaus Prioritäten? Wenn das Rathaus alles macht, braucht es keinen Stadtrat. Es können doch nicht zwei Leute im Rathaus allein derart richtungsweisende Entscheidungen treffen. Es ist kein Geheimnis, dass der, der eine Studie in Auftrag gibt auch ein Ziel vorgibt. Hier gönnt Einer dem Anderen nichts.
15.08.2018, 19.58 Uhr
Tarifgegener | Versteh ich nicht...
Bevor ich ein großes Projekt starte, checke ich doch was der Spaß kostet. Und Planungsbüros kosten Geld, wie wir sehen viel Geld.
Aber lieber diese Kohle investiert vor wir uns einen BER bzw. ein Fass ohne Boden schaffen.
Ja, ich versteh die Vereinsliebe der Wacker Fans aber was man nicht bezahlen kann geht halt nicht!
Für Fördermittel stark machen hat der OB versprochen. Wenn dass das einzige ist was sich die Stadt leisten kann, dann ist das so.
Klare Aussage, klare Kannte! Aus diesem Grund wurde der gewählt!

Richtige Entscheidung.
15.08.2018, 20.57 Uhr
Flitzpiepe | Guten Morgen, Tarifgegener
Auch schon wach?
Dieses Hin und Her geht schon mindestens 5 Jahre so. Der HABAU Plan ist von 2015 und man lässt sich dafür 'Fördergelder' bereit stellen und lässt sich im Wahlkampf damit feiern, um jetzt mit einem plötzlichen hinterhältigen Gutachten festzustellen, dass es wohl doppelt so teuer werden würde und eigentlich überhaupt nicht geht.
Merkste selber?
15.08.2018, 21.30 Uhr
Tarifgegener | noch mal...versteh ich nicht..
klare aussage bei offiziellen Interview zu OB Wahl...

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=216817

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nnz: Heiß diskutiert wird derzeit ein millionenschwerer Ausbau des Albert-Kuntz-Sportparks. Braucht Nordhausen so ein teures Stadion und wie sollen die Eigenmittel aufgebracht werden, wenn es auch noch eine neue Feuerwache zu bauen gilt?

K. Buchmann: Nordhausen ist eine Sportstadt und die Sanierung des Hartplatzes sowie der Kauf der Flutlichtanlage wurden kürzlich festgezurrt. Aber auch das Theater, einige Brücken, Straßen und Treppen gilt es zu sanieren. Ebenfalls sind der Lindenhof und das einstige Gaswerk Bereiche in der Stadt, die mit Leben erfüllt werden könnten. Ganz klar: Das Nordhäuser Sparschwein ist sehr dünn. Deshalb muss die Überdimensionierung einzelner spektakulärer Maßnahmen von vornherein ausgeschlossen sein.
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15.08.2018, 22.50 Uhr
Flitzpiepe | Das mag ja sein
aber das ist ein Jahr her und was ist seitdem an diesen Fronten passiert? Nichts. Bei der Feuerwache sieht es doch genauso schlecht aus und beim Theater müsste auch so ein Gutachten her. Dann hat er alle größeren Projekte beerdigt. Das IG wird leer bleiben und dann wird die Straßenbahn noch stillgelegt usw.
Gute Nacht, Nordhausen!
Aber deswegen hat die Stadt noch keinen Euro mehr für Infrastrukturverbesserungen oder Jugendarbeit.
Woher auch?
Es ist dieses Gutachten, dass er im Alleingang (eventuell mit Initiative des Infrastrukturministeriums) veranlasst hat und somit alle bisherigen Beteiligten brüskiert hat. Das Ziel für den Gutachtenauftrag war das Verhindern des Projektes.Nicht mehr und nicht weniger. Schade um die 40000€. Ich habe das Gutachten überflogen. Da wurde sogar die Tauglichkeit für die 2. Bundesliga untersucht!? Das war und wird nie ein Thema sein. Was soll das? Die Aussage, dass er sich um eine Erhöhung der 'Fördergelder' kümmern wird, ist lächerlich, wenn man seine bisherigen Taten sieht.
OB Buchmann macht genau da weiter, wo Zeh aufgehört hat. Er hat auch nicht das Format, die Stadt auf einen besseren Weg zu bringen.
15.08.2018, 23.10 Uhr
HUKL | Kommt nach dieser Aufregung endlich einmal etwas Vernünftiges?
Was sind denn das für Probleme in Nordhausen? Jahrelang versucht man dort den nächsten Schritt in Richtung 3. Liga zu machen und nun das! Nach der plötzlich etwas zu spät aufgetauchten Studie, die wohl ohne eine besondere Ankündigung der neue Bürgermeister in Auftrag gegeben hat, liegt nach Bekanntwerden der nüchternen Zahlen plötzlich auf der Hand, dass das gegenseitige Vertrauen von Entscheidungsträgern des Nordhäuser Rathauses und Bürgern der Stadt, die schon immer, aber besonders in dieser Saison, einen Hang für „Wacker“ haben, nicht mehr vorhanden zu sein scheint!

Neben den sechs Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, hat bekanntlich die Stadt Nordhausen und der im „AKS“ spielende Verein, „Wacker 09“ noch jeweils eine Million Euro an Eigenkapital bereits zusagt, sodass nun acht Millionen Euro zur Verfügung stehen würden. Es darf aber dabei auch nicht vergessen werden, dass die Stadt durch einige bereits realisierte Bauleistungen im traditionsreichen „AKS“ ihre Solidarität mit Wacker bereits schon bewiesen hat, ohne die anderen Vereine zu vergessen! Den Kritikern sollte bekannt sein, dass für die durchzuführenden Baumaßnahmen natürlich auch u.a. für die Fördermittelgeber verschiedene zukünftige Kosten- und Zuschauervarianten notwendig sind, die bisher scheinbar fehlten. Interessant ist allerdings das Ergebnis der Gutachten, für das auch ein paar Euro hinzulegen waren, dass für eine drittligataugliche Lösung am gleichen Standort unter Beachtung der Infrastruktur fast das Doppelte aufzubringen wäre und deshalb nicht infrage kommen kann!

Neben den erwarteten Leistungen der Spieler auf dem Rasen sollten allerdings auch die Zuschauer möglichst für ein entsprechendes Erscheinen ihre Verbundenheit zum Verein, besonders zu den Heimspielen, endlich, nicht nur einmal, dokumentieren! Die gegenwärtigen Zahlen kommen aber nicht ansatzweise weder für die angestrebten 5 000, noch
10 000 Plätze, heran und sind einfach nur kläglich! Für mich ist nur auf den emsig winkenden Träger der übergroßen Fahne auf dem maroden Tribünendach Verlass.....

Zu einer vernünftigen Lösung, wie z.B. ein Stadionneubau in dezentraler Lage, kann und wird man nur kommen, wenn sich die unterschiedlichen Wogen wieder geglättet haben und endlich wieder zu einer Einheit werden! Wann das geschieht, weiß allerdings im Moment kaum jemand, genau so wenig, in welcher Liga bzw. Klasse dann „Wacker“ spielt.....
16.08.2018, 08.45 Uhr
Flitzpiepe | @HUKL Sie sind doch der Meinung
dass sie sich im Fussball auskennen?
Wieso wundern sie sich dann über den für sie geringen Zuschauerschnitt von Wacker?
Zu normalen Spielen der Regionalliga werden nicht mehr als 1500 Zuschauer kommen. Das wissen sie!
Erfurt ist 5x größer also kommen da zu normalen Spielen maximal 7500. Und wie groß ist das Stadion?
Alles weitere zu den 5200 geplanten Plätzen würde nur bei unnormalen Spielen gebraucht. Die wird es aber geben. Die Auslastung ist in den anderen Stadien(außer Bundesliga) nicht viel anders.
Der Schwachsinn ist die Forderung des DFB für die 3. Liga 10000 Plätze haben zu müssen. Die würden bei Wacker auch nur zu GANZ besonderen Spielen gebraucht.
Angenommen Wacker würde in die 3. Liga aufsteigen, dann schätze ich, dass der Heimanteil der Zuschauer auf max. 2500 steigen würde. Plus manchmal der gleiche Anteil Gästefans.
Die 5200 Plätze würden fast immer reichen und wenn nicht, ist eben ausverkauft.
16.08.2018, 09.20 Uhr
Flitzpiepe | Ergänzung
Gegenwärtig wird argumentiert, dass der AKS nur für 8088 Zuschauer genehmigt ist.
Die Argumentation ist lächerlich. Diese Zahl stammt aus DDR- Zeiten. 1088 Sitzplätze + angeblich 7000 Stehplätze.
In den 40 Jahren, in denen ich zu Wacker gehe, habe ich diese Zuschauerzahl noch nie erlebt.
Ganz einfach weil so viele in die Bruchbude auch nicht rein passen.
Maximal waren es mal 6500 beim Aufstiegsspiel gegen Union Berlin. Im gegenwärtigen Zustand des AKS ist schon bei ca. 4500 Schluss.
Mehr geht nicht. Das Drumherum ist aber schon eher erschöpft. Da herrscht Chaos.
Aber auch das ist in vielen anderen Stadien, die an einem alten Ort stehen, genauso und 1-2x im Jahr hinnehmbar (auch für Anwohner).
16.08.2018, 10.50 Uhr
RWE | Srellen sie sich das mit dem Lärmschutz nicht so einfach vor
In dem Moment wo man anfängt zu bauen, gelten auch andere Verordnungen. Und zwar strengere. Genau wie bei Rot-Weiß ein bescheidener Neubau auf der grünen Wiese wie in Zwickau die bessere Lösung gewesen wäre, denke ich wäre eine Realisierung der Studie aus dem Jahr 2015 für Wacker die bessere Lösung. Die Übergangsphase wäre gesichert und wenn man dem DFB einen Neubau garantiert gibt es auch eine Spielgenehmigung.
Nur eines sollte klar sein, bei 5 Millionen bleibt es da auch nicht. Parkplätze und Zufahrtswege werden bei solchen Studien gern mal herausgerechnet...
Bei Wacker sollte man sich vielleicht Großaspach als Vorbild nehmen, wobei auch hier die Kosten von 6 Millionen auf ca 10 Millionen stiegen. Das ist bei Bauprojekten so.
Es war richtig und notwendig, daß in EF etwas passierte. Das Stadion wird nicht nur von Rot Weiß genutzt und der Parksaal wird erfolgreich von der Messe GmbH vermarktet. Ich fühle mich in der Steigerwaldkurve pudelwohl. Trotzdem war es Wahnsinn für ein Dreiviertelstadion über 40 Millionen auszugeben. Es ist Wahnsinn, das Ernst-Abbe Sportfeld in Jena für 50 Millionen im Hochwassergebiet umzubauen, obwohl es unstreitig nötig ist. Genauso glaube ich, daß sich in NDH ein Neubau bei unter 10 Millionen einpendeln könnte. Aber wie in Erfurt wird bei Gegner und Befürwortern Wahlkampf betrieben werden.
@Flietzpiepe Ihren Ausführungen zum Thema Stadionvorschriften in der 3. Liga kann ich nur zustimmen. Nur versucht Wacker hinter vorgehaltener Hand schon seit Jahren aufzusteigen und eben diese Forderungen sind bekannt, so unsinnig sie auch sein mögen.
@Fönix
eine Frage: bin ich nun ein Barbar, wenn ich mir meine Portion Kultur, "meine" Kultur, im Kino oder bei einen Konzert abhole und das Theater mir egal ist?
Als das Nordhäuser Theater Probleme mit der Förderung bekam, waren die "alkohol-und gewaltgeschwängerten" Fans jedenfalls gut genug für ein Benefizspiel. (Auswahl NDH/SDH gegen den von einigen Kommentatoren so sehr geschmähten RWE)
16.08.2018, 11.34 Uhr
HUKL | Aus den bekannten Fehlern lernen!
@Flitzpiepe,
als „Dauer-und Rundumkritiker“ sowie „nnz-Aufklärer“ in allen Angelegenheiten, dürften Sie sich in Nordhausen und Umgebung bereits schon längst einen entsprechenden Namen erarbeitet haben, obwohl Sie auch dabei gelegentlich von Sprachlosigkeit erfasst werden!

Man muss sich nicht unbedingt im Fußball auskennen, um festzustellen, dass bereits in anderen Städten unseres Landes durch völlig überdimensionierte Stadien oder Arenen regelrecht Geld verbrannt wurde. Beispiele erbeten? Am vergangenem Wochenende trafen sich im „Insolvenz-Derby“ in unser Landeshauptstadt Erfurt zwei Vereine, deren längst entlassene Präsidenten vor den bereits abgeschlossenen jeweiligen riesigen Neubauten immer meinten, nur damit in der 3. Liga bestehen zu können. Besonders der beruflich eigentlich mit Insolvenz sehr vertraute und noch nicht entlastete R. Rombach ließ dabei die Schulden des FC RWE auf noch nicht veröffentlichte mehrere Millionen (!) Euro anwachsen, das scheinbar auch seinen langjährigen, bei ihm angestellten Steuerberater Krings nicht aufzufallen schien. Selbst an der an die Stadt Erfurt abzuführende Miete wurde bis zuletzt regelrecht gefeilscht. Erst sein zwischenzeitlicher Präsidenten-Nachfolger, Nowag, hatte den Mut, durch die längst fällige Beantragung der Insolvenz bei dem Amtsgericht Erfurt dieses faule Spielchen mit nicht vorhandenem Geld wegen totaler Überschuldung anzumelden.

Nun wundern sich besonders die verprellten Gläubiger und alle anderen Beobachter, übrigens auch in Chemnitz, wie es ausgerechnet unter diesen miserablen finanziellen Bedingungen überhaupt möglich ist, eine jeweilige fast komplette Neubesetzung der beiden Mannschaften zu aktivieren........In mindestens einer der beiden Arenen wird sich nach der anfänglichen Neugierde eine gewisse Tristesse breit machen!

Dass das nicht der richtige Weg war, sollten auch die Nordhäuser Verantwortlichen bei ihren Planungen der neuen bzw. zu sanierenden Spielstätte wissen. Eine entsprechende Zuschauerkulisse gehört immer dazu, wie das Gewürz zu bestimmten Speisen! Gähnende Leere in einem hochmodernen Stadionkomplex wird die eigenen Akteure kaum zu den erwarteten Höchstleistungen animieren!
16.08.2018, 12.02 Uhr
RWE | HUKL, es kommt selten vor aber ich stimme ihren beiden Beiträgen zu
Nur: Sie fragen sich, wie 2 insovente Vereine Transfers tätigen können? Ganz einfach, die Schulden werden bald Vergangenheit, auch wenn sie auf ein Scheitern des Verfahrens hoffen mögen, und die Sponsoren bleiben treu. Sie haben doch auch mehr Geld in der Tasche, wenn sie keine Schulden bedienen müssen! Auch wenn sie es nicht wahr haben wollen, es gibt eine Aufbruchstimmung. Die allzugroßen Optimisten wurden bereits auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und wenn wir halbwegs oben mitspielen können werden wir vor 3500 bis 4500 Fans spielen. So machen auch ein paar Jahre Regionalliga Spaß.
Und ich verstehe nicht, wieso sie Insolvenzfälle im Zusammenhang mit Wacker bringen. Da sehe ich derzeit keine Gefahr.
16.08.2018, 12.17 Uhr
Flitzpiepe | Was ist in ihren Augen überdimensioniert?
5200 Zuschauer in Nordhausen oder 18000 in Erfurt sind doch nicht überdimensioniert.
Wollen sie bei Aufstiegen, die man ja als sportliches Ziel haben muss, dann immer erweitern? Und wenn man absteigt, wieder abbauen?
Das ist doch absurd. Man hat doch Ziele als Verein.
Magdeburg ärgert sich jetzt auch, dass sie nicht größer gebaut haben.
Aber zu meiner Frage - Wieso wundern sie sich dann über den für sie geringen Zuschauerschnitt von Wacker? - haben sie nichts geschrieben. Was würden Sie denn als normal in Nordhausen erwarten?
16.08.2018, 16.17 Uhr
HUKL | Nochmals zu den geringen Zuschauerzahlen in Nordhausen
Nochmals @Flitzpiepe,

da Sie mir eine Frage nach dem Grund der viel zu wenigen Zuschauer bei den Heimspielen im Nordhäuser „AKS“ stellten, wird meinerseits nochmals versucht zu antworten, kann aber die Ursache nur erahnen:

Nicht selten hört man bei Gesprächen untereinander, dass das Ausbleiben einer größeren Kulisse in Nordhausen besonders daran liegt, weil seit einiger Zeit hier nur ein „zusammengekaufter Haufen“ zu sehen ist, der zu den meisten Teilen aus oftmals woanders ausgedienten Akteuren bekannter Vereine oder aus deren Talente besteht, statt aus den Reihen des eigenen Nachwuchses. Dieser brachte sogar das Kunststück fertig, in der letzten Saison als „zweite Mannschaft“ in die Thüringer Landesliga aufzusteigen! Der Höhepunkt war zuletzt die falsche personelle Besetzung der „Sportlichen Leitung“ durch die beiden Münchener „Durchreisenden“! Leider erfüllten auch andere verpflichtete sehr bekannte Spieler aus höher angesiedelten Vereinen nicht die in sie gesetzten Erwartungen.

Obwohl zum nun auch offiziell angestrebten Aufstiegsbekenntnis in die 3. Liga keine nervenaufreibenden Relegationsspiele mehr notwendig sind, haben auch andere im Land bekannte Vereine diese Zielsetzung für den einen Platz an der Sonne! Das heißt, in der Regionalliga hätten gleich mehrere Mannschaften das Zeug dazu, aufzusteigen. Bis zur endgültigen Entscheidung müssten demnach wesentlich mehr Zuschauer in den „AKS“ pilgern, doch sie tun es einfach nicht!

Es wird, lieber Spfrd. Flitzpiepe, allerdings vermutlich bis auf Weiteres nur ein Wunschtraum bleiben, dass die Zuschauerzahlen in Erfurt bzw. Nordhausen 18.000 oder 5.000 erreicht werden. Speziell spricht man deshalb nicht nur in der Landeshauptstadt von einer Überdimensionierung der dortigen „MFA“, weil der stets lachende Insolvenzverwalter, V. Reinnhardt, seine dem FC RWE treu gebliebenen Fans und Gäste persönlich per Handschlag zu den Heimspielen begrüßen kann.......
16.08.2018, 16.39 Uhr
nordhäuser85 | Zuschauerzahlen
Ein Grund könnten natürlich auch die Eintrittspreise sein. Bei denen bewegt man sich nämlich nicht nur auf dem Niveau das man sportlich erreichen möchte (3. Liga) sondern bereits auf dem der 2. Liga. Wenn man dann betrachtet was man dafür als Zuschauer geboten bekommt und in was für einer Region wir uns befinden (Einkommensniveau) kann dies durchaus dafür sorgen dass der ein oder andere gar nicht die Möglichkeit hat die Spiele zu besuchen.
16.08.2018, 16.56 Uhr
Liane Enzinger | Much noise about nothing: Ich kann mir auch ein Gutachten pro AKS kaufen
Warum stressen sich eigentlich alle wegen der zwei Gutachten (Frage am Rande: Warum eigentlich zwei Gutachten und nicht eins?)?

Die Stadträte haben die Zustimmung zur Auftragsvergabe für die beiden Papiere verpennt, Pech gehabt. 40.0000 Euronen sind doch peanuts im Vergleich zu den 40.000.000 Euro fürs Theater.

Und überhaupt: Zu jedem Gutachten kann ich auch ein Gegengutachten einkaufen, daß genau das Gegenteil sagt. Auch, wenn das 1. Gutachten vom Stararchitekten Albert Speer jr. stammt. Also alle entspannen und dem nordhäuser Sommertheater zuschauen. Schade, dass NDH außer Theater nix zu bieten hat.

Liane Enzinger, M.A.
16.08.2018, 17.33 Uhr
Martina Mustermann | Liaaaane!
Liaaane! Was war los? Warum jetzt erst Dein Kommentar? Danke! Du behältst immer den Überblick - wie machst Du das? Ich bin jetzt zurückgelehnt ...

Martina, M.A.
16.08.2018, 23.56 Uhr
RWE | Giftpfeile verpackt in schönen Sätzen
Werter Herr Klemm, man kann über die Einkaufspolitik, der Nachwuchsarbeit oder der Außerdarstellung (gilt für meinen Verein noch viel mehr) von Wacker diskutieren. Man kann auch darüber streiten, ob die Allgemeinheit Profivereinen eine Spielstätte zur Verfügung stellen sollte und wenn ja wie diese aussieht. Kein Problem.
Aber bitte auf den Teppich bleiben. Wann ist ein Stadion ihrer Meinung nach überdimensioniert? Jedesmal wenn es nicht ausverkauft ist? Da könnte man den FCM auch in Salza spielen lassen, die Blau-Weißen hatten auch schon Punktspiele mit weniger als 1000 Zuguckern. Ein Fassungsvermögen von 5000 ist für Wacker nicht zu viel, selbst wenn man das begrenzte Fanaufkommen und das fast komplett fehlende Hinterland berücksichtigt. Ein paar "große" Spiele gibt es auch in der 4.Liga, meistens würde der Platz auch in der 3. Liga reichen. Da will Wacker ja kurzfristig hin. Nur leider verlangt der DFB eben Platz für 10000.
Und von der Auslastung abgesehen-der AKS ist nicht mal regionligatauglich. Ich kenne diese Liga noch nicht. Ich war schon mal beim Pokal in Meuselwitz und in Halberstadt. Ok, hier wächst ein wenig Rasen, der sich schnell gegen Traversen austauschen ließe. Beides sind jedenfalls besser in Schuß als der AKS.
Nun zu der eierlegenden Wollmilchsau, welche ich regelmäßig aufsuche. Sie tuen ja so, als ob man das Stadion für die 4. Liga gebaut hätte. Aber immer aus den Kontext reißen. Es war politisch gewollt, daß die LA-Bahn bleibt. Der Parksaal wird gebraucht für andere Veranstaltungen, damit u.a. die Touristenqoute erfüllt wird und man den Fördertopf anzapfen konnte. Jetzt steht das Ding so da wie es ist. So wie es sich die letzten Jahre darstellte, hätte es eine relativ billige Lösung wie Zwickau mit 10 oder12 K auch getan. Wäre nicht durchsetzbar gewesen wegen der Leichtathletik, hätte für Rot-Weiß aber locker gereicht.
Wie Flietzpiepe richtig bemerkte steigen Vereine auf und ab. Als die Planungen ernst wurden, stieg der Verein aus der 2. Liga ab und danach gab es ein paar gute Jahre, wo wir nicht so weit weg waren vom Aufstieg und das bei einen Zuschauerschnitt von 7000 in der Bruchbude. Da beläßt man es doch lieber bei der alten Kapazität. Ja, heute für 3000 Fans in der 4.Liga ist das SWS hoffnungslos überdimensioniert. Nur wurde es dafür nicht gebaut.
Die Welt ist eben nicht schwarz/weiß, sondern es gibt unzählige Zwischentöne.
Naja, dann wollen wir doch beide Herrn Reinhardt Durchhaltevermögen und eine kräftige rechte Hand wünschen, wenn er selbige alle 2 Wochen ebendiesen 3000 einzeln entgegensteckt. Vielleicht scannt er ja noch die Eintritskarten und führt die Kontrollen durch. Die Personalkosten würden sinken. Guter Mann...(:-
17.08.2018, 17.39 Uhr
HUKL | Die "AKS" - Geschichte bleibt einfach spannend!
@RWE,
um gleich bei Ihrem Lieblingsverein zu bleiben: Der langjährige ehemalige FC RWE – Präsident sowie der zwischenzeitlich nach Berlin abgewanderte Thüringer Wirtschaftsminister wollten mit aller Macht und trotz großer Widerstände unbedingt ein neues Stadien als Grundlage, um darin unter Profibedingungen trainieren und spielen zu können und sich damit auch gleichzeitig ein fiktives Denkmal gesetzt zu haben. Damals war allerdings noch nicht abzusehen, dass der Motor des besten Mieters in`s Stottern geriet und neben den verpassten Aufstieg nach oben bis in die Regionalliga abstürzte und sogar auch noch Insolvenz anmelden musste! Die Stadt Erfurt als Bauherr und Vermieter hatte sich trotz vieler Warnungen nicht nur bei den Baukosten (ca. 45 Mill. €) etwas verkalkuliert, sondern auch bei den zu erwarteten Zuschauerstrom zu den Heimspielen.

Am vergangenem Wochenende war bei dem „Insolvenzderby“ gegen Chemnitz mit ca. 7.000 Zuschauern fast schon Hochbetrieb, ohne gleich von Ausverkauf zu sprechen, der so kaum nochmal in dieser Saison erreicht werden könnte. Die Kapazität reicht allerdings für ca. 20.000 Gäste! Wenn kontinuierlich davon kaum eine Auslastung von einem Fünftel (!) erreicht wird, muss man schon von einer „Überdimensionierung“ sprechen, die irgendwann zu einem riesigen Problemfall werden könnte, weil auch die Unterhaltung des entsprechenden Komplexes eine große Rolle spielt!! Natürlich weiß auch jedermann, dass die Zuschauerzahlen besonders vom gegenwärtigen Tabellenstand des Gastgebers und vom Bekanntheitsgrad des jeweiligen Gegners abhängig sind. Falls, wie in Erfurt, eine kombinierte Einsatzmöglichkeit (Laufbahn, sonstige Anlagen und eine großes Spielfeld) vorhanden ist, wirkt das Objekt ohnehin schon gewaltig! Ein Stadion dieser Art kann schnell zu einem „Steuergrab“ werden. Fairerweise sollte man aber auch bei einer allgemeinen Bewertung beachten, dass die viel zu strengen Vorgaben vom DFB nicht immer ohne Weiteres einzuhalten sind.

Auch hat man u.a. in der Stadt Karlsruhe Großes vor. Hier baut man gerade ein Vorzeigestadion für rund 35.000 Zuschauer nach modernsten Gesichtspunkten, das mit ca. 80.000 (!) Steuergeldern finanziert wird. Leider haben es aber gleichzeitig die Fußballer versäumt, in ihrer 2. Liga zu bleiben. Nun interessieren sich eben nur noch ca. 8.000 Fans für die Jungs.....

Im Nordhäuser Fall müsste somit das „langzeitgeplante“, zu renovierende oder neu zu bauende Stadion im oder einer entsprechenden Entfernung zum „AKS“ unter Regionalligabedingungen mindestens ein Fassungsvermögen von 5.000 Zuschauer haben, falls es irgendwie für die 3. Liga doch einmal reicht, dann sogar für 10.000 Leute!
Die dortigen Stadtoberen sind aber scheinbar sehr clever, weil sie noch nicht wissen, trotz der längst dafür bereitstehenden Fördergelder vom Land Thüringen, welche Variante anzuwenden ist und wo evtl. die anderen fehlenden Gelder herkommen! Da sich gegenwärtig aber kaum 1.500 Zuschauer zu den Heimspielen im Gelände verlaufen, wird eine vernünftige und vor allem gemeinsame Entscheidung weiterhin ausbleiben. Besonders der in der Kritik stehende Oberbürgermeister lässt sich auch vom „äußerst unruhigen“ und mediensüchtigen Herrn Landrat wegen der gegen ihn gerichteten verbalen Anschuldigungen kaum beeinflussen, da die Stadt zumindest auch noch zwei weitere Großobjekte „in Arbeit“ hat und das angeforderte Gutachten ohnehin eine Grundlage für spätere Fördergelder ist. Natürlich hätte das einer vorherigen Absprache im Rathaus bedurft.

Vielleicht kommt auch die überraschende als "Plan B" bekannte Notlösung des Hauptsponsors in die engere Wahl, wenn „Wackers“ Präsident diese demnächst der Allgemeinheit preisgeben wird........

Diese Geschichte aus dem Südharz wird mit Sicherheit noch einige weitere Folgen haben!
17.08.2018, 19.42 Uhr
Flitzpiepe | Das ist jetzt wieder nur
eine Zusammenfassung von bekannten fremden Presseartikeln. Viel Text aber wenig eigener Inhalt.
Ich verstehe nicht, warum sie auf den für sie zu wenigen Zuschauern bei RWE und Wacker herumreiten.
Bei Wacker kommen zu normalen Spielen nicht mehr als 1500 Leute. Mehr Potential hat Nordhausen einfach nicht. Kommt noch dazu, dass mehr als 10 € für so eine Bruchbude nicht jeder bezahlen will.
Erst wenn sie wirklich oben mitspielen, wird es mehr, wenn mehr Eventfans und aus der Region noch welche kommen.
Aber schon 3.Liga wird schwierig, wenn es noch teurer wird und Wacker nur die Hucke voll bekommt.
Aber trotzdem wäre ein neues Stadion mit 5000 Zuschauern gerechtfertigt. Egal in welcher Liga.
17.08.2018, 20.22 Uhr
Gretchen80 | Diskussion
Hier habe ich noch nicht lesen können, dass sich intensiv mit den Zuschauerzahlen des Theaters, dem jährlichen Zuschüsse von 10 Millionen Euro zum Betrieb des Theaters und zu den Folgekosten einer Investition von 30 Millionen Euro auseinander gesetzt wurde. Dazu war kein Statement eines Stadtrates zu lesen. Auch von Bürgerbeteiligung war nichts zu hören. Das ist alles gesetzt. Ende der Diskussion.
17.08.2018, 22.19 Uhr
I.H. | Kleofas hat Plan-B
Was regt ihr Euch hier auf? Kleofas hat einen Plan-B. Mit oder ohne die Stadt. Der hat mehr Ahnung als ihr und für die fehlende Recherche seines Plan-B kann er auch nichts. Das liegt an der amateurhaften Presse..
18.08.2018, 08.32 Uhr
Nörgler | @ I.H
Ihre Kommentare sind sehr lustig. Was Sie nicht alles wissen zu glauben?
20.08.2018, 14.40 Uhr
Fönix | Hallo RWE, zu Ihrer Frage
vom 16. August (Ihr Kommentar von 10:50 Uhr):
Wenn Sie das Treiben der alkohol- und gewaltgeschwängerten Hooligans unterstützen oder uneingeschränkt tolerieren, gehören Sie dazu und sind nach meiner Meinung durchaus auf dem Weg, sich wie ein Barbar zu verhalten. Wenn Sie sich davon ausdrücklich distanzieren, sind Sie in diesem Sinne natürlich kein Barbar. Wenn Sie aktiv gegen diese Auswüchse des Sports vorgehen, sind Sie sogar ein Held.
Schade dass Sie zumindest bei diesem Thema offensichtlich nur Schwarz/Weiß können (Rot-Weiß würde ich ja noch verstehen). Mit der Tatsache, dass Sie nicht in's Theater gehen, hat diese Zuordnung jedenfalls nichts zu tun. Mit Ihrer Interpretation wollen Sie offensichtlich suggerieren, dass ich alle Menschen, die nicht das Theater besuchen, als Barbaren einordne. Was für eine haltlose Unterstellung! Offensichtlich haben Sie meinen Beitrag (15.08.18 11:05 Uhr) nur gelesen, aber nicht verstanden.
Übrigens:
Ich kann mich an kein Benefizspiel zugunsten des Nordhäuser Theaters erinnern, bei dem die verbundene Hooliganszene von NDH/SDH gegen die Hooligans vom RWE gespielt hätte. Können Sie mir mehr davon berichten?
20.08.2018, 17.37 Uhr
Kilian Baltres | Nach Streit, wie geht es nun weiter mit dem AKS
Beim Streit zw. Bürgermeister Buchmann und Landrat Jendricke zerschlug man viel Geschirr, Nordhausen nahm wieder mal Schaden. Aber wie geht es jetzt weiter mit dem Sportplatz? Wird er am Ende eine Ruine sein wie das alte Stadion am Darrweg?Wird er nun saniert oder nicht? Was passiert, wenn Wacker woanders hingeht, dann braucht man ja kein Geld mehr auszugeben? K. Baltes
20.08.2018, 18.43 Uhr
RWE | Hallo Fönix,
ich dinstanziere mich zwar nicht gänzlich vom Alkohol, wohl aber von der Gewalt, die es im Fußball allerdings schon immer gab. Und es wird weniger, wenn etwas passiert, wird es aufgebauscht.
Sie schrieben: "Ohne Beibehaltung, Festigung und Entwicklung unserer Kultur als Basis unserer Gesellschaft werden wir schnell zu Barbaren. "
Ich komme gut ohne Theater aus. Noch einmal, unabhängig vom Fußball, bin ich jetzt auf dem Weg ein Barbar zu werden?
Weiterhin schrieben Sie:
"Der Sport und insbesondere der Fußball (bzw. sein alkohol- und gewaltgeschwängertes Gefolge) gehen hier leider mit ungutem Beispiel voran."
Und hier legen sie aber auch eine schwarz-weiß Denke an den Tag. Das war schon pauschal. Fußballfans. Bier. Gewalt. Gähn. Waren Sie schon einmal in irgendeinen Stadion?? Klar gibt es Probleme. Bei Maidemonstrationen auch. Oder im Klubhaus. Oder im Asylbewerberheim. Oder auf irgendeiner Kirmes.
Sie haben Fußballfans pauschal in die Nähe zu Trunkenbolden und Hooligans gesetzt. Aber es waren Fußballfans, die zum Benefizspiel gekommen sind, um dem Theater zu helfen. Und genau dafür waren sie gut genug. Vielleicht kann sich die Satadt kein neues Stadionl leisten. Ein Theater schon. Ich verstehe das nicht.
21.08.2018, 10.35 Uhr
Paulinchen | Steht nicht auch noch....
...das teuer renovierte Stadion in Erfurt so fast leeeeer herum? Die Busfahrten der "Hobbyspieler" (in einem Kommentar zum Beitrag des MDR, wurden die Spieler von Nordhausen als Sonnenanbeter tituliert) dorthin wären billiger, wie ein Neubau in Nordhausen. Entschuldigung, ich bin kein Fan vom Fußball, aber es sei die Frage gestattet, stehen hier Aufwand zum Neubau und Leistung der Mannschaft tatsächlich in einem vertretbaren Verhältnis? Die Brücke zwischen Bielen und Sundhausen ist wohl auch noch nicht fertig oder? Es gibt bestimmt auch Leser dieser Zeitung, denen fallen bestimmt noch andere Straßen, Brücken und Brunnen in unserer Stadt ein, die sich nach einer Sanierung sehnen. Davon hätten aber mehr Bürger etwas, wie nur ein Fußballclub.
21.08.2018, 11.00 Uhr
Flitzpiepe | Super Idee
und das Theater wird dann auch nicht saniert und geschlossen. Da können die Busse mit den Besuchern doch auch nach Erfurt fahren.
Also Ideen haben manche!?
Wenn es wenigstens so wäre, dass das nicht ausgegebene Geld in andere Infrastrukturruinen fließen würde.
Fließt es aber nicht. Das bleibt alles so wie es ist, denn die 'Fördergelder' sind zweckgebunden.
21.08.2018, 12.12 Uhr
Joe 50 | Nehmen wir mal an.....
.....Nordhausen hätte ein schönes neues Stadion und das wäre am Anfang natürlich nicht so mächtig ausgelastet. Dann ladet man Mario Barth ein, 14 Tage bei freiem Essen und Übernachtung. Dann hat der ein neues Programm, basierend auf dem Nordhäuser Polit-Theater. Da immer wieder was dazu kommt, ist mit seinen Auftritten das Stadion über Jahre ausgelastet und in der Pause zwischen 2 Auftritten kann Wacker sogar 1. Bundesliga spielen.

Die Spieler aber vom Programm abschotten, damit sie sich nicht krank lachen.
03.09.2018, 11.39 Uhr
Fönix | Nachtrag an RWE
Zu Ihren Ausführungen (Beitrag vom 20.08.18 18.43 Uhr):
"Waren Sie schon einmal in irgendeinen(m) Stadion ??":
Wenn es Sie denn interessiert: Etliche Oberligaspiele von RWE mit mehr als 30 Tsd Zuschauern (in den Glanzzeiten von Benkert, Busse, Heun und Co., als RWE um die Medaillenplätze spielte),in Nordhausen u.a. beim Aufstiegsspiel gegen Union Berlin, als das Stadion aus allen Nähten platzte, Lok Leipzig im UEFA-Pokal 1973 gegen Fortuna Düsseldorf (über 80 Tsd Zuschauer) und im Pokal der Pokalsieger 1987 gegen Bordeaux (nach inoffiziellen Quellen ca. 110 Tsd Zuschauer), nachwendlich u.a. Heimspiele von Dynamo Dresden und RB.
Was mir viel wichtiger erscheint, um sich ein vergleichendes Urteil bilden zu können: Ich habe auch sehr viele Veranstaltungen anderer Sportarten wie LA-Meisterschaften und Handball-Meisterschafts- und Champions-League-Spiele besucht, denen jegliche Zuschauerausschreitungen fremd sind. Wie sind eigentlich Ihre Erfahrungen bei solchen Veranstaltungen, empfinden Sie das Fehlen von Gewalt und Aggression nicht auch als angenehm? Sollte der (gesittete) Fußballfan sich in einer solchen Atmosphäre, die nach meinem Empfinden viel eher mit sportlicher Fairness in Einklang zu bringen ist, nicht auch wohler fühlen? Waren Sie schon einmal in der Arena Leipzig, wenn über 6000 Zuschauer ihre Mannschaft frenetisch anfeuern? In der geschlossenen Halle mindestens genauso beeindruckend wie 30 000 Fans in der Red Bull Arena.

"Sie haben Fußballfans pauschal in die Nähe zu Trunkenbolden und Hooligans gesetzt."
In" die Nähe" muss ich sie zwangsläufig setzen, aber natürlich nur in räumlicher Hinsicht in Bezug auf das Stadion bzw. das erweiterte Stadionumfeld. Hier steht für mich bei größeren Fußballveranstaltungen die Außenwahrnehmung im Vordergrund und die ist oft katastrophal. Inhaltlich kann ich sehr wohl zwischen Fans und Hooligans unterscheiden und habe das auch so formuliert:.
"Dass die Politik versucht, die Verantwortung für das Entstehen, Wirken und Wachsen der Hooligan-Szene zunehmend den Vereinen zuzuschanzen, zeigt deren ganze Verlogenheit und Verantwortungslosigkeit."
Wie Sie unschwer lesen können, nenne ich das Problem beim Namen ("Hooligan-Szene" oder gern auch als Synonyme " sinnentleerte Parolen grölendes Gefolge", " alkohol- und gewaltgeschwängertes Gefolge"). Das ich damit nicht den normalen Sportfan meine, sollte auch für Sie nachvollziehbar sein. Es ist hinsichtlich der Außenwahrnehmung natürlich auch eine Frage, wie deutlich sich diese von dem kriminellen Pöbel distanzieren.

"Ich komme gut ohne Theater aus. Noch einmal, unabhängig vom Fußball, bin ich jetzt auf dem Weg ein Barbar zu werden?"
Meine Grundaussage war eine ganz andere: Wenn wir unsere Kultur vernachlässigen, laufen wir (als Gesellschaft!) Gefahr, dass unsere Sitten weiter verrohen. Wie Sie darauf kommen, davon abzuleiten, dass für mich jeder Einzelne, der nicht in's Theater geht, ein Barbar ist, bleibt nach wie vor Ihr Geheimnis.
03.09.2018, 12.10 Uhr
RWE | Ihre Aussagen waren polemisch
und das wissen sie auch. Es reicht schon betrunkene und randalierende Fans zu erwähnen um in so einer Diskussion eine Tendenz zu erzeugen.
Sie hatten das Privileg einige wirklich große Spiele Nordhausen und Erfurt erleben zu dürfen. Darum beneide ich sie.
Sicher ist ihnen da aber auch Polizei und ander Sicherheitskräfte, zechende Fans und vielleicht sogar Randale aufgefallen. Glaubt man den Erzählungen der "Alten" gab es auch nicht immer Ärger, aber insgesamt vielleicht sogar häufiger. Das DDR-TV hat sogar Übertragungen abgebrochen.
Und das zu Zeiten, als alle Theater sorgenfrei waren.
Man kann auch darüber reden, warum bei der Leichtathletik, beim Biathlon oder beim Basketball kaum Polizei nötig ist. Das hat aber nichts mit Wackerhausen zu tun. Und auch die Wintersportanlagen in Oberhof haben Unmengen an Geld gekostet, das man sicher auch anderwo hätte gebrauchen können. Vielleicht sogar für die Kultur.
03.09.2018, 12.16 Uhr
Fönix | Um noch etwas Konstruktives beizutragen:
Wie ist es eigentlich um die Möglichkeiten bestellt, ein neues Stadion für Wacker auf dem Areal jenseits der Zorge zu errichten? Das Schurzfell war ja schon einmal Sportplatz. Die angrenzenden weitläufigen Flächen bieten ausreichend Platz nicht nur für das Stadion, sondern auch hinsichtlich der Infrastruktur (ja ich weiß, Herrn Schwarzberg und Frau Hartmann wird das nicht unbedingt gefallen, aber vielleicht kann man eine solche bittere Pille mit gezielten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen versüßen!). Mit der hier gegebenen unmittelbaren Nähe zu zwei Bahnlinien unterschiedlicher Spurweite und zur geplanten Neutrassierung der B4 bleibt das Wohngebiet weitestgehend verschont. Auf der sonst wenig frequentierten Normalspur-Bahnlinie könnte ein Bedarfshalt für die Gäste-Fanzüge eingerichtet werden, die Wacker-Fans kommen auf der Schmalspur mit der Straßenbahn. Wenn man dafür noch eine Wendeschleife einrichtet, freut sich sogar ein Jendricke ob der damit verbundenen Selbstbestätigung. Der AKS bleibt aufgrund der räumlichen Nähe als Trainings- und Breitensportzentrum verfügbar.
Nur eine Vision oder vielleicht doch eine nachdenkenswerte Alternative?
03.09.2018, 15.05 Uhr
shershen834 | Fönix
Sehr guter Vorschlag,der sollte ernsthaft geprüft werden.Ich hoffe ein Vertreter der Stadt liest das und bringt es zur Diskussion.Hoffentlkch wohnt dort keiner in der Nähe,der Einfluss hat,dies zu zerreden,da es ihn ja stören könnte.Habe diese Gefühl immer beim Gehege.
03.09.2018, 15.45 Uhr
Flitzpiepe | Nein
Das Schurzfell ist von der Infrastruktur her schlechter als der jetzige Standort.
Neutrassierung der B4? Gibt es da überhaupt noch Aktivitäten in der Richtung nach NSW? Ich habe zumindest nichts mehr davon gehört. Bei der DB Strecke gibt es keinen Haltepunkt und die Horden müssten immer im HBF umsteigen.
Eine Straba mit Dieselantrieb, wo nur eine fahren kann, bringt da nichts. Da ist der Fan schneller aus der Innenstadt gelaufen.
Ein Neubau macht nur Sinn südlich des Hauptbahnhofs.
Am besten gleich neben der Polizeidirektion. ;-)
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